Landesauswahl-ID mit guter Leistung bei Deutscher Meisterschaft in Rostock
Schleswig-Holstein Fußballverbung

Landesauswahl-ID mit guter Leistung bei Deutscher Meisterschaft in Rostock

Die Schleswig-Holsteinische Landesauswahl-ID hat bei der Deutschen Meisterschaft der Bundesländer für Menschen mit einem geistigen Handicap in Rostock ein gutes Turnier gespielt und sich den fünften Platz durch einen 4:0-Sieg gegen die Landesauswahl aus Bayern gesichert. 

Begonnen hatte das Turnier, welches unter der Schirmherrschaft von Hansa Rostock-Legende Juri Schlünz stand, am 12. Juni mit der Eröffnungsfeier und der Auslosung im Rostocker Ostseestadion. Den sportlichen Start in das Turnier erlebte der Titelverteidiger aus Schleswig-Holstein am darauffolgenden Tag mit einem souveränen 2:0 Auftaktsieg gegen Niedersachsen und sammelte damit Selbstvertrauen für den Rest des Turniers. Nach einer kurzen Findungsphase hatte die Mannschaft von Landesauswahltrainer Sebastian Grätsch das Spiel gut im Griff, konnte die Überlegenheit aber zunächst nicht in Tore umwandeln. Ein Doppelschlag kurz vor der Pause sorgte dann für die Entscheidung. Nach Freistößen von Jamie Speth war Sultan Gushani zweimal zur Stelle. 

Im nächsten Gruppenspiel ging gegen den spielerisch überlegenen Titelfavoriten aus Nordrhein-Westfalen der Matchplan zunächst voll auf. Das Team aus NRW hatte zwar spielerische Vorteile, aber mit großer Leidenschaft und etwas Glück, konnten die Schleswig-Holsteiner lange das 0-0 halten. Als der Gegner dann langsam unruhig und hektisch wurde, konnten zwei Großchancen jedoch leider nicht verwertet werden. Kurz vor dem Abpfiff wurde dann unglücklicherweise eine Ecke zu unachtsam verteidigt, sodass doch noch das 0:1 fiel.
Co-Trainer Jan Müller war nach dem Spiel zwar enttäuscht, aber nicht unzufrieden: „Die Truppe hat wieder einmal gezeigt zu welcher großartigen Teamleistung sie fähig sein kann.“

Am Mittwochvormittag stand dann das letzte und entscheidende Gruppenspiel gegen die Auswahl aus Hessen auf dem Programm. Aufgrund des Torverhältnisses mussten die Schleswig-Holsteiner gewinnen, um ins Halbfinale einzuziehen. Doch leider kam es dann doch ganz anders als geplant.Nach einer 10- minütigen Findungsphase gegen die hochmotivierten und bissigen Hessen fing die Mannschaft an dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. In dieser Phase pfiff der Schiedsrichter jedoch einen strittigen Handelfmeter, welcher im Nachschuss verwandelt werden konnte und damit die Führung für die Hessen bedeutete. Bei zunehmender Hektik im Spiel fielen vor der Pause, wie aus dem Nichts auch noch das 0:2 und 0:3. Der Versuch doch noch die Sensation zu schaffen, wurde in der zweiten Halbzeit durch zwei Kontertore relativ schnell zunichte gemacht. Landesauwahltrainer Sebastian Grätsch resümierte nach dem letzten Gruppenspiel: „Unsere Jungs haben sich in diesem hitzigen Spiel, trotz des hohen Rückstandes und der Enttäuschung, nicht gehen lassen und haben sich sehr anständig verkauft. Da dies im ID-Fußball, aufgrund einer oftmals vorhandenen sehr niedrigen Frustrationsschwelle, nicht selbstverständlich ist, gebührt der Mannschaft dafür höchstes Lob.“

Im Platzierungsspiel, nur 2 Stunden nach der Enttäuschung aus dem Hessenspiel, zeigte die Mannschaft noch einmal, welch klasse Moral in der Truppe herrscht. Mit einem nie gefährdeten 4:0-Sieg gegen Bayern den sicherte sie sich den fünften Platz und sorgte somit für einen versöhnlichen Abschluss.
Die Tore bei diesem ungefährdeten Sieg schossen: Dennis Gollan (2), Sultan Gushani und Marcel Brammen.
Das Finale spielten dann die Gruppengegner der Schleswig-Holsteiner NRW und Hessen unter sich aus. Die Mannschaft aus NRW gewann im Elfmeterschießen und sicherte sich damit zum achten Mal im neunten Meisterschaftsturnier den Titel. Es bleibt also dabei, dass die Mannschaft aus Schleswig-Holstein nach dem Titel im letzten Jahr die bisher einzige Mannschaft war, die die Dominanz der NRW-Auswahl durchbrechen konnte.

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