Futsal-LA beendet DFB-Turnier auf Platz 17
Schleswig-Holstein Fußballverbung

Futsal-LA beendet DFB-Turnier auf Platz 17

Ein Sieg und zwei Niederlagen folgten bei der SHFV-Auswahl nach den zwei Remis des ersten Tages beim Futsal-Ländervergleich in Duisburg. Mit lediglich fünf Punkten und Rang 17 in der Abschlusstabelle verfehlte das Musiol-Team damit die anvisierte Mittelfeldplatzierung. Dieses lag allerdings weniger an der spielerischen Klasse – was diese betrifft war man jedem Gegner beim Turnier zumindest ebenbürtig – als viel mehr an einem oftmals ungestümen Zweikampfverhalten, individuellen Fehlern und dem Auslassen zahlreicher Großchancen. So erreichte die SHFV-Mannschaft in vier der fünf Partien bereits einige Minuten vor Spielende die maximal erlaubte kumulierte Foulspielanzahl und musste somit in den spielentscheidenden Phasen entweder in der Defensivarbeit mit gewisser Zurückhaltung agieren oder andernfalls Gegentreffer durch 10m-Strafstöße befürchten. Zudem konnten zahlreiche 1 gegen 1-Situationen vor dem gegnerischen Tor nicht in eigene Treffer umgemünzt werden.

Gegen die Auswahl Brandenburgs am Samstagvormittag kassierte man beispielsweise schon sehr früh eine rote Karte. Dennoch überstand man die zweiminütige Unterzahl dank großen Einsatzes schadlos und hatte durch Linus Schewior sogar selbst die Chance zum 1:0 (Pfostentreffer). Allerdings lag man knapp 10 Minuten vor Schluss auch schon bei fünf Foulspielen und kassiert in der 14. Spielminute das 0:1. Finn Fabian Hanke gelang jedoch fünf Minuten vor Schluss der 1:1 Ausgleich. In der 16. Spielminute war es dann soweit, das sechste Foul und der erste 10m-Strafstoß für Brandenburg, den der Gegner aber glücklicherweise verschoss. Dennoch waren die Brandenburger nunmehr am Drücker und erzielten drei Minuten vor Ende das 2:1. Trainer Musiol brachte daraufhin den „Flying Goalkeeper“, um noch zum Ausgleich zu gelangen, doch ein Ballgewinn des gegnerischen Torwarts und dessen direkter Schussversuch ins verwaiste SHFV-Tor führten zum 1:3 und besiegelten die erste Niederlage.

Nachmittags hieß der nächste Gegner Hessen. Hier geriet man zwar nach zwei Minuten in Rückstand, konnte aber nach kurzer Zeit den Ausgleich erzielen (Milad Abkenar). Mit seinem zweiten Treffer in der 10. Spielminute brachte Abkenar das SHFV-Team sogar in Führung, welches anschließend aufdrehte und durch Finn Fabian Hanke (11.) und Daniel Wasmus (12.) auf 4:1 erhöhte. Dem anschließenden Ansturm der Hessen hielt man bis drei Minuten vor Ende stand, denn erst dann fiel der Anschlusstreffer zum 4:2. Aber erneut erreichte man in dieser wichtigen Phase die Foulspielgrenze und agierte insgesamt zu hektisch in der Defensive und bei den sich bietenden Kontersituationen. Zum Glück bekamen die Hessen erst 13 Sekunden vor Ende den ersten kumulierten Strafstoß zugesprochen, den sie zwar nutzten, aber der den knappen 4:3 Erfolg der Musiol-Mannschaft nicht mehr gefährdete. Somit war die Ausgangslage vor der letzten Partie gegen Sachsen-Anhalt gar nicht so schlecht, denn mit einem Sieg und den ggf. daraus resultierenden acht Punkten würde ein Tabellenplatz im Mittelfeld möglich sein.

Der Spielbeginn gegen Sachsen-Anhalt verlief auch vielversprechend, bereits nach acht Sekunden erzielte David Wagner den Führungstreffer für die SHFV-Auswahl. Jedoch brachte auch dieser Spielstand keine nötige Souveränität ins Spiel des Musiol-Teams. Nur vier Minuten später lag man mit 1:3 zurück. Aber mit großer Moral kam man durch Treffer von Kapitän Andy Watzlawczyk und Finn Fabian Hanke nach neun Minuten zum 3:3 Ausgleich. Doch wieder brachte man sich durch viele unnötige Foulspiele in eine nachteilige Lage. In der 14. Spielminute kassierte man durch einen 10m-Strafstoß das 3:4 und nur kurze Zeit danach begünstigte ein grober Fehlpass im eigenen Spielaufbau den Gegentreffer zum 3:5. Auf der anderen Seite wurden 100prozentige Tormöglichleiten entweder leichtfertig vergeben oder der Keeper von Sachsen-Anhalt parierte diese überragend. In den letzten drei Minuten versuchte man nochmals mittels des Flying Goalkeepers ranzukommen, doch leider fielen in dieser Phase nur noch zwei weitere Treffer für den Gegner. 3:7 hieß es somit am Ende aus Sicht der Schleswig-Holsteinischen Auswahl.

Trainer Paul Musiol musste somit bei der abschließenden Siegerehrung, bei welcher die Auswahl Sachsens als Gewinnermannschaft des Länderturniers ausgezeichnet wurde, mit dem 17. Tabellenrang vorlieb nehmen, zog aber letztendlich ein zwar etwas enttäuschtes, jedoch keinesfalls allzu negatives Fazit: „Das Auftreten der Mannschaft war insgesamt sehr positiv und wir haben in jeder Begegnung auf Augenhöhe agiert. Jedoch stehen am Ende definitiv zu wenige Punkte auf der Habenseite und das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wenn es uns zukünftig gelingt über das gesamte Spiel cleverer zu agieren, bin ich optimistisch im kommenden Jahr eine weitaus bessere Platzierung erreichen zu können.“

Sämtliche Ergebnisse des DFB-Turniers und einen allgemeinen Bericht findet man auf www.dfb.de.

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