DFB-Mitgliederrekord – SHFV schneidet gut ab
Schleswig-Holstein Fußballverbung

DFB-Mitgliederrekord – SHFV schneidet gut ab

Freut sich über mehr als 6,9 Millionen Mitglieder: DFB-Präsident Reinhard Grindel. Foto: Getty Images

Über 6,9 Millionen Mitglieder – diesen Rekord verkündete der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Ende der vergangenen Woche bei der Veröffentlichung der aktuellen Mitgliederstatistik. Insgesamt 6.969.464 Menschen und damit 80.349 mehr als im Vorjahr sind derzeit in den 21 Landesverbänden des DFB gemeldet. Der größte Zuwachs ist mit 45.436 Neuanmeldungen in den vergangenen zwölf Monaten bei den Senioren zu verzeichnen. Bei den Junioren gab es ein Plus von 18.171 Mitgliedern, bei den Frauen kamen 14.137 hinzu. Bei den Mädchen bis zum Alter von 16 Jahren wurden 2605 neue Mitglieder (insgesamt 339.069) registriert.

DFB-Präsident Reinhard Grindel sagt: „Die Statistik belegt, dass die Anziehungskraft des Fußballs in Deutschland nach wie vor sehr hoch ist. Wichtiger als die absoluten Zahlen ist uns, dass möglichst viele Mädchen und Jungs, Frauen und Männer, Jugendliche und Senioren aktiv Fußball spielen. Erfreulich sind dabei die steigenden Zahlen bei den Erstregistrierungen von Ausländern. Dass viele Flüchtlinge eine Spielerlaubnis beantragen, ist ein Beleg für die Integrationskraft des Fußballs. Diese Menschen haben im Verein ein soziales Umfeld gefunden und sind in die Gemeinschaft integriert.“

Auch in Schleswig-Holstein sind die Zahlen positiv. Zwar sank die Zahl der Vereine im SHFV von 609 auf 586, die Anzahl der Mitglieder jedoch stieg um 7.817 von 173.230 auf 181.047. „Trotz der guten Zahlen dürfen wir die dennoch aktuell bestehenden Schwierigkeiten, die wir haben, nicht außer Acht lassen“, sagt Dr. Tim Cassel, stellvertretender Geschäftsführer des SHFV, angesichts insgesamt sinkender Mannschaftszahlen (2015: 5.127; 2016: 5.045). Der demographische Wandel stelle die einzelnen Landesverbände, insbesondere in strukturschwächeren Regionen, vor große Herausforderungen. So seien etwa die Spielklassenstrukturreform und die Reform der Verwaltungsstrukturen als Konsequenzen aus den jüngeren Entwicklungen zu sehen. „Nicht nur vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die vermehrte Zuwanderung, die sich auch in unseren Vereinen bemerkbar macht, als große Chance zu sehen – auch für den Bereich des Ehrenamts“, fügt Cassel hinzu.

Besonders erfreulich sind die Statistiken aus schleswig-holsteinischer Sicht im Bereich des Frauen- und Mädchenfußballs. Hier verzeichnete der SHFV einen deutlichen Anstieg, insbesondere bei den Juniorinnen (2015: 233 Mannschaften; 2016: 286). „Das ist vor allem ein Nachweis für die hervorragende Arbeit unserer Vereine auf diesem Gebiet. Problematisch ist nur, dass uns die Talente im älteren Juniorinnen- oder Frauenbereich überwiegend verlassen, weil sie bei Vereinen in anderen Landesverbänden höherklassig spielen können“, so Cassel.

 

DFB-Mitgliederstatistik

DFB-Mitteilung zur Mitgliederstatistik

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