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Weiches Pokaltraum platzt in der Nachspielzeit - Lübeck siegt 4:2 n.V.

Feier im grün-weißen Konfetti-Regen: Der VfB Lübeck sicherte sich den SHFV-LOTTO-Pokal in einem Herzschlagfinale gegen den ETSV Weiche mit 4:2 nach Verlängerung. Fotos: LühnDer ETSV Weiche hat dem Favoriten VfB Lübeck im Endspiel des SHFV-LOTTO-Pokals alles abverlangt. Vor 2.658 Zuschauern auf der Lübecker Lohmühle führten die Flensburger bis in die Nachspielzeit mit 2:1, ehe Deniz Kadah den VfB in die Verlängerung rettete. Zwei weitere Kadah-Treffer in der 93. und 113. Minute zum 4:2-Erfolg bescherten dem Regionalligisten letztendlich den 12. Pokalsieg auf Landesebene.

Der VfB Lübeck lieferte eine souveräne erste Halbzeit ab und ging durch den ersten von vier Kadah-Treffern in der 28. Minute mit 1:0 in Führung - Gebers hatte per Maßflanke vorbereitet. Der Schleswig-Holstein-Ligist kam nur vereinzelt in Lübecker Tornähe, das sollte sich aber in der zweiten Hälfte ändern.

Florian Neumann und der ETSV Weiche  hatten den VfB Lübeck in der zweiten Hälfte fest im Griff - bis zur  Nachspielzeit.Mit dem Ausgleichstreffer durch Thomsen, der eine Walter-Flanke per Fuß zum 1:1 einnetzte (51.) drehte sich das Spiel. Die Flensburger hatten ihr Vertrauen in die eigene spielerische Stärke, die sie Woche für Woche in der Liga beweisen, wiedergewonnen und hatten das Spiel fortan im Griff. Eine Viertelstunde vor Schluss nutzte Sandro Holland eine Unsicherheit in der VfB-Hintermannschaft nach einer Walter-Flanke und köpfte den Ball zum hochverdienten 2:1 in die Maschen. „Viele Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, sind aufgegangen“, sagte Jurgeleit. Die Pässe in die Nahtstelle der Lübecker Abwehr gehörten dazu. Das Jurgeleit-Team hatte das Spiel bis zur Nachspielzeit fest im Griff, ehe man bei einer Konterchance den Ball verspielte und der Regionalligist durch Kadahs umjubelten Kopfballtreffer nach Vallianos-Flanke doch noch ausgleichen konnte. „Deniz ist sportlich wie menschlich unglaublich wertvoll für die Mannschaft“, lobte VfB-Trainer Ramazan Yildirim seinen Goalgetter. Der Mittelstürmer ließ sich bei seinem anschließenden Jubellauf von niemandem einfangen und brüllte seine Freude hinaus.

Deniz Kadah schreit seine Freude  nach dem 3:2 heraus. Der Angreifer erzielte alle vier Tore fürden VfB  Lübeck.In der Verlängerung versetzte Kadah dem Schleswig-Holstein-Ligisten mit seinem 3:2 nach sehenswertem Lange-Pass den Knock-Out (94.), sein erneut per Kopf erzielter Treffer zum 4:2 nach Gebers-Flanke sorgte für die endgültige Entscheidung (112.). „Das war ein Herzschlagfinale und Werbung für den Fußball in Schleswig-Holstein“, sagte auch SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer bei der anschließenden Pressekonferenz. Kurz zuvor hatte er gemeinsam mit NordwestLotto-Geschäftsführerin Karin Seidel VfB-Kapitän Marcel Gebers den SHFV-LOTTO-Pokal überreicht. Jurgeleit tröstete derweil seine Kicker. „Meine Jungs können den Pokal hochhalten, auch wenn sie ihn nicht gewonnen haben.“

Schiedsrichter  Sönke Glindemann absolvierte beim Pokalfinale das letzte offizielle  Spiel seiner Karriere und wurde bei der Siegerehrung verabschiedet.Lohn des Sieges ist für den VfB Lübeck der Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals, der mit einem Garantiehonorar von 109.677 Euro versüßt wird. Viel Geld für einen Verein wie den VfB Lübeck, der mit dem zwölften Pokalsieg im Land nun alleiniger Rekordgewinner ist. Der Regionalligist kann seine Pokalgeschichte nun auf Bundesebene fortschreiben. Für das Wochenende vom 17. bis 20. August wird den Grün-Weißen ein Heimspiel und ganz sicher ein Gegner aus der Ersten oder Zweiten Bundesliga zugelost

