2013
Schleswig-Holstein Fußballverbung

Vorrunde

 Gruppe Mannschaft 1   Mannschaft 2  Ergebnis
 A  Holstein Kiel -  SV Todesfelde     4 :  0
 A  TSV Kropp -  VfB Lübeck     0 :  1
 B  VfR Neumünster -  SV Eichede     3 :  1
 B  Flensburg 08 -  ETSV Weiche     3 :  1
         
 A  Holstein Kiel -  VfB Lübeck     1 :  1
 A  SV Todesfelde -  TSV Kropp     0 :  0
 B  VfR Neumünster -  ETSV Weiche     1 :  0
 B  SV Eichede -  Flensburg 08     0 :  1
         
 A  TSV Kropp -  Holstein Kiel     0 :  0
 A  VfB Lübeck -  SV Todesfelde     1 :  1
 B  Flensburg 08 -  VfR Neumünster     2 :  1
 B  ETSV Weiche -  SV Eichede     1 :  2

Tabelle Gruppe A:

 Platz   Mannschaft  Spiele  Tore  Punkte
1.  Holstein Kiel 3  5:1   5
2.  VfB Lübeck 3  3:2   5
3.  TSV Kropp 3  0:1   2
4.  SV Todesfelde 3  1:5   2

Tabelle Gruppe B

 Platz   Mannschaft  Spiele  Tore  Punkte
1.  Flensburg 08  3  6:2   9
2.  VFR Neumünster  3  5:3   6
3.  SV Eichede  3  3:5   3
4. ETSV Weiche  3  2:6   0

Halbfinale

 Spiel Mannschaft 1   Mannschaft 2  Ergebnis
 HF1  Holstein Kiel - VFR Neumünster    3  :  2
 HF2  VFB Lübeck -  Flensburg 08    1  :  2

Endspiel

 Spiel Mannschaft 1   Mannschaft 2  Ergebnis
 Finale  Holstein Kiel -  Flensburg 08     3  :  1




Sieger 15. LOTTO-Masters:  Holstein Kiel


Spieler des Turniers:  Len Aike Strömer (Flensburg 08)


Torhüter des Turniers:  Eric Schlomm (VfB Lübeck)


Torschützenkönig:  Andy Hebler (Holstein Kiel)

 

Holstein holt 6. LOTTO-Masters-Titel - Fangruppen sorgen für Top-Stimmung

Das halbe Dutzend ist voll. Beim 15. LOTTO-Masters hat Lokalmatador nach spannenden Spielen seine sechste Hallen-Landesmeisterschaft geholt und damit gleichzeitig den Titel aus dem Vorjahr verteidigt. Vor 8.400 Zuschauern in der Kieler Sparkassen-Arena setzte sich das Team von Thorsten Gutzeit im Endspiel gegen den starken Schleswig-Holstein-Ligisten Flensburg 08 mit 3:1 durch. Den größten Anteil am Sieg der Störche hatte Andy Hebler, der mit vier Treffern Torschützenkönig wurde. Als bester Spieler des Turniers wurde  Len Aike Strömer von Flensburg 08 von den anwesenden Sportjournalisten gewählt, als bester Torhüter wurde Lübecks Eric Schlomm ausgezeichnet.

Für einen unvergesslichen Abend sorgten aber vor allem die Fans der Mannschaften, besonders die "Deathfield"-Kurve des SV Todesfelde, die Ecke des TSV Kropp und der Flensburger Block bescherten den Spielern eine fantastische Stimmung in der Halle. Leider wurden zumindest die lautstarken Leistungen der ganz in blau-gelb gekleideten Todesfelder Fans nicht belohnt. Für den Schleswig-Holstein-Ligisten reichte es nur zu zwei Unentschieden, sodass man aufgrund der 0:4-Niederlage gegen Holstein Kiel im ersten Spiel schon nach der Vorrunde die Segel streichen musste. Ähnlich erging es trotz frenetischer Unterstützun dem TSV Kropp. Der diesjährige Pokalfinalist blieb ohne eigenen Treffer und musste sich nach zwei torlosen Remis und einer 0:1-Niederlage gegen den VfB Lübeck ebenfalls früher als geplant auf die Heimreise vorbereiten. Den Gruppensieg sicherten sich somit die Störche knapp vor dem alten Rivalen aus der Hansestadt.

