U16-Juniorinnen 14. beim Länderpokal in Duisburg
Schleswig-Holstein Fußballverbung

U16-Juniorinnen 14. beim Länderpokal in Duisburg

Nach einem 1:3 gegen Baden, einem 1:0 gegen Württemberg sowie zwei torlosen Unentschieden gegen Bayern und Berlin belegten die U16-Juniorinnen des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes beim Länderpokalturnier in Duisburg den 14. Platz von 22 teilnehmenden Mannschaften.

Im ersten Spiel gegen das starke Team aus Baden fehlte der SHFV-Auswahl in der Offensive die Durchschlagskraft. Der Gegner dagegen agierte aus einer kompakten Abwehr und führte zur Halbzeit verdient mit 2:0. Erst nach einem weiteren Gegentreffer der Badenerinnen gelang Außenstürmerin Jule Gloy der 1:3-Anschlusstreffer. Weitere Tore fielen nicht, so dass die Partie nach schwachem Spiel verdient mit 1:3 verloren ging.

Im zweiten Spiel gegen Württemberg begann der Gegner unter der Führung der aus dem SHFV stammenden Trainerin Sabrina Eckhoff mit druckvollem Angriffspressing. Die Abwehr und Torhüterin Mailin Wichmann standen aber sicher, so dass die Norddeutschen dem Druck gut standhielten. Mit leidenschaftlichem Gegenpressing kam das SHFV-Team immer besser ins Spiel und nach gut getimter Flanke von Spielmacherin Livinia Seifert köpfte die durchsetzungsstarke Mittelfeldspielerin Vivian Philipkowski das verdiente 1:0. Auch im zweiten Durchgang begann die SHFV-Auswahl stark, konnte aber nicht das wichtige zweite Tor erzielen. Die schnelle Jule Gloy scheiterte nach starkem Alleingang am Innenpfosten. Württemberg wurde immer stärker, aber die Abwehr um Mannschaftsführerin Nele Ketelsen hielten dem Ansturm stand und brachte das 1:0 über die Zeit.

Auch im dritten Spiel wartete ein vermeintlich übermächtiger Gegner aus dem Süden. Der Bayerische Fußballverband stellt eines der stärksten Teams in Deutschland und ist von Schleswig-Holstein nur an einem „Supertag“ zu schlagen. Über eine kompakte Abwehr sollten immer wieder „Nadelstiche“ gesetzt werden, die den Gegner beschäftigen. Das gelang eindrucksvoll durch eine starke Teamleistung, bei der dem Gegner wenig Raum gelassen wurde. Immer wieder angetrieben durch die auffälligen Mittelfeldspielerinnen Livinia Seifert und Friederike Nagorny konnte sich das Team aus der Umklammerung der Bayerinnen befreien. Bis zum Ende blieb es bei dem stark verteidigten 0:0, das sich die Mädchen aus Schleswig-Holstein nach großem Kampf verdient hatten.

Im letzten Spiel traf der SHFV auf den Berliner Fußball-Verband, den das schleswig-holsteinische Team erst im Februar beim Gemeinschaftslehrgang mit 4:0 schlagen konnte. Dementsprechend selbstbewusst und mutig ging der SHFV in das Spiel. Doch die Partie gegen die Bayern hatte zu viel Kraft gekostet, so dass man froh sein konnte, dass die Defensive nichts anbrennen ließ. Nach dem gerechten torlosen Unentschieden stand der SHFV am Ende mit fünf Punkten und 2:3 Toren auf dem 14. Platz – etwas schwächer, als es sich Verbandssportlehrer Dieter Bollow und sein Team vorgenommen hatten. Die Mannschaft gehörte zu den jüngsten im Turnier (6 x Jahrgang 2001, 10 x Jahrgang 2002) und hatte mit Bayern, Baden und Württemberg gegen drei wirklich starke Gegner gespielt.

Etwas Wehmut kam bei der Abschlussbesprechung auf, als Spielmacherin und Nationalspielerin Livinia Seifert vom Team verabschiedet wurde. Alle wünschten ihr viel Glück und Erfolg in ihrer ab Sommer neuen Mannschaft, dem VfL Wolfsburg. Freuen durfte sich die noch dem SV Eichede angehörende Mittelfeldspielerin über die Berufung zur Länderspielreise nach Prag. Ebenfalls Grund zur Freude hatten Jule Gloy (Einladung zum Acht-Nationen-Turnier in Italien), Mailin Wichmann (Berufung zum DFB-Torhüterinnen-Lehrgang) und Friederike Nagorny (Einladung zum DFB-U16-Sichtungslehrgang).

Folgende Spielerinnen waren beim Länderpokal dabei: Mailin und Leonie Wichmann (beide TSV Trittau), Marie Charlott Gerau (Ratzeburger SV), Helen Bier (TSV Bargteheide), Meri Lüpke (SG Holstein Süd), Elmira Demiri und Annika Marcinkowski (beide SpVg Eidertal Molfsee), Anna Marie Born (SSC Hagen Ahrensburg), Nele Ketelsen, Livinia Seifert, Friederike Nagorny, Vivian Philipkowski (alle SV Eichede), Lia Geerke, Nele Carolus (beide SV Henstedt-Ulzburg), Jule Gloy (VfL Kellinghusen), Anna Ljuljic (TuS Nortorf).

Zurück