Schleswig-Holstein Fußballverbung

Kreisdialog

Intensiver Kreisdialog beim KFV Westküste

Der dritte Kreisdialog im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband fand am 8. November im KFV Westküste statt. 2017 fusionierten die Kreisfußballverbände Dithmarschen und Steinburg zum größten Kreis im Verband. SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer und sein