Am Ende fehlte das Quäntchen Glück
Schleswig-Holstein Fußballverbung

Am Ende fehlte das Quäntchen Glück

Mit einem unglücklichen 11. Platz kehrte die Mannschaft der Kappelner Werkstätten zurück an die Schlei. Vom 07. bis 09. September 2015 nahm sie an den Deutschen Meisterschaften im Fußball der Werkstätten für behinderte Menschen in Duisburg-Wedau teil, organisiert durch die DFB-Stiftung Sepp Herberger zusammen mit dem Deutschen Behindertensportverband, der Special Olympics Deutschland und der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderten Menschen. Hatten die Kappelner mit dem Trainer Sebastian Grätsch im Vorjahr nur selten ihre Leistung abliefern können,fehlte es in diesem Jahr auch an dem berühmten Quäntchen Glück.

Nach der Turnierauslosung am Montagabend bekam es der schleswig-holsteinische Landesfußballmeister 2015 im ersten Spiel mit der von der Fußballweltmeisterin Pia Wunderlich trainierten Mannschaft aus Hessen (Behinderten-Werk Main-Kitzig e.V.) zu tun. Die Nordlichter gingen durch Steven Wienke früh in Führung, mussten dann aber zwei Gegentreffer hinnehmen, bevor sie ihrerseits durch Daniel Binder ausgleichen konnten. Nach einem strittigen Strafstoß für die Gegner lagen die Kappelner mit 2:3 zurück und verloren das Spiel am Ende mit 2:5. Das zweite Spiel gegen die Nordthüringer Werkstätten endete unentschieden (1:1), so dass man im dritten Spiel 12 Tore auf den zweiten Platz in der Tabelle aufholen musste. Dementsprechend setzte die Grätsch-Elf das Team der Werkstatt Bremen Martinshof von Beginn an unter Druck. Nach einer starken Energieleistung (7:0) und einem für Kappeln gut laufenden Parallelspiel wurden die 12 Tore zwar aufgeholt, aber leider hatten die Thüringer mehr geschossene Tore auf dem Konto, so dass bei gleicher Differenz ein Tor gefehlt hat und Kappelner sich, wie im Vorjahr, mit dem dritten Platz in der Gruppe begnügen mussten.

Am Mittwoch erspielte sich die Turnierauswahl mit dem Kappelner Thomas Kleine-Uthmann einen „historischen“ Sieg gegen die Gastmannschaft aus Frankreich. Nachmittags ging es für alle Turnierteilnehmer in die Arena auf Schalke, wo sie durch das Museum und das Stadion geführt wurden. Am letzten Turniertag gewannen die Grätsch-Schützlinge durch viel Einsatz und gute Moral zwei der letzten drei Spiele und wurden am Ende mit dem 11. Platz belohnt. Während der Siegerehrung bekamen die Kappelner Werkstätten zudem zum zweiten Mal in Folge den Fair-Play-Preis überreicht. „Es war in diesem Jahr zwar etwas ärgerlicher als im Vorjahr, es fühlte sich aber irgendwie besser an“, sagte Grätsch nach dem Turnier. Turniersieger wurden die Recklinghäuser Werkstätten aus Nordrhein-Westfalen.

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