Neues Projekt: „Fußball Interkulturell/Integrativ“
Schleswig-Holstein Fußballverbung

Neues Projekt: „Fußball Interkulturell/Integrativ“

Justizministerin Anke Spoorendonk hat am Montag, den 10. April 2017, im Uwe Seeler Fußball Park in Bad Malente den Startschuss für drei kriminal- und gesellschaftspolitisch völlig neue und bedeutsame Resozialisierungsprojekte gegeben. Es handelt sich um erzieherisch-pädagogisch wirkende Maßnahmen, die aufkeimendes kriminelles Verhalten bei jungen Flüchtlingen nachhaltig verhindern und zu besserer gesellschaftlicher Integration beitragen sollen. „Erziehung und Haftvermeidung sind Haftstrafen vorzuziehen, wenn es denn die begangene Straftat zulässt. Alle Rückfalluntersuchungen und die kriminologische Forschung zeigen uns, dass eine gelingende Resozialisierung und damit auch der beste Opferschutz vorrangig durch behandlungsorientierte ambulante Sanktionen zu erreichen ist“, erklärte Justizministerin Spoorendonk.

Neben dem Anti-Gewalt-Training „Dost“, für das das Kieler Antigewalt- und Sozialtraining (KAST) verantwortlich ist, sowie dem Projekt „Integration durch Integrierte“ des Deutschen Roten Kreuzes gehört das Projekt „Fußball Interkulturell/Integrativ“, dessen Träger der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV), die Grone Bildungszentren, der Verein Anstoß! Bundesvereinigung für soziale Integration durch Sport sowie die Kanzlei für Konfliktmanagement und Mediation sind, zu den geförderten Projekten, die eng mit der Justiz kooperieren werden.

Das Projekt „Fußball Interkulturell/Integrativ“ stellt einen sozialen Trainingskurs dar, welcher sich durch eine Kombination aus Qualifizierung und Integration auszeichnet. Die erste Säule der Qualifizierung beinhaltet eine Ausbildung zum „social street soccer coach“, welche durch den Anstoß! e.V. durchgeführt wird. Die beiden darauffolgenden Säulen der Qualifizierung werden durch die Kanzlei für Konfliktmanagement und Mediation geleitet und beinhalten sowohl ein Gewaltpräventionstraining als auch ein Demokratietraining. Die Einheiten finden zentral an drei Wochenenden im Uwe Seeler Fußball Park statt. Begleitend zu der Qualifizierung kontaktiert der SHFV zusammen mit den Teilnehmern gleichzeitig mit dem Eintritt in die Trainingsmaßnahme die regionalen Fußballvereine. Ziel ist es dabei, die Trainingskurs-Teilnehmer nachhaltig in die Vereine zu integrieren.

Der Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands, Hans-Ludwig Meyer, sagt: „Das Projekt ‚Fußball Interkulturell/Integrativ‘ als Form alternativer Sanktionsmaßnahmen ist inhaltlich ideal anschlussfähig an die Maßnahmen des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes zum Thema Flüchtlingsunterstützung wie etwa die Aktion ‚2:0 für ein Willkommen‘ oder das Projekt ‚Soziale Integration von Flüchtlingen durch Fußball‘.“

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