DBM:
Schleswig-Holstein Fußballverbung

DBM: "Ultima reserva" Vizemeister bei den Freizeitteams

FIFA-SR Malte Gerhardt pfeift Finale der Liga-Meisterschaft

Das Highlight zum Ende der diesjährigen Strandfußballsaison bildete wie bereits in den Vorjahren die Deutsche Beachsoccer Meisterschaft des DFB in Rostock-Warnemünde. Neben den besten Teams der Deutschen Beachsoccer-Liga im Kampf um den offiziellen Meistertitel lud der DFB erstmalig auch vier Freizeitteams, die sich zuvor über die Landesverbände und vier Regionalentscheide qualifiziert hatten, zu einem gesonderten Finalturnier ein.  

Bei dieser Premiere dabei war auch ein Team aus Schleswig-Holstein, denn „Ultima reserva do Brasil“ aus Kiel hatte sich durch den Sieg beim Regionalentscheid Nord Ende Juli in Damp das Ticket für das Freizeitfinale gesichert. Die Spieler um Teamkapitän Steffen Henschel, die auf dem Rasen zum Großteil bei der zweiten Mannschaft des TSV Altenholz die Fußballschuhe schnüren, fuhren am vergangenen Wochenende mit großer Vorfreude, aber ohne überstiegene Erwartungen nach Warnemünde. Dieselbe Strecke nahm auch noch ein anderer Kieler auf sich, denn Schiedsrichter Malte Gerhardt vom Kieler MTV, dem im vergangenen Jahr der Sprung auf die FIFA-Liste im Beachsoccer gelungen war, hatte ebenfalls eine Ansetzung vom DFB zum Finalwochenende erhalten.

Gespielt wurde an zwei Tagen in der extra aufgebauten Beachsoccer-Arena mit Rundumtribüne direkt am Warnemünder Leuchtturm in jeweils zwei Halbfinals am Samstag und den Finalspielen beider Turniere am Sonntag. Im zweiten Halbfinale des Freizeitturniers trafen die Kieler Reservebrasilianer auf die Mannschaft „Asche Ballsport Kärlich“ aus dem Rheinland. Trotz der für die Freizeitmannschaften ungewohnt intensiven Spielzeit von drei mal 12 Minuten legten beide Teams von Anfang an ein hohes Tempo vor. Bereits nach dem ersten Drittel waren sieben Tore gefallen und Ultima führte 5:2. Am Ende des zweiten Drittels schmolz diese Führung aber auf 6:5 und man musste im letzten Drittel bei stetig nachlassenden Kräften sogar den Ausgleich (7:7) hinnehmen. Es ging somit in die dreiminütige Verlängerung, in der Matthias Lorenz eine Minute vor Schluss den goldenen Treffer zum 8:7 Erfolg und damit zum Finaleinzug erzielte. Entsprechend gut gelaunt nahm die Mannschaft abends am offiziellen DFB-Empfang teil, blickte aber auch schon erwartungsfroh dem Endspiel gegen das Team „Curva 69“ aus Brandenburg entgegen, welches zudem live auf DFB-TV übertragen wurde.

Zum großen Wurf sollte es jedoch nicht ganz reichen. Zwar ging Ultima zwischenzeitlich mit 2:1 in Führung, ließ sich diesen Vorsprung aber wieder nehmen und rannte den Rest des Spiels immer einem Rückstand mit einem Tor hinterher. Das sonst so erfolgreiche Kombinationsspiel wollte nicht so recht in Gang kommen, weshalb bei der Erzielung der vier eigenen Treffer Standardsituationen helfen mussten. Genauso ein Standard bildete dann kurz vor Spielende in Form eines zugesprochenen Neunmeters die große Chance zum Ausgleich, welche aber Daniel Hammerski zum Bedauern des gesamten Teams liegen ließ. Somit durfte sich Curva 69 über den Titelgewinn beim ersten Finale der Freizeitteams freuen, aber auch Ultima konnte stolz auf das Erreichte sein und hatte zudem eine tolle Erfahrung gemacht. „Das war ein klasse Event mit einer tollen Location und einer durchweg professionellen Organisation. Wir sind überwältigt, was der DFB uns Spielern, aber auch den Betreuern, Fans und Zuschauern geboten hat. Das alles möchten wir im kommenden Jahr natürlich gerne nochmals erleben und hoffen erneut den Sprung ins Freizeitfinale zu schaffen!“, zeigte sich Steffen Henschel nach dem Wochenende absolut begeistert.

Schiedsrichter Malte Gerhardt durfte seinerseits noch die Erfahrung machen, das Finale um die Deutsche Meisterschaft zwischen dem Ibbenbürener BSC und den Lokalmatadoren der „Rostocker Robben“ in der vollbesetzten Arena zu leiten. Am Ende eines hitzigen und packenden Spiels, in dem sein Schweizer Kollege Dario Minder und er viele knifflige Szenen beurteilen mussten, siegten die Robben mit 6:3 und verteidigten damit ihren Titel aus dem Vorjahr. „Es war auch für uns als Schiedsrichterteam ein sehr umfangreiches, aber gelungenes Wochenende. Das abschließende Finale war dann nochmals für unser Gespann sehr herausfordernd vor dieser Kulisse und aufgrund der sehr intensiven Spielweise beider Teams. Aber trotz einiger schwieriger Situationen haben wir dieses meines Erachtens gut gelöst.“, zog auch Gerhardt ein zufriedenes Turnierfazit.

Zurück