Marburg erneut Blindenfußball-Meister
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Marburg erneut Blindenfußball-Meister

Der alte und neue Deutsche Meister im Blindenfußball heißt Sportfreunde Blau-Gelb Blista Marburg. Vor rund 1000 Zuschauern feierten die Nordhessen bei hochsommerlichen Temperaturen am 10. September in Rostock den Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Blindenfußball. Nach einem 2:0 gegen den MTV Stuttgart schloss der alte und neue Deutsche Meister die Saison 2016 ohne Punktverlust ab. Der DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg und DFB-Vorstandsmitglied Joachim Masuch auf dem Neuen Markt in Rostock die Meisterschale an die beste Blindenmannschaft Deutschlands.

"Der Fußball grenzt nicht aus. Unsere Aktivitäten beim Handicap-Fußball sind immer inklusiv ausgerichtet. Ziel ist es, behinderte Menschen in ganz normale Fußballvereine einzugliedern", sagte Gehlenborg, der im DFB-Präsidium die Themen der Nachhaltigkeit vertritt und nach Rostock gereist war, um den alten und neuen Meister Marburg zu ehren. Der Niedersachse ist Vorsitzender der Sepp-Herberger-Stiftung, die zusammen mit dem Deutschen Behindertensportverband sowie dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband den Ligabetrieb seit dem Jahr 2008 organisiert.

Wie am Samstag auf dem Neuen Markt mitten in der Rostocker City, werden einzelne Spieltage der Liga auf den großen Plätzen in den Innenstädten ausgetragen. Mit dem FC St. Pauli, 1860 München und Schalke 04 sind gleich drei Klubs aus der "sehenden" Bundesliga bzw. 2. Bundesliga mit einem Team in der Liga vertreten. Titelverteidiger Marburg, dem schon vor dem Spieltag die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen war, feierte den vierten Titelgewinn seit Gründung der DBFL. Die DBFL ist die einzige nationale Fußballliga für blinde und sehbehinderte Menschen in Europa.

Durch die Niederlage der Stuttgarter rutschte der Chemnitzer FC auf den zweiten Platz, den dritten Platz in der Abschlusstabelle belegte der FC St. Pauli, der damit seine beste Platzierung in der Liga einfuhr.
Bester Torschütze der Saison war der erst 16-jährige Jonathan Tönsing vom FC St. Pauli mit 15 Toren. Als bester Spieler der Saison wurde Stuttgarts Alexander Fangmann ausgezeichnet.

 

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