Landesliga-Schiris mit positiver Zwischenbilanz
Schleswig-Holstein Fußballverbung

Landesliga-Schiris mit positiver Zwischenbilanz

Jan-Christoph Kermer (links) wurde aus dem Kreis der LK2-Schiedsrichter verabschiedet, Christian Meyer für seine Leistungen geehrt.

Während die Landesliga-Vereine derzeit auf dem Transfermarkt „wühlen“, blicken die Schiedsrichter dieser Spielklasse auf die Hinrunde zurück. Der Verantwortliche Björn Adler geht traditionell auf die wichtigsten Ereignisse ein und hatte demnach eine kurze Liste. „Die Spiele verliefen überwiegend reibungslos. Die Schiris waren selten ein Thema, was ein gutes Zeichen ist“, so Adler.  Für die Unparteiischen ist die Halbzeittagung aber mehr als nur eine kurze Rückschau. Denn für die ambitionierten Schiedsrichter geht es schließlich um den Aufstieg in die Flens-Oberliga. Und nicht nur sie selbst, auch die Verantwortlichen ziehen ein Zwischenfazit, um zu sehen, wer an welcher Stelle im Ranking steht. Umso spannender ist der Notendurchschnitt, der den Schiedsrichtern anonym gezeigt wird, aber durchaus eine eigene Einordnung zulässt.

Die Wichtigkeit der Veranstaltung wird nicht zuletzt dadurch deutlich, dass mit Stefan Wiese, Siegfried Scheler und Norbert Richter drei Mitglieder des Schiedsrichterausschusses anwesend waren, die ansonsten für die Spitzenschiedsrichter zuständig sind. So wurde im zweiten Teil der Tagung der Blick auf die Rückrunde gelegt und mit den Lehrwarten Richter und Sven Andresen das Thema Teamarbeit intensiv aufgearbeitet. Ein Beispiel: Wenn der Ball unter die Torlatte knallt, schauen alle zuerst zum Assistenten an die Seite. Denn er hat eine viel bessere Sicht auf die Torlinie als der Schiedsrichter auf dem Feld und kann am besten beurteilen, ob der Ball hinter der Linie war oder nicht. Aber wie ist es bei Strafraumszenen, Laufduellen oder Flanken? Wer entscheidet auf Handspiel und wie wird das kommuniziert? Antworten auf diese Fragen haben die Schiedsrichter erarbeitet. Norbert Richter sagt: „Erfahrung ist das A und O. Und nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch anhand von Videos können Schiedsrichter Erfahrungen sammeln. Denn hier können wir das Bild anhalten und ins Detail gehen. Es gilt, Muster zu erkennen und diese auf dem Spielfeld schnell umzusetzen. Das ist ein sehr intensives Training.“

Aber nicht nur die Leistung auf dem Platz zählt. Ehrenamtliches Engagement abseits des Spielfeldes ist ebenfalls von großer Bedeutung und wird von den Verantwortlichen honoriert. In diesem Jahr wurde Christian Meyer vom SV Grün-Weiß Todenbüttel aus dem KFV Rendsburg-Eckernförde deshalb zum Landesliga-Schiedsrichter des Jahres 2018 gekürt. Adler betonte in seiner Laudatio die vielen Ämter und Aufgaben, die der 21-Jährige nicht nur im Kreis, sondern auch auf Verbandsebene übernommen hat. Hierzu zählen vor allem die Schiedsrichtergewinnung durch das Schiedsrichterpraktikum und die Ausbildung und Förderung junger Talente. Mit Jan-Christoph Kermer wurde zudem ein langjähriger Schiedsrichter verabschiedet. Adler bedankte sich bei dem zuverlässigen Kameraden für seinen Einsatz und überreichte ihm eine Urkunde und ein Präsent des Verbandes.

Zurück