Zahlreiche erfolgreiche Vereinsberatungen im Oktober
Schleswig-Holstein Fußballverbung

Zahlreiche erfolgreiche Vereinsberatungen im Oktober

Für die Fußballerinnen und Fußballer aus Schleswig-Holstein wird der Oktober 2020 in konträrer Erinnerung bleiben. So lief der Spielbetrieb Anfang des Monats nach der coronabedingten Zwangspause auf Hochtouren und musste am Ende doch wieder abgebrochen werden. Gleichwohl steht der Oktober auch für die erneute Unterbrechung des Spielbetriebs. Einige Fußballvereine aus dem nördlichsten Bundesland werden sich aber freudig an die im Oktober durchgeführten Vereinsberatungen erinnern. In fünf unterschiedlichen Kreisen wurden insgesamt sechs Vereinsberatungen durchgeführt.

Die durchgeführten Vereinsberatungen basierten auf unterschiedlichen Themenschwerpunkten, was in erster Linie an der Heterogenität der Vereine liegt. Problemstellungen in Vereinen aus dicht besiedelten Gegenden unterscheiden sich zum Beispiel oft von denen aus Vereinen mit dörflichen Bezug. Mitgliederstärkere Vereine haben mit anderen Herausforderungen zu kämpfen als mitgliederschwache Vereine. Doch in jedem Verein gibt es in den Fußballabteilungen neben dem Spielbetrieb eine Vielzahl von Herausforderungen und Tätigkeitsfeldern. Seitens des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes und des DFB werden dazu viele Angebote bereitgestellt, die zum großen Teil kostenfrei, aber leider noch nicht überall bekannt sind. Diese Angebote aus allen Bereichen außerhalb des Spielbetriebes sollen den Vereinsfunktionären durch die Vereinsberatung näher gebracht werden. Beispielsweise kann es sich dabei um Unterstützung bei der Gewinnung von Fußballtrainern und Schiedsrichtern, bei einer Schulkooperation oder bei der Durchführung von Kurzschulungen handeln.

Der erste Vereinsberatungs-Termin im Oktober fand bei IF Stjernen Flensborg statt. Trotz der gerade begonnen Schulherbstferien erschienen zu diesem Termin zahlreiche Vereinsvertreter und tauschten sich mit SHFV-Vereinsberater Christian Schössler aus. Schule war hier das richtige Stichwort: Wie können junge Schülerinnen und Schüler für den Fußballverein gewonnen werden? Welche Angebote gibt es, damit diese für ehrenamtliche Tätigkeiten sensibilisiert werden? Wie sieht es mit einer konkreten Schulkooperation aus? Dahingehend wurden einige Handlungsempfehlungen und Hilfestellungen gegeben und entsprechende Programme vorgestellt.

Auch beim SSV Pölitz stand der Themenkomplex Schule und Verein auf der Agenda. Hier wurde zum Beispiel das Projekt DFB-Junior-Coach vorgestellt, wodurch den Vereinen Abhilfe bei der Trainerfindung und -Ausbildung geschaffen werden soll. Möglicherweise erwächst auf dieser Grundlage sogar eine Kooperation zwischen Schule und Verein. Im Mittelpunkt dieser Vereinsberatung stand aber das Schiedsrichterwesen. Dabei ging es neben der Gewinnung und Bindung von Schiedsrichtern auch um den Umgang innerhalb des Schiedsrichterbereiches und um entsprechende Regularien. In diesem Bereich wurden auch einige Kritikpunkte und zusätzliche Anregungen zur Sprache gebracht. Nicht beantwortete Fragen wurden an die jeweiligen Fachabteilungen und Ausschüsse weitergeleitet. Insgesamt wurden viele Informationen ausgetauscht und entsprechende Kontakte vermittelt.

