HLM in Lübeck: H-U verteidigt Titel bei den Frauen
Schleswig-Holstein Fußballverbung

HLM in Lübeck: H-U verteidigt Titel bei den Frauen

Kaltenkirchen und Holstein triumphieren bei den C-&B-Juniorinnen

Die Hallenlandesmeisterschaften der Frauen und Juniorinnen in der Lübecker Hansehalle am zurückliegenden Wochenende waren aus Sicht des SHFV ein voller Erfolg. Denn es wurde nicht nur guter Sport geboten, sondern auch die Zuschauerränge, insbesondere bei den Frauen (400 zahlende Besucher), waren jeweils gut gefüllt und die Einlaufprozedur bei allen Turnieren sowie die Begleitung durch eine professionelle Moderation kamen bei den Beteiligten positiv an.

Beim ersten der drei weiblichen Landesentscheide setzte sich der FSC Kaltenkirchen bei den C-Juniorinnen am Samstag im Finale gegen den SV Frisia 03 Risum Lindholm nach 6m-Schießen mit 7:6 (2:2 nach regulärer Spielzeit) durch. Spannender hätte das Finale nicht sein können. Beide Teams hatten zuvor ihre jeweiligen Vorrundengruppen als Erster abgeschlossen und zeigten dabei großen Offensivdrang. Der FSC Kaltenkirchen bekam es im ersten Halbfinale mit dem Zweitplatzierten der Gruppe B zu tun, der MSG Steinhorst-Krummesse, und bewies seine Qualitäten in der Offensive. Durch ein 2:0 Sieg stand der erste Finalist fest, ehe der SV Frisia 03 Risum Lindholm das zweite Halbfinale gegen den TuS Felde vor der Brust hatte. Dieses Halbfinale blieb bis zum Schluss spannend und ausgeglichen, sodass eine Entscheidung im 6m schießen ermittelt werden musste. Hier konnten sich die Nordfrieseninnen mit 4:2 durchsetzen und feierten den Finaleinzug, der dann aber wie beschrieben zu Gunsten von Kaltenkirchen endete. 

Bei der anschließenden Siegerehrung  freuten sich die Finalisten über die Siegprämien in Höhe von 200,- € und 100,- €.  Den Futsal-Ball für den dritten Platz erhielten die Juniorinnen des TuS Felde, die sich im Entscheidungsschießen gegen Steinhorst-Krummesse durchgesetzt hatten. Die Teams von FSC Kaltenkirchen und Frisia 03 sicherten sich durch ihren Finaleinzug ebenfalls die Teilnahme an der Norddeutschen Meisterschaft.

Bei den B-Juniorinnen am Tag darauf dominierten dann die Spielerinnen von Holstein Kiel von Anfang bis Ende das Geschehen und boten dabei begeisternden Hallenfußball. Mit neun Punkten und 10:0 Toren sicherten sich die Mädels aus des Landeshauptstadt den Sieg in der Gruppe B vor TuRa Meldorf (4 Punkte).  In der Gruppe A setzte sich der SV Frisia 03 Risum-Lindholm als Vorrundenerster mit sieben Punkten durch. Spannend war aber der Kampf um den zweiten Halbfinalplatz. In der letzten Partie zwischen dem TSV Kropp und der MSG Steinhorst-Krummesse sollte die Entscheidung fallen. Den Lauenburgerinnen hätte bereits ein Unentschieden zum Weiterkommen gelangt, aber der Kreisligist aus Kropp schlug den Oberligisten überraschend mit 1:0 und zog somit in die Endrunde ein.

Dort gab es allerdings eine deutliche 0:9 Niederlage gegen die KSV Holstein, die sich mit laufender Turnierdauer in einen Rausch spielte.  Das vorherige Semifinale zwischen Risum-Lindholm und TuRa Meldorf war ebenfalls eine klare Angelegenheit. Mit 5:0 gewann Frisia und zog damit, wie schon die C-Juniorinnen am Vortag, ins Finale ein. Nachdem sich die Meldorferinnen in einem teils dramatischen Entscheidungsschießen gegen den TSV Kropp den dritten Platz gesichert hatten, kam es somit zum Show down zwischen Holstein und Risum-Lindholm. Aber auch die Nordfriesinnen hatten der Offensivkraft der Störchinnen nur wenig entgegenzusetzen. 5:1 hieß es am Ende für die Kielerinnen, die bei der folgenden Siegerehrung ihren ausscheidenden Trainer Daniel Bergamo mit dem Erhalt des Landesmeisterpokals, der 200,- € Siegprämie und einem selbstkomponierten Song gebührend verabschiedeten. Mit Holstein und Frisia sendet der SHFV nunmehr zwei starke Teams ins Rennen um die norddeutsche Meisterschaft.

