MTV Stuttgart wird erneut Deutscher Meister in Blindenfußball
Schleswig-Holstein Fußballverbung

MTV Stuttgart wird erneut Deutscher Meister in Blindenfußball

Fast 3.000 Zuschauer säumten über den Tag verteilt das eigens auf dem historischen Markplatz in Lübeck aufgebaute 50x25m-Kunstrasenspielfeld, auf dem am 13. September der Finalspieltag der Blindenfußballbundesliga (DBFL) ausgetragen wurde. Groß war der Jubel bei den Aktiven und den begeisterten Zuschauern, als Titelverteidiger MTV Stuttgart nach einem 1:0-Sieg gegen Blau-Gelb Marburg erneut die Deutsche Meisterschaft sicherstellen konnte. Dritter wurde nach ebenfalls überzeugender Leistung die Mannschaft des Chemnitzer FC, die gegen ISC Dortmund 1:0 gewann und gleichzeitig von der 0:1-Niederlage des VfB Gelsenkirchen  gegen den FC St. Pauli profitierte. Für blinde und sehbehinderte Menschen wurden die Partien vor Ort durch zwei Live-Berichterstatter kommentiert, sehende Fans hatten die Gelegenheit, das Geschehen mit geschlossenen Augen und mit Kopfhörern nachzuvollziehen.

Die DFB Sepp-Herberger-Stiftung richtet seit dem Jahr 2008 die Blindenfußball-Bundesliga zusammen mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) und dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) aus. Möglich wurde die Austragung des Spieltages in Lübeck erst durch die Unterstützung der Sparda-Bank Hamburg, des langjährigen Premiumpartners des SHFV. „Dafür möchte ich mich an dieser Stelle in besonderer Form ganz herzlich auch im Namen der Aktiven bedanken“, so SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer. „Das soziale Engagement der Sparda-Bank Hamburg, das sich auch auf die Förderung des Blindenfußballs bezieht, ist absolut beispielhaft“, so Meyer weiter.

Die Sparda-Bank Hamburg war in Lübeck vertreten durch Wolfgang Hanus, Direktor Marktbereich Nord, und Tim Wind, Filialdirektor Lübeck. Im Rahmen des Sparda-Sportiv-Programms konnten Zuschauer beim „Sparda Sportiv-Laufrad“ Sportstunden für einen guten Zweck sammeln oder bei der Verlosung in der Halbzeitpause zwei Tickets für das Finale im DFB-Pokal gewinnen.  Zudem bestand die Möglichkeit sich bei den Infoständen der DFB-Stiftung Sepp Herberger, des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes und des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein über den Blindenfußball zu informieren.

SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer überreichte zusammen mit DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg die offizielle DFB-Meisterplakette an die Stuttgarter. „Ich war bereits vor zwei Jahren in Neumünster, das Niveau hat sich enorm weiterentwickelt”, lobte Meyer. Auch der frühere Bundesinnenminister Dr. Rudolf Seiters war als Kuratoriums-Mitglied der Sepp-Herberger-Stiftung zu Gast. „Ich bin fasziniert davon, wie die jungen Leute bei dieser Sportart Freude haben. Jeder, der beim Blindenfußball dabei ist, kommt mit ganz neuen Eindrücken nach Hause”, sagte Seiters, seit November 2003 Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. Und auch Wolfgang Hanus von der Sparda-Bank Hamburg zeigte sich beeindruckt: „Es war großartiger Sport, der den Zuschauern hier den ganzen Tag über geboten wurde. Wir als Sparda-Bank Hamburg haben diese Veranstaltung sehr gerne unterstützt und hoffen, dass die Anerkennung und Popularität des Blindenfußballs weiter ansteigt. Das haben die Aktiven mehr als verdient. Und vielleicht spielt ja auch mal ein schleswig-holsteinischer Verein in der Blindenfußball-Bundesliga.“

Alle Ergebnisse und die Abschlusstabelle finden Sie auf www.blindenfussball.de.

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