Vertragsspieler
Schleswig-Holstein Fußballverbung

Vertragsspieler

Der Vertrag beim abgebenden Verein muss abgelaufen, einvernehmlich aufgehoben oder durch Kündigung rechtswirksam beendet sein.

Der Vertrag des antragstellenden Vereins muss in der Wechselperiode I oder II in der Passstelle vorliegen.

Der Spielerpass muss nicht vorgelegt werden.

Ein  Antrag auf Erteilung einer Spielerlaubnis mit Stempel und Unterschriften des  aufnehmenden Vereins sowie von Spieler/Spielerin bzw. Erziehungsberechtigten ist zusätzlich erforderlich.

Vertragsspieler zum Amateur

Antrag auf Erteilung einer Spielerlaubnis mit Stempel und Unterschriften des aufnehmenden Vereins sowie von Spieler/in bzw. Erziehungsberechtigten innerhalb der Wechselperiode I und II. Die Abmeldung muss entweder online oder über die Passstelle  inkl. Freigabe, Stempel und Unterschrift des abgebenden Vereins vorliegen.

Amateur zum Vertragsspieler

Antrag auf Erteilung einer Spielerlaubnis sowie Stempel und Unterschriften des aufnehmenden Vereins sowie von Spieler/Spielerin bzw. Erziehungsberechtigten in der Wechselperiode I - ohne Pass – in Wechselperiode II -mit Pass, d.h. entweder die Onlineabmeldung -  inkl. Abmeldung, Freigabe, Stempel und Unterschrift  des abgebenden Vereins liegt vor, oder der Pass wurde mit diesen Angaben der Passstelle übermittelt.

Antragstellung „online“ nicht möglich, nur über die Passstelle einzureichen.

Definition „Vertragsspieler"

Vertragsspieler ist, wer über sein Mitgliedsverhältnis hinaus einen schriftlichen Vertrag abgeschlossen hat und über seine nachgewiesenen Auslagen hinaus Vergütungen oder andere geldwerte Vorteile von mindestens 250,00 Euro monatlich erhält.

Er muss sich im Vertrag verpflichten, die steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Abgaben abführen zu lassen, und die Erfüllung dieser Verpflichtung zusammen mit dem Antrag auf Spielerlaubnis, spätestens jedoch binnen drei Monaten nach Vertragsbeginn, durch den Verein nachweisen oder zumindest glaubhaft machen; andernfalls hat er nachzuweisen, dass diese Abführungspflicht nicht besteht.

Vertragsspieler unterliegen verschiedenen Nachweispflichten

Der Verein eines Vertragsspielers muss innerhalb von drei Monaten ab Vertragsbeginn - nicht ab dem Datum der Spielberechtigung - gegenüber der Passstelle den Nachweis erbringen, dass die sozialversicherungsrechtlichen und steuerlichen Abgaben abgeführt werden – oder auf Anforderung des Verbandes, die jederzeit möglich ist.

Mögliche Konsequenzen

Wird dieser Nachweis nicht fristgerecht erbracht, ruht die Spielberechtigung, d.h. der Spieler ist für den Verein für Pflicht- und Freundschaftsspiele nicht mehr spielberechtigt. Die Spielberechtigung wird erst wieder erteilt, wenn ein entsprechender Nachweis bei der Passstelle eingereicht wird. Zudem sind Verstöße gegen die Nachweispflicht mit Geldstrafen nicht unter 250,00 Euro zu ahnden.

Was einzureichen ist

Da der Nachweis über die Abführung der Sozial- und Steuerabgaben glaubhaft gemacht werden muss, ist allein eine Bescheinigung des Vereins, die Abgaben abzuführen, nicht ausreichend.

Vielmehr ist der Nachweis durch Vorlage folgender Unterlagen zu erbringen:

- Anmeldung bei der Krankenkasse

- Bestätigung des Steuerberaters, dass die Abgaben ordnungsgemäß abgeführt werden   

- Bestätigung durch die Mini-Job-Zentrale

Der Nachweis ist erbracht, wenn eine der genannten Bescheinigungen eingereicht wird. Es muss aber jeweils erkennbar sein, um welchen Spieler es sich im Einzelnen handelt.

Vertragsanschluss und Vereinswechsel

Ein Verein, der einen Vertragsspieler eines anderen Vereins verpflichten will, muss vor Aufnahme von Verhandlungen mit dem Spieler dessen Verein schriftlich von seiner Absicht in Kenntnis setzen. Ein Vertragsspieler darf einen Vertrag mit einem anderen Verein nur abschließen, wenn sein Vertrag mit dem bisherigen Verein abgelaufen ist oder in den folgenden sechs Monaten ablaufen wird.

Ein Verstoß gegen diese Bestimmung wird als unsportliches Verhalten geahndet. Zudem werden Verträge, die unter Nichtbeachtung dieser Bestimmung abgeschlossen wurden, bei der Erteilung der Spielberechtigung nicht berücksichtigt.

Laufzeiten

Verträge mit Vertragsspielern müssen eine Laufzeit bis zum Ende eines Spieljahres (30.06.) haben. Bei einem Vereinswechsel in der Wechselperiode II ist also auch ein „Halbjahresvertrag“ möglich.

Verträge mit Spielern über 18 Jahren dürfen eine maximale Laufzeit von fünf Jahren haben, bei Spielern unter 18 Jahren höchstens drei Jahre.

Spielerlaubnis für maximal drei Vereine

Ein Vertragsspieler kann im Zeitraum vom 01.07. bis 30.06. des Folgejahres für höchstens drei Vereine eine Spielerlaubnis erhalten. In Pflichtspielen kann er in diesem Zeitraum lediglich von zwei Vereinen eingesetzt werden.

Die Ausleihe eines Spielers zu einem anderen Verein stellt einen Vereinswechsel dar. Die Rückkehr des Spielers nach Ablauf der Ausleihfrist stellt ebenfalls einen Vereinswechsel dar und ist nur in den Wechselperioden I und II möglich.

Spieler aus Nicht-EU-Ländern

Bei Spielern aus Nicht-EU-Ländern einschl. Spieler, deren Länder am 1. Mai 2004 der EU beigetreten sind, darf die Spielerlaubnis als Vertragsspieler nur bis zum Ende des Spieljahres (30.06.) erteilt werden, die von der Laufzeit des Aufenthaltstitels vollständig umfasst wird.