Den Abschluss des langen HLM-Wochenendes bestritten vor prall gefüllter Tribüne die Frauen. Ein Regionalligist, fünf Oberligisten und zwei Landesligisten hatten sich für diesen Landesentscheid qualifiziert. Dass am Ende die höchst spielende Mannschaft auch tatsächlich ganz oben stand, hätte man kurz vor Ende der Vorrunde aber im Grunde nicht mehr für möglich gehalten. Denn die Regionalligavertretung vom SV Henstedt-Ulzburg hatte in der Gruppe A nach einem knappen 1:0 Auftaktsieg gegen den Heider SV (Landesliga) im zweiten Spiel eine deutliche 0:4 Niederlage gegen die ebenfalls favorisierte Oberliga-Spielgemeinschaft Ratekau-Sereetz um Torjägerin Madeline Gieseler hinnehmen müssen. Doch die Ostholsteinerinnen hatten ihrerseits das erste Spiel gegen den zweiten Landesligisten Ratzeburger SV mit 0:1 verpatzt. Nach dem 2:0 Erfolg von Ratzeburg gegen Heide standen somit beide Top-Teams gehörig unter Druck, um das Halbfinale noch aus eigener Kraft zu erreichen. Henstedt-Ulzburg hätte für einen sicheren Einzug in die Endrunde einen Sieg mit drei Toren gegen Ratzeburg benötigt, schaffte aber nur einen 2:0 Erfolg, womit Außenseiter Ratzeburg sicher im Semifinale stand. Die Segebergerinnen hatten zu diesem Zeitpunkt schon mit dem Turnier abgeschlossen, denn ein Sieg der FSG Ratekau-Sereetz gegen Heide schien eine sichere Angelegenheit zu sein. Doch Pech und Unvermögen im Abschluss sowie eine überragende Torhüterin Bianca Schultz sorgten in der letzten Partie der Gruppe A für eine faustdicke Überraschung. Trotz zahlreicher, glasklarer Chancen erzielte der Oberligist in 13 Spielminuten nicht einen Treffer und auf der Gegenseite gelang Heide der eine notwendige Treffer zum unerwarteten Coup. Verdutzte Gesichter bei Ratekau-Sereetz und Henstedt-Ulzburg, allerdings mit positiver Prägung auf Seiten des Regionalligisten.

Eng ging es aber auch in der anderen Vorrundengruppe zu. Mit nur zwei Toren aus drei Begegnungen, aber am Ende sieben Punkten auf dem Konto rangierte der TSV Vineta Audorf am Ende auf Platz der Gruppe A. Den zweiten Halbfinalplatz machten die SSG Rot-Schwarz Kiel und der SSC Hagen Ahrensburg unter sich aus. Nach der 1:2 Niederlage gegen Ahrensburg im direkten Vergleich benötigten die Kielerinnen im letzten Gruppenspiel einen Erfolg mit zwei Toren Differenz zum Weiterkommen. Nach dem erlösenden 1:0 Führungstreffer drehten die Rot-Schwarzen erst richtig auf und besiegten am Ende den SV Frisia 03 Risum-Lindholm mit 6:0. Damit kam es zu den beiden Halbfinalpartien Vineta Audorf gegen Henstedt-Ulzburg und Rot-Schwarz Kiel gegen Ratzeburg. In diesen setzten sich die jeweils höherklassigen Teams vom SV H-U (1:0) und R-S Kiel (3:0) wie erwartet durch.

Nachdem Ratzeburg sein Turnier mit dem 1:0 Erfolg im Spiel um Platz gegen Vineta endgültig veredelt hatte,  wurde das letzte Finale des Wochenendes gespielt. Dieses bot abermals Spannung pur. Beide Teams, Henstedt-Ulzburg und Rot-Schwarz, versteckten sich nicht und wollten die Entscheidung erzwingen. So ging der Regionalligist auch mit 1:0 in Führung, doch die Kielerinnen glichen verdient wieder aus. Kurz vor Ende kam es dann zur entscheidenden Situation, als Rot-Schwarz eine 2:1Überzahlsituation nicht in einen eigenen Treffer umwandeln konnte und im direkten Gegenzug auf der anderen Seite Henstedt-Ulzburg das 2:1 erzielte. Trotz aller Bemühungen vermochte der Oberligist es nicht, diesen Rückstand nochmals zu egalisieren. Den Vorjahressiegerinnen vom SV Henstedt-Ulzburg, in der Vorrunde quasi schon ausgeschieden, gelang also doch noch die Titelverteidigung. Bei der Siegerehrung mit Vizepräsident Uwe Döring durften sich die drei Erstplatzierten über Siegprämien in Höhe von 1.000,-, 500,- und 200,- € freuen und die Mannschaft vom SV H-U stemmte am Ende wiederum den Siegerpokal gen Hallendecke.

(Hinweis: Die jeweiligen Bildergalerien befinden sich am Ende der Einzelberichte in den entsprechenden Rubriken der  Frauen und Juniorinnen)

Siegerfotos

C-Juniorinnen: FSC Kaltenkirchen

 

 

 

 

 

 

 

B-Juniorinnen: Holstein Kiel

 

 

 

 

 

 

 

 

Frauen: SV Henstedt-Ulzburg

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