In der Gruppe B ging es weniger spannend zu, allerdings mit zwei großen Überraschungen aus Flensburg. Während Regionalligist ETSV Weiche, im letzten Jahr immerhin im Halbfinale, nach drei Niederlagen mit dem frühen Aus konfrontiert war, beherrschte Flensburg 08 die Gruppenkonkurrenz souverän und holte neun Punkte aus drei Spielen. Die Spannung in der Gruppe fehlte etwas, da auch der zweite Halbfinalist mit dem VfR Neumünster bereits nach dem zweiten Spiel feststand.

In den Halbfinals setzten sich erneut die Gruppensieger durch. Holstein Kiel besiegte im wohl besten Spiel des Turniers den VfR Neumünster mit 3:2, während sich Flensburg 08 in einem umkämpften Match gegen den Vorjahresfinalisten aus Lübeck durchsetzte. Besonders Len Aike Strömer, der nach Turnierende zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde, sorgte mit einer Klasseleistung für den 2:1-Erfolg der "Nullachter" gegen den VfB.

Im Endspiel sah es zunächst nach einer großen Überraschung aus. Flensburg 08 ging gegen die Störche schnell mit 1:0 in Führung und war drauf und dran, den fünften Sieg im fünften Spiel einzufahren. Deran Toksöz erlöste sein Team aber nach acht Minuten mit dem wichtigen 1:1-Ausgleich, ehe Schied und nochmal Toksöz den Sieg perfekt machten. Die Störche durften sich bei der Siegerehrung nicht nur über den neuen Siegerpokal freuen, sondern auch über 5.000,- Euro Siegprämie. Vizemeister Flensburg 08 konnte 2.500,- Euro für die Mannschaftskasse verbuchen. Dies war aber in den Augen von Flensburg Co-Trainer Jan Hellström, der den verletzten Jockel Press vertrat, nicht das Wichtigste an diesem Abend: "Es war schön zu sehen, dass sich die Mannschaft vor so einer Kulisse selbst belohnt hat. Die disziplinierte Arbeit in den vergangenen Jahren trägt Früchte, das konnten wir heute auch mal einem größeren Publikum zeigen." Auch Holsteins Co-Trainer Jan Sandmann hatte eine starke Flensburger Mannschaft gesehen: "Es war heute sicherlich nicht einfach für uns, dieses Turnier zu gewinnen - vor allem die Gegner aus der Schleswig-Holstein-Liga haben uns alles abverlangt. Wir haben aber ein gutes Turnier gespielt, weil auch die vier Spieler aus der U 23 gezeigt haben, dass mit ihnen zu rechnen ist", so Sandmann bei der Pressekonferenz.

Für den Hattstedter Jugendtrainer Kay Eckmann konnten bei der großen Spendenaktion insgesamt 3.000,- Euro gesammelt werden. Hier nimmt der 1. Vorsitzende des Vereins, Thorsten Schulze (re.), die Spendenbox von LOTTO-Geschäftsführerin Karin Seidel (Mitte) und SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer entgegen.Erfreuliche Nachrichten gab es aber nicht nur für die erfolgreichen Teams, sondern auch für den TSV Hattstedt. Der Verein aus dem KFV Nordfriesland sammelt seit Wochen Spenden für seinen Jugendtrainer Kay Eckmann (40), der nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist. Nach Spenden der Zuschauer, von NordwestLotto, dem SHFV und Autocentrum Lass kamen am Abend insgesamt 3.000,- Euro zusammen, die direkt in den behindertengerechten Anbau am Hause der Familie Eckmann investiert wird. Vereinsmitglieder hatten den Bau in Eigenregie übernommen und von Spendengeldern finanziert. Dank der großartigen Spendenbereitschaft asu der Fußballfamilie ist der Verein diesem Schritt wieder ein Stück näher gekommen.