Hansi Flick zu Gast bei Michael Prus und seinen Kollegen
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Hansi Flick zu Gast bei Michael Prus und seinen Kollegen

Weltmeisterlicher Besuch für SHFV-Verbandssportlehrer Michael Prus und seine Kollegen: Der ehemalige Co-Trainer der Nationalmannschaft und aktuelle DFB-Sportdirektor Hansi Flick besuchte das SportCentrum Kamen-Kaiserau im Rahmen der jährlichen Verbandssportlehrer-Tagung vom 20. bis 22. Januar. Flick referierte über die aktuellen Strukturen in der Talentförderung, Trainerausbildung und Qualifizierung. Anschließend tauschte er sich mit den Verbandssportlehrern aller Verbände über Optimierungsmöglichkeiten aus.

Ein großes Lob sprach der neue Sportdirektor bei seinem diesjährigen Besuch der Tagung an alle Beteiligen aus. „Ihr seid mit Herzblut dabei, ohne die Talentförderung wäre dieser Erfolg  nicht möglich gewesen“. Gemeint ist natürlich der Weltmeistertitel. Doch nicht nur der Gewinn der WM ist ein Grund zur Freude der Verbandssportlehrer. Auch im Jugendbereich wurden 2014 große Erfolge gefeiert, die beweisen, dass die Talentförderung in Deutschland ausgezeichnet ist. Der Sportdirektor ist sich bewusst, „dass einige Nationen auch schon mal zum DFB rüber schielen“. Aus diesem Grund müssen die Strukturen weiterentwickelt werden, um anderen Verbänden „immer einen Schritt voraus zu sein“, betonte Flick. Neue Ideen dazu gab es allemal. In seiner Funktion als Sprecher der Verbandssportlehrer stellte Michael Prus ein Konzept zur Optimierung der Talentförderung vor. Im Vordergrund stand dabei nicht nur die Jugendarbeit in den U-Nationalmannschaften, sondern auch auf Landes- und Kreisebene. „Die neuen Vorschläge sollen keinesfalls einen Ersatz, sondern einen Zusatz zu einem aktuell sehr erfolgreichen System darstellen“, erwähnte Prus zu Beginn des Austausches.

Ein wichtiger Punkt sei dabei der „zweite Weg“ – denn nicht jeder Nationalspieler sei von der U12 an ein Top-Talent. Einige brauchten Zeit, um sich zu entwickeln und jeder Spieler habe seine größten Sprünge zu verschiedenen Zeiten, erklärte der ehemalige Profi von Schalke 04. Auch einige Weltmeister, wie Mesut Özil oder André Schürrle, sind nicht auf Anhieb in den Landesauswahlen aufgefallen. Doch durch gezieltes Training und auch ein wenig Geduld sind sie mit einem späten, aber großen Sprung in den Kader der Nationalmannschaft gestoßen. Dass sie sich dort beweisen konnten und derzeit zu den besten Spielern der Welt gehören, steht nach diesem Sommer außer Frage. Eine Möglichkeit, diesen Weg noch mehr Talenten zu ermöglichen, ist, das Netz der Landesauswahlen und der DFB-Stützpunkte noch weiter auszubauen. Die Idee, die Stützpunkte bis in Richtung U18 weiterzuführen, stieß auf sehr viel Zustimmung. Um einen Einblick in die aktuelle Situation der Jugendnationalteams zu gewähren, stellte sich das neue Trainer-Trio Guido Streichsbier (U18), Meikel Schönweitz (U16) und André Schubert (U15) vor. Alle drei übernahmen zu Beginn der Saison 2014/2015 die jeweiligen Teams und präsentierten die bisherigen Maßnahmen und Erfolge.

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