Stellungnahme des SHFV zu Medienberichten
Schleswig-Holstein Fußballverbung

Stellungnahme des SHFV zu Medienberichten

Im Folgenden nimmt der Schleswig-Holsteinische Fußballverband Stellung zu den aktuellen in den Medien dargestellten Aussagen zu seiner Finanzsituation.

Es ist richtig, dass es innerhalb der Finanzabteilung des Verbandes einen Vertrauensschaden durch einen hauptamtlichen Mitarbeiter gegeben hat. Nicht richtig ist, dass es sich hierbei um einen ehrenamtlichen Funktionär des Verbandes handelt. Der Vorgang ist sämtlichen Gremien des Verbandes ebenso wie den zuständigen Ermittlungsbehörden und Versicherungsunternehmen umgehend und ordnungsgemäß gemeldet worden.  Die zuständigen Gremien des Verbandes haben sich darauf verständigt, keine öffentliche Stellungnahme abzugeben, solange es sich um ein laufendes Verfahren mit Blick auf die strafrechtliche und versicherungstechnische Aufarbeitung handelt.

Dieser Vertrauensschaden hat erhebliche Auswirkungen auf die Finanzsituation des Verbandes. Gleichwohl ist er nicht der alleinige Beweggrund für notwendige Einsparungsmaßnahmen in allen Bereichen der Verbandsarbeit sowie für die Erhöhung von Einnahmepositionen mit Blick auf das Dienstleitungsangebot des Verbandes gegenüber seinen Vereinen, zumal die Summe des Vertrauensschadens durch eine Vorschusszahlung des DFB in voller Höhe kompensiert werden konnte. Vielmehr muss der Fußball in Schleswig-Holstein und die Einnahmesituation des Verbandes  seit Jahren mit dem strukturellen Nachteil leben, nicht in gleichem Maße wie andere Landesverbände in Deutschland von den Zuschauereinahmen der Profivereine  zu profitieren. Ferner erheben andere Landesverbände bereits seit Längerem für ihre Dienstleitungen deutlich höhere Gebühren zum Beispiel in Form von Nenngeldern. Hier ist eine Angleichung in allen Bereichen aus Sicht des Verbandes notwendig, um die den Vereinen und Mitgliedern zugutekommenden Dienstleistungen in gewohnter Qualität aufrechterhalten zu können. Die Diskussion darüber, in welcher Form und Höhe und in welchen Schritten diese Angleichungen vorgenommen werden können, soll am kommenden Samstag auf der 2. ordentlichen Beiratsversammlung mit den Vertretern der Kreisfußballverbände geführt werden.  Die Zustimmung zu den vom Vorstand des SHFV vorgeschlagenen Ausgabenkürzungen, die sich zum größten Bedauern aller Beteiligten auch auf die personelle Situation des Verbandes auswirken, und den Erhöhungen der Einnahmesituation oder zu weiteren etwaig am Samstag durch den Beirat vorzuschlagenden Maßnahmen soll zu einem ausgeglichenen Haushalt für das Jahr 2016 führen.

Die geäußerten Vermutungen, der Uwe Seeler Fußball Park, die Sportschule des Verbandes in Malente, sei der Hauptgrund für die Sparmaßnahmen, ist so nicht korrekt. „Als Aus- und Fortbildungsstätte des Verbandes ist der Standort Malente natürlich defizitär, das ist aber seit Bestehen der Sportschule der Fall“, so Tobias Kruse, kaufmännischer Leiter des USFP, der ergänzt: „Wir haben mit dem Umbau aber nun das mittelfristige Ziel und erstmals auch die Möglichkeiten, dieses Defizit sukzessive zu verringern und langfristig jeden Euro einzunehmen, den wir dort ausgeben.“ Die positive Entwicklung für das Jahr 2016 wird auch von den Buchungszahlen bestätigt: allein im Januar des laufenden Jahres konnte der Umsatz um 35 % gesteigert werden. Vor allem aber hat der SHFV mit dem Umbau des verbandseigenen Uwe Seeler Fußball Parks in Höhe von 3,6 Millionen Euro eine wichtige Wertanlage geschaffen.

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