Holstein Kiel hat den SHFV-LOTTO-Pokal der Frauen gewonnen. Am Samstagnachmittag setzten sich die Regionalliga-Meisterinnen vor rund 450 Zuschauer*innen im Eider-Stadion in Büdelsdorf gegen den SV Henstedt-Ulzburg mit 5:1 (3:1) durch und lösten damit das Ticket für die kommende DFB-Pokalsaison.
Die Partie begann schwungvoll und ausgeglichen, bevor der SV Henstedt-Ulzburg das erste Ausrufezeichen setzte: Holsteins Torhüterin Emma Nentwich wurde nach einem Rückspiel konsequent unter Druck gesetzt, wodurch SVHU-Akteurin Emilia van Gunst an der Strafraumkante an den Ball kam und per Schlenzer sehenswert in die lange Ecke traf (10.). Die Kielerinnen schüttelten sich kurz, kombinierten sich dann über die linke Seite vor das gegnerische Gehäuse und spielten Arjela Lako frei, die eiskalt zum postwendenden Ausgleich einnetzte (19.) – 1:1.
Und mit Toren und sehenswertem Kombinationsfußball ging es munter weiter. Ein perfekt getimter Steckpass fand auf der rechten Seite erneut Lako, die mustergültig Kira Hasse bediente. Die KSV-Toptorschützin musste ihrerseits nur noch einschieben (29.) – die Führung für Holstein Kiel. Die Führung konnte Alia Redant (45.+2) kurz vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichterin Joelina Wendtorff nach einem Vorstoß über die Außenbahn noch ausbauen.
Nach dem Seitenwechsel agierten beide Teams zunächst etwas abwartender, neutralisierten sich. Bis erneut Kira Hasse auf die Reise geschickt wurde, frei vor SVHU-Torhüterin Laura Jungblut auftauchte und zum 4:1 einschob (66.) – die Vorentscheidung. Henstedt-Ulzburg reagierte, investierte mehr in die Offensive, was Holsteins Angriffsreihe zu mehr Raum fürs Kontern verhalf. Sarah Begunk scheiterte am Querbalken (70.).
Jennifer Michels Versuch, in der Schlussphase aus Sicht des SVHU nochmal zu verkürzen, landete ebenfalls an der Torlatte (88.). Stattdessen klingelte es in der Nachspielzeit nochmal auf der anderen Seite: Leonie Kuhrt (90.+2) vollstreckte mit ihrem linken Fuß zum 5:1-Endstand, bevor Holstein Kiel nach dem Schlusspfiff über die Titelverteidigung im SHFV-LOTTO-Pokal der Frauen jubelte.
Sabine Mammitzsch, SHFV-Vizepräsidentin für Diversität und Gleichstellung, resümierte: „Auch wenn der Endstand deutlich aussieht, habe ich eine ausgeglichene erste Halbzeit gesehen, nach der noch alles offen war. Holstein hat mit spielerischen Qualitäten und Energie beeindruckt. Dennoch hat Henstedt-Ulzburg zu keiner Zeit aufgegeben und immer weitergespielt. Es war ein tolles SHFV-LOTTO-Pokalfinale vor einer schönen Kulisse in Büdelsdorf.“



