SHFV heißt Flüchtlinge willkommen!
Schleswig-Holstein Fußballverbung

SHFV heißt Flüchtlinge willkommen!

„Wir sind zutiefst beeindruckt von dem Engagement, das unsere Vereine bei der Unterstützung von Flüchtlingen leisten“, sagt Kerem Bayrak, Integrationsbeauftragter im Vorstand des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes. „Auch wir als Verband heißen alle Schutzsuchende vor Krieg und Verfolgung bei uns im Land herzlich willkommen und setzen uns zusammen mit dem Deutschen Fußball-Bund für die Integration und Unterstützung der zu uns kommenden Menschen nach Kräften ein. Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung haben bei uns in Schleswig-Holstein keinen Platz und werden auch im Fußball in keiner Weise geduldet“, so Bayrak weiter.

Der SHFV ruft seine Vereine dazu auf, auch weiterhin eine aktive Willkommenskultur zu leben und den Menschen, die nach traumatischen Erlebnissen auf ihrer Flucht in das Land zwischen den Meeren kommen, ihre Ankunft zu erleichtern und bei der Bewältigung ihres neuen Alltages zu helfen. Hierbei zählt auch jede kleine Geste, und der Fußball kann eine enorm wichtige Rolle spielen. Unser Sport kann den Menschen helfen, zumindest für kurze Zeit die schrecklichen Erlebnisse, die im jeweiligen Herkunftsland und auf der Flucht erlitten wurden, zu vergessen. Außerdem ist die universelle Sprache des Fußballs prädestiniert, um erste Kontakte zwischen den Flüchtlingen und den Schleswig-Holsteinern zu knüpfen und die Integration in das Leben vor Ort zu erleichtern. Hier muss und kann der Fußball eine führende Rolle einnehmen. Der SHFV bittet alle seine Mitglieder, dabei zu helfen und freut sich in diesem Zusammenhang sehr, dass der DFB zugesagt hat, seine Flüchtlingshilfe-Initiative „1:0 für ein Willkommen“ bis 2019 zu verlängern.

Die Initiative war ursprünglich für den Zeitrahmen 2015 und 2016 angelegt und mit 600.000 Euro budgetiert. Die Projektleitung hat die DFB-Stiftung Egidius Braun, Geldgeber sind der DFB, die Nationalmannschaft und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration und Flüchtlinge, Aydan Özoguz.

Die Grundidee der Initiative ist denkbar einfach: Vereine, die Flüchtlingen Fußballangebote machen, werden finanziell unterstützt. Je Verein werden 500 Euro ausgezahlt, um so Kosten abzufedern, die durch die Aufnahme von Flüchtlingen entstehen – von der anfänglichen Beitragsbefreiung über den Kauf der ersten Fußballschuhe bis zur Finanzierung eines zusätzlichen Sprachkurses. Seit dem Auftakt am 19. März in Berlin haben sich bundesweit rund 600 Vereine beworben, fast alle Anträge sind bearbeitet und die Mittel überwiesen.

Antragsberechtigt sind alle Vereine im SHFV, die sich um Flüchtlinge kümmern. Die Anträge sind per Post oder per E-Mail an die Geschäftsstelle der DFB-Stiftung Egidius Braun (Sövener Straße 50, 53773 Hennef oder info@egidius-braun.de) zu richten. Diese Anträge werden dann durch die Stiftung geprüft und gegebenenfalls bewilligt.

Förderungswürdige Engagements sind zum Beispiel ein offenes Spielangebot auf dem Vereinsgelände, ein Engagement in Gemeinschaftsunterkünften, die Begleitung bei Behördengängen, Besuche in Übergangswohnheimen, die Bereitstellung von Trainingstextilien oder auch das Integrieren von Flüchtlingen in Mannschaften. Dies sind nur wenige Beispiele für eine mögliche Förderung, die die Stiftung anerkennt. 

Eine einmalige Unterstützung von 500 Euro deckt natürlich nicht alle Kosten der Vereine, die sich um Flüchtlinge kümmern, doch es ist zumindest eine kleine Finanzspritze und ein kleines Dankeschön. Ein weiteres wichtiges Element der Unterstützung ist die Aufnahme der Spielerinnen und Spieler in die Mannschaften, die am Spielbetrieb teilnehmen.

Schnelle Hilfe bei der Beantragung von Spielerpässen erhalten Sie direkt über die Passstelle des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes unter j.kaack@shfv-kiel.de oder 0431/6486-160. Erforderliche Informationen sowie Antragsunterlagen finden Sie unter http://www.shfv-kiel.de/erstausstellungen.

Allgemeine Informationen rund um das Thema „Fußball mit Flüchtlingen“ finden Sie in der DFB-Broschüre „Fußball mit Flüchtlingen“. Des Weiteren stehen wir Ihnen zu diesem Thema unter 0431/6486-257 oder t.cassel@shfv-kiel.de gerne zur Verfügung.

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