Glückliche Gesichter nach Deutschen Meisterschaften in Saarland
Schleswig-Holstein Fußballverbung

Glückliche Gesichter nach Deutschen Meisterschaften in Saarland

Glückliche Gesichter nach Deutschen Meisterschaften in Saarland

Nach dem Vize-Meistertitel im letzten Jahr belegte die Landesauswahl ID Schleswig-Holstein bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften für Menschen mit einer geistigen Behinderung der Länder in Saarland einen hervorragenden vierten Platz. Vom 02. bis 05. Juni trafen die Landesauswahlteams aller teilnehmenden Bundesländer in direkten Duellen aufeinander, um den begehrten Titel des Deutschen Meisters auszuspielen.
Nach einer gründlichen Vorbereitung in dem vom SHFV und dem Rehabilitation- und Behinderten-Sportverband betriebenen Leistungszentrum Fußball im Uwe Seeler Fußball Park in Malente, wo die Schützlinge von Trainer Jens-Oliver Mohr zwei Trainingslager absolvierten, freuten sich sowohl Spieler als auch der Trainerstab auf das bevorstehende Turnier.

Zudem wurden die Spieler und Trainer mit den neuen Adidas-Trainingsanzügen und Trikots ausgestattet, die von der Sparda-Bank Hamburg, dem exklusiven Partner des SHFV-Projektes „Dribbeln ohne Limits“ gesponsert wurden. „Wir freuen uns sehr, die Partnerschaft mit der Sparda-Bank Hamburg um den Bereich des Behindertenfußballs ausgebaut zu haben, was seinen ersten Ausdruck in der direkten Unterstützung der Landesauswahl findet“ freut sich Kilian Weber, Leiter des Inklusionsprojektes „Dribbeln ohne Limits“ des SHFV.

Insgesamt sieben Bundesländer meldeten sich für das Turnier in Saarland an. Die Gruppenauslösung am ersten Tag im Burbacher Markt ergab für die Schleswig-Holsteiner in der Gruppe B zwei hochinteressante Gegner: Das Landesauswahlteam aus Bayern und den Gastgeber aus Saarland. „Eine machbare Aufgabe“, so die erste Reaktion vom Betreuer des Landesauswahlteams, Sebastian Grätsch, bevor es zum kleinen Abschlusstraining sowie Regenerationseinheiten am Montag ging.

Am Dienstagvormittag ging es dann für die Mohr-Kicker auf den Fußballplatz. Gleich im ersten Spiel traf man auf den Mitfavoriten aus dem Süden. Durch ein schnelles Kombinationsspiel und schnelle Angriffe über außen sowie drei Elfmeter überrollten die Bayern die Nordlichter. Diese konnten gegen die Angriffslust der Bayernauswahl kein Gegenmittel finden  und verloren am Ende verdient mit 3-0. Besser kam die Landesauswahl aus Schleswig-Holstein in die Partie gegen das Team aus dem Saarland, die mit einem klaren 6-0 Sieg gegen die Lokalmatadore endete. Die Trainer waren allesamt mit der guten Vorstellung des Teams zufrieden, bremsten aber zugleich die Euphorie, denn im Halbfinale traf man auf den haushohen Favoriten und den amtierenden Deutschen Meister aus Nordrhein-Westfalen auf.

Dementsprechend war auch der Fokus beim Training am Vormittag auf Abwehrverhalten in Unterzahl gerichtet, da das Team NRW sehr offensiv spielte. Vor dem Spiel war die Anspannung dem ganzen Team anzumerken. Neben dem Schlachtruf „Für wen siegen wir?-Schleswig-Holstein!" nahm sich der Kapitän der Landesauswahl, Pierre Petersen die Mannschaft nochmals vor und schwor sie kurz vor Anpfiff erneut ein. In einem sehr spannenden und zerfahrenen Spiel, in dem das Team taktisch diszipliniert und kämpferisch überzeugend spielte, stand es nach der regulären Spielzeit 0-0, eher das Elfmeterschießen das Weiterkommen der Schleswig-Holsteiner ins Turnierfinale verhinderte. Am Ende stand es 5-4 n. E. für die Auswahl aus NRW, die sich im Endspiel erneut den Meistertitel gegen die Auswahl aus Bayern sicherte. „Es war die beste Turnierleistung, wenn auch nicht vom Erfolg gekrönt“, resümierte Mohr am Ende des Spiels.

Erschöpft vom Halbfinal-Fight gegen NRW verlor man dann am letzten Tag des Turniers gegen das stark agierte Team aus Sachsen-Anhalt unglücklich mit 2-0. Dennoch waren zufriedene und glückliche Gesichter beim gesamten Team und Trainerstab zu sehen. Der Landesauswahltrainer Mohr: „Insgesamt können wir sehr zufrieden sein, wenn man die Verhältnisse betrachtet, es ist jedoch auf vielen Feldern noch Luft nach oben.“ Die Spieler und der Trainerstab bedanken sich bei den Kappelner Werkstätten, die die Verpflegung während der Fahrt organisiert haben. 

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