HLM 2019: H-U verteidigt Titel bei den Frauen
Schleswig-Holstein Fußballverbung

HLM 2019: H-U verteidigt Titel bei den Frauen

Die Hallenlandesmeisterschaften der Frauen und Juniorinnen in der Lübecker Hansehalle am zurückliegenden Wochenende waren aus Sicht des SHFV ein voller Erfolg. Denn es wurde nicht nur guter Sport geboten, sondern auch die Zuschauerränge, insbesondere bei den Frauen (400 zahlende Besucher), waren jeweils gut gefüllt und die Einlaufprozedur bei allen Turnieren sowie die Begleitung durch eine professionelle Moderation kamen bei den Beteiligten positiv an.

Den Abschluss des langen HLM-Wochenendes bestritten am Sonntagnachmittag vor prall gefüllter Tribüne die Frauen. Ein Regionalligist, fünf Oberligisten und zwei Landesligisten hatten sich für diesen Landesentscheid qualifiziert. Dass am Ende die höchst spielende Mannschaft auch tatsächlich ganz oben stand, hätte man kurz vor Ende der Vorrunde aber im Grunde nicht mehr für möglich gehalten. Denn die Regionalligavertretung vom SV Henstedt-Ulzburg hatte in der Gruppe A nach einem knappen 1:0 Auftaktsieg gegen den Heider SV (Landesliga) im zweiten Spiel eine deutliche 0:4 Niederlage gegen die ebenfalls favorisierte Oberliga-Spielgemeinschaft Ratekau-Sereetz um Torjägerin Madeline Gieseler hinnehmen müssen. Doch die Ostholsteinerinnen hatten ihrerseits das erste Spiel gegen den zweiten Landesligisten Ratzeburger SV mit 0:1 verpatzt. Nach dem 2:0 Erfolg von Ratzeburg gegen Heide standen somit beide Top-Teams gehörig unter Druck, um das Halbfinale noch aus eigener Kraft zu erreichen. Henstedt-Ulzburg hätte für einen sicheren Einzug in die Endrunde einen Sieg mit drei Toren gegen Ratzeburg benötigt, schaffte aber nur einen 2:0 Erfolg, womit Außenseiter Ratzeburg sicher im Semifinale stand. Die Segebergerinnen hatten zu diesem Zeitpunkt schon mit dem Turnier abgeschlossen, denn ein Sieg der FSG Ratekau-Sereetz gegen Heide schien eine sichere Angelegenheit zu sein. Doch Pech und Unvermögen im Abschluss sowie eine überragende Torhüterin Bianca Schultz sorgten in der letzten Partie der Gruppe A für eine faustdicke Überraschung. Trotz zahlreicher, glasklarer Chancen erzielte der Oberligist in 13 Spielminuten nicht einen Treffer und auf der Gegenseite gelang Heide der eine notwendige Treffer zum unerwarteten Coup. Verdutzte Gesichter bei Ratekau-Sereetz und Henstedt-Ulzburg, allerdings mit positiver Prägung auf Seiten des Regionalligisten.

Eng ging es aber auch in der anderen Vorrundengruppe zu. Mit nur zwei Toren aus drei Begegnungen, aber am Ende sieben Punkten auf dem Konto rangierte der TSV Vineta Audorf am Ende auf Platz der Gruppe A. Den zweiten Halbfinalplatz machten die SSG Rot-Schwarz Kiel und der SSC Hagen Ahrensburg unter sich aus. Nach der 1:2 Niederlage gegen Ahrensburg im direkten Vergleich benötigten die Kielerinnen im letzten Gruppenspiel einen Erfolg mit zwei Toren Differenz zum Weiterkommen. Nach dem erlösenden 1:0 Führungstreffer drehten die Rot-Schwarzen erst richtig auf und besiegten am Ende den SV Frisia 03 Risum-Lindholm mit 6:0. Damit kam es zu den beiden Halbfinalpartien Vineta Audorf gegen Henstedt-Ulzburg und Rot-Schwarz Kiel gegen Ratzeburg. In diesen setzten sich die jeweils höherklassigen Teams vom SV H-U (1:0) und R-S Kiel (3:0) wie erwartet durch.

Nachdem Ratzeburg sein Turnier mit dem 1:0 Erfolg im Spiel um Platz gegen Vineta endgültig veredelt hatte,  wurde das letzte Finale des Wochenendes gespielt. Dieses bot abermals Spannung pur. Beide Teams, Henstedt-Ulzburg und Rot-Schwarz, versteckten sich nicht und wollten die Entscheidung erzwingen. So ging der Regionalligist auch mit 1:0 in Führung, doch die Kielerinnen glichen verdient wieder aus. Kurz vor Ende kam es dann zur entscheidenden Situation, als Rot-Schwarz eine 2:1Überzahlsituation nicht in einen eigenen Treffer umwandeln konnte und im direkten Gegenzug auf der anderen Seite Henstedt-Ulzburg das 2:1 erzielte. Trotz aller Bemühungen vermochte der Oberligist es nicht, diesen Rückstand nochmals zu egalisieren. Den Vorjahressiegerinnen vom SV Henstedt-Ulzburg, in der Vorrunde quasi schon ausgeschieden, gelang also doch noch die Titelverteidigung. Bei der Siegerehrung mit Vizepräsident Uwe Döring durften sich die drei Erstplatzierten über Siegprämien in Höhe von 1.000,-, 500,- und 200,- € freuen und die Mannschaft vom SV H-U stemmte am Ende wiederum den Siegerpokal gen Hallendecke.

Siegerfoto

Frauen: SV Henstedt-Ulzburg

Bildergalerie HLM 2019 - Frauen

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