ETSV Weiche: Martensen – Hummel , Thomsen, Holland, Böhnke – Bruns (84. Clausen) – Mesehkrani (73. Dammann), Carstensen (60. Neumann), Kasumovic, Walter – Bruhn.
VfB Lübeck: Toboll – Gebers, Marheineke, Schaffrath, Steinwarth – Jakubiak (91. Lange), Kluk – Zekjiri (103. Hartmann), Diabang, Cornelius (75. Vallianos) – Kadah.
Schiedsrichter: Glindemann (SV Hemmingstedt).
Tore: 0:1 Kadah (27.), 1:1 Thomsen (51.), 2:1 Holland (75.), 2:2 Kadah (90.+2), 2:3 Kadah (94.), 2:4 Kadah (112.).
Zuschauer: 2658

Lisa Stein-Schomburg und der Schuss ins Glück

Mit diesem satten Fernschuss erzielte SSC -Spielerin Lisa Stein-Schomburg das goldene 1:0. Foto: LühnDer SSC Hagen Ahrensburg hat zum ersten Mal den SHFV-Lotto-Pokal der Frauen gewonnen. Im Endspiel auf der Lübecker Lohmühle gegen den Titelverteidiger FC Riepsdorf reichte den Stormarnerinnen ein sehenswerter Treffer von Lisa Stein-Schomburg in der 12. Minute zum knappen 1:0-Erfolg.

Ronja Siemers sank vor Enttäuschung auf den Rasen. Zu gerne hätte die Riepsdorferin mit ihrem Team erneut auf dem Siegerpodest gefeiert. Um sie herum tanzten nur die Spielerinnen in Blau. SSC-Spielerin Rike Bohn  ließ sich gleich das Handy reichen, um das Ergebnis nach Hause durchzugeben. Ihre Mitspielerinnen hatten derweil Trainer Gerhard Gollnest noch vor der Pokalübergabe von NordwestLotto-Geschäftsführerin Karin Seidel und SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer die obligatorische Sektdusche verpasst. „Phasenweise hatte meine Mannschaft etwas Angst vor dem Erfolg“, sagte SSC-Trainer Gollnest. So wurde bis zur letzten Minute gezittert. Auf der anderen Seite sagte Riepsdorfs Trainer Eckhart Kolhof: „Wir sind ein bisschen traurig, aber nicht enttäuscht.“ Allein, dass sich seine Mannschaft wieder für das Finale qualifiziert habe, sei ein Riesenerfolg. Ein Sieg war dem scheidenden Trainer in seiner letzten Partie nicht vergönnt. Der FC Riepsdorf wird sich zu 99 Prozent nun in die Kreisliga zurückziehen und dort einen Neuaufbau starten.

Jessica Timm (SSC Hagen Ahrensburg) reckt den SHFV-LOTTO-Pokal in den blauen Lübecker Himmel. Foto: LühnSSC-Torjägerin Lisa Stein-Schomburg fasste sich im Finale vor inder Spitze 800 lautstarken Zuschauern schon früh ein Herz und traf aus der Distanz zum Tor des Tages (12.). Anschließend zogen sich die Hagenerinnen zurück und hatten ein paarmal das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Sehr resolut zeigte sich Torhüterin Jessica Tschechne bei hohen Bällen. Die Torhüterin griff sich die Flankebällen souverän und parierte mit einem glänzenden Reflex beim Drehschuss von Ann-Katrin Höft, als sie den Ball mit der rechten Hand um den Pfosten lenkte (68.). Am Ende brachte der SSC Hagen das 1:0 sicher über die Zeit und sicherte sich verdient den Einzug in den DFB-Pokal.

FC Riepsdorf: Stödt – Schöning – Korok, Balck (87. Schreiber) – Polley (46. Kulow), Siemers, Siewert (27. Höft, 75. Meier), Titzmann – Schreiber (61. Pape), Marten – Oberst.
SSC Hagen Ahrensburg: Tschechne – Kämereit (69. Hahne) – Timm, Bohn, Banse – Wöbcke (75. Sidow), Gollnest (90./+2 Holla), Kuziek, von Gönner – Sidow (42. Winiarski, 82. Stein), Stein-Schomburg.
Schiedsrichterin: Petersen (SV Peissen).
Tor: 0:1 Stein-Schomburg (12.).
Zuschauer: 800

A-Junioren des VfB Lübeck holen den SHFV-LOTTO-Pokal

Die A-Junioren des VfB Lübeck sicherten sich in Malente den SHFV-LOTTO-Pokal. Foto: LühnDie A-Junioren des VfB Lübeck haben es ihren Herren vorgemacht und sich den SHFV-LOTTO-Pokal gesichert. Im Endspiel in der Sportschule Malente gegen den FC Angeln 02 aus der Schleswig-Holstein-Ligasicherte sich die Mannschaft von Trainer Michael Hopp den Titel durch einen Last-Minute-Treffer von Patrick Bohnsack.

Erstmals seit 2004 nahm die U19 des VfB die Trophäe wieder mit in die Hansestadt. „Wir sind unheimlich stolz auf diesen Sieg, denn wir wollten unbedingt diesen Erfolg feiern“, sagte Lübecks Co-Trainer Uwe Prüßmann.

SHFV-LOTTO-Pokal der A-Junioren: Angeln will den VfB Lübeck ärgern

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