Am 14. Oktober haben dann gleich zwei Vereinsberatungen an einem Tag stattgefunden. Während Christian Schössler beim Lübecker Sportclub vor Ort war, ging es für Mats Petrowski in den Kreis Segeberg zum TuS Fahrenkrug. In beiden Sitzungen wurde ein breites Themenspektrum angesprochen. Es hat sich beispielsweise herausgestellt, dass beim Lübecker SC das Thema Walking Football für reges Interesse sorgt. Die Vereinsvertreter des TuS Fahrenkrug sorgten sich eher um ihre Herrenmannschaft. Die Anwesenden hoffen, dass in Zukunft wieder mehr fußballbegeisterte Menschen aus der Region den Weg in ihren Verein finden. Ein Vorfall aus der letzten Saison soll diesem Unterfangen nicht mehr im Weg stehen. Hier wurden die richtigen Konsequenzen gezogen und neue Weichenstellungen gelegt. Gleichwohl müssen weitere Schritte folgen, insbesondere bei der Gewinnung von Trainern und Spielern.

Der zweite Vereinsberatungs-Termin in der Nähe von Lübeck fand beim TSV Schlutup statt. In dem rund 90-minütigen Gespräch unterhielt sich Vereinsberater Werner Kirstein mit den Vereinsfunktionären über die Ausrichtung des Vereins. Dabei stellte er Angebote aus dem internen SHFV-Pool vor. Konkret ging es dabei um die Durchführung von Kurzschulungen und die Inanspruchnahme des Coach-the-Coach-Projektes. Des Weiteren wurden Möglichkeiten der Trainergewinnung und –Qualifizierung vorgestellt.

Für den letzten Vereinsberatungs-Termin im Oktober ging es nach Rendsburg-Eckernförde zum SV Nienkattbek. Der Verein legt seinen Fokus vor allem auf den Frauen- und Mädchenbereich, wodurch für diese Zielgruppe eine besondere Attraktivität besteht. Gleichwohl führt dies nicht zur Bedeutungslosigkeit von vorhandenen Herausforderungen und Schwierigkeiten. Schwerpunkte dieser Vereinsberatung lagen in der Darstellung von Qualifizierungsmaßnahmen, bei Hilfestellungen von Kooperationen und der Unterstützung bei Schnuppertrainingsplanungen.

Insgesamt wurden die jeweiligen Zusammentreffen als sehr hilfreich beschrieben. Ihr fragt euch wie der Prozess von Kontaktanfrage bis Nachbearbeitung aussieht? Im ersten Schritt bekundet der Verein Interesse an der Vereinsberatung durch Ausfüllen des Online-Formulars  auf der Homepage des SHFV. Anschließend bekommt ihr von uns eine E-Mail mit einem kurzen Fragenkatalog zugesendet. Gleichzeitig werden Hintergründe der Anfrage und Themenschwerpunkte erfragt, die der Verein gerne besprochen haben möchtet. Zudem bitten wir euch um drei Terminvorschläge. Anschließend beginnen wir mit der Vorbereitung auf die Vereinsberatung.  Wir informieren uns über den Verein und deren Gegebenheiten und bereiten uns gemäß der Themenschwerpunkte vor. Weitere Themen kommen oftmals im gemeinsamen Gespräch zum Ausdruck. Zumeist finden die Treffen im örtlichen Vereinsheim mit den ausgewählten Delegierten des Vereins statt. Bestmöglich sollen nun aktuelle Probleme des Vereins offen zur Aussprache gebracht werden. Anschließend versuchen die Vereinsberater passgenaue Lösungen und Angebote zu vermitteln. In dem ca. 90-minütigen Gespräch ist der Dialog von besonderer Wichtigkeit, damit die Probleme umfassend herausgearbeitet werden können. Nach Abschluss der Sitzung folgt die Nachbearbeitung. Das Besprochene wird verschriftlicht und ausgewertet. Auswertung bedeutet in diesem Fall die Auflistung weiterführender Links und die Vermittlung von Kontakten des jeweiligen Fachgebiets. Nun ist der Verein wieder am Zug und entscheidet welche Prozesse er anstoßen möchte. Gerne unterstützen wir ihn dabei mit einer Prozessbegleitung.

Bis Ende des Jahres sind weitere Termine in Planung (s. Karte), wobei zunächst abgewartet werden muss, in welchem Rahmen die Vereinsberatungen mit Blick auf die COVID-19-Pandemie stattfinden können. Ihr habt Interesse an einer Vereinsberatung? Dann meldet euch über das Online-Formular unter https://www.shfv-kiel.de/Vereinsberater an.

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