Social-Media-Workshop beim Frauenfußball-Campus: Impulse für Vereine und Kreisfußballverbände

Wie können Vereine, Teams und Kreisfußballverbände Social Media gezielt nutzen, um sichtbarer zu werden, neue Mitglieder zu gewinnen und ihre Gemeinschaft zu stärken? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden beim Workshop „Digital sichtbar“ im Rahmen des Frauenfußball-Campus Schleswig-Holstein.

Referentin Ida Sievers führte durch einen abwechslungsreichen Tag voller praxisnaher Inhalte, kreativer Übungen und konkreter Handlungsempfehlungen für die digitale Kommunikation im Fußball.

Bereits zu Beginn wurde deutlich: Social Media ist längst ein zentraler Bestandteil moderner Vereinsarbeit. Plattformen wie Instagram, Facebook und TikTok bieten große Chancen, unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen – von jungen Spieler*innen über Ehrenamtliche bis hin zu Fans, Eltern und Sponsoren.

Im ersten Themenblock ging es um die Grundlagen einer erfolgreichen Social-Media-Strategie. Gemeinsam erarbeiteten die Teilnehmenden, wie klare Ziele definiert werden können und warum es wichtig ist, die eigene Zielgruppe genau zu kennen. Mithilfe sogenannter „Personas“ entwickelten die Gruppen beispielhafte Nutzerprofile, um Inhalte künftig noch zielgerichteter gestalten zu können.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Content-Planung. Anhand konkreter Beispiele der SG Brebo und der VfB Lübeck Frauen wurde gezeigt, wie regelmäßige Formate wie Spielankündigungen, Ergebnisgrafiken, Spieler*innenporträts oder Einblicke hinter die Kulissen für Struktur sorgen und gleichzeitig die Reichweite erhöhen können. Der Tenor: Lieber wenige, aber hochwertige Inhalte auf einer Plattform als halbherzige Präsenz auf mehreren Kanälen.

Am Nachmittag stand die kreative Umsetzung im Mittelpunkt. In einer Canva-Schulung lernten die Teilnehmenden, wie sich mit einfachen Mitteln professionelle Grafiken und Vorlagen erstellen lassen. In einer Praxisaufgabe entstanden eigene Layouts rund um das SHFV-LOTTO-Pokalfinale der Frauen – mit vielen gelungenen Ideen, die sich auch auf Vereins- und Kreisebene übertragen lassen.

Ebenso wichtig war der Themenkomplex Recht und Sicherheit. Besprochen wurden unter anderem Bildrechte, Datenschutz, Impressumspflichten sowie der richtige Umgang mit Musik und werblichen Inhalten auf Social Media. Damit erhielten die Teilnehmenden wertvolle Orientierung für einen rechtssicheren Auftritt ihrer Kanäle.

Zum Abschluss wurde der Blick auf die Chancen für Ehrenamts- und Mitgliedergewinnung gerichtet. Gerade authentische Inhalte, kurze Videos, Emotionen und echte Einblicke in das Vereinsleben können helfen, Menschen für ein Engagement im Fußball zu begeistern.

Der Workshop zeigte eindrucksvoll: Gute Social-Media-Arbeit muss weder kompliziert noch teuer sein. Mit klarer Strategie, kreativen Ideen und etwas Planung können Vereine und Verbände ihre Sichtbarkeit deutlich erhöhen und neue Menschen für den Fußball gewinnen.

Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband bedankt sich bei allen Teilnehmenden für den engagierten Austausch und freut sich auf die nächsten Impulse im Rahmen des Frauenfußball-Campus – dieser ist auch schon geplant: Am 7. November 2026 finden Interessierte wieder zusammen.