Die offizielle DFB-Mitgliederstatistik der Saison 2025/2026 zeigt, dass der Mädchen- und Kinderfußball in Deutschland weiter an Gewicht gewinnt. Auch bei den Schiedsrichter*innen und in der Qualifizierung setzt sich eine positive Entwicklung fort.
Die Zahl der Mitgliedschaften im DFB stieg erneut an – auf nun 8,2 Millionen. Nach dem historischen Überschreiten der Marke von acht Millionen im vergangenen Jahr setzt sich die positive Entwicklung damit fort. Seit 2022 hat der deutsche Fußball mehr als 1,1 Millionen Mitgliedschaften hinzugewonnen.
Insgesamt sind 23.713 Vereine unter dem Dach des DFB organisiert. Das entspricht einem minimalen Rückgang von 0,65 Prozent. Die Zahl der aktiven Spieler*innen ist nach mehreren Jahren des Wachstums ebenfalls erstmals leicht zurückgegangen. In der Saison 2025/26 nahmen 2,34 Millionen Aktive am organisierten Spielbetrieb teil. Das ist ein Minus von 0,46 Prozent. Im weiblichen Bereich steigen die Zahlen. Verantwortlich dafür sind die Zuwächse bei den C-, D-, E-, F- und G-Juniorinnen sowie im Ü-Fußball. Die Zahl der Mädchenmannschaften stieg auf 6.662 – ein signifikantes Plus von 630 Mannschaften beziehungsweise mehr als zehn Prozent. Damit ist der Mädchenfußball drei Jahre vor der UEFA Women‘s EURO in Deutschland weiterhin ein Wachstumstreiber.
Erfreulich bleibt auch die Entwicklung bei den Schiedsrichter*innen. Nach zuvor rund zwei Jahrzehnten rückläufiger Zahlen stiegen die Schiri-Zahlen nun im dritten Jahr in Folge. In der Saison 2025/26 waren 62.333 Schiedsrichter*innen aktiv. Das sind 1.307 mehr als im Vorjahr. Dazu hat auch das DFB-Punktespiel seinen Teil beigetragen. 1395 Mal wurde der Schiri-Neulingslehrgang in der aktuellen Saison als umgesetzte Maßnahme bei der bundesweiten Aktivierungsaktion für Vereine eingereicht. Das DFB-Punktespiel mobilisiert die Vereine im Sinne des DFB-Masterplans und fördert das Engagement im Amateurfußball.
Positive Entwicklungen auch in Schleswig-Holstein
Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband kann vor allem in der Entwicklung der Mannschaftszahlen sowie der Anzahl an Vereinen, die Teil des SHFV sind, einen Zuwachs verbuchen.
In den letzten fünf Jahren ist ein Aufwärtstrend zu beobachten, was die Mitgliedsvereine im Verband angeht. Nach einem Top-Wert vergangenes Jahr entspricht die Entwicklung der letzten fünf Saisons einem Plus von 0,53 %.
Mit einem Anstieg von 0,7 % im Vergleich zur Vorsaison weist der Schleswig-Holsteinische Fußballverband deutlich mehr Mannschaften auf als zuvor. Mit einem Plus von absolut fast 500 Mannschaften seit der Saison 2021/22 zeigt sich ein steiler Aufwärtstrend.
Während es in der Anzahl der Schiedsrichter*innen im Landesverband keine signifikanten Veränderungen gibt, gleicht sich auch die Anzahl erworbener Qualifizierungen im Fünf-Jahres-Trend zunehmend aus. Die Zahlen stabilisieren sich langsam endgültig auf dem Vor-Corona-Niveau.
Vor allem das Kindertrainer*in-Zertifiktat, das wieder vergleichbar gut wie im Vorjahr angenommen wurde, sowie das Jugendtrainer*in Zertifikat, das seit 2024 angeboten wird und dessen Anzahl an Absolvent*innen sich um gut ein Drittel gesteigert haben, sind beliebte Qualifizierungsangebote. Das spiegelt sich ebenfalls in den ausgestellten Qualifikationen wider, wo mit 320 ausgestellten Lizenz-Vorstufen ein sehr guter Wert erzielt wurde.
SHFV-Präsident Uwe Döring freut sich, dass immer mehr Mannschaften und Vereine in Schleswig-Holstein dazukommen: „Die langfristige Entwicklung, dass immer mehr Vereine Mitglied bei uns im Landesverband werden, ist wirklich erfreulich. Auch, dass jene Vereine kontinuierlich mehr Mannschaften melden, ist ein gutes Signal für eine gute und nachhaltige Arbeit an der Basis. Mit dieser Entwicklung kann der Amateurfußball in Schleswig-Holstein einer sicheren Zukunft entgegenblicken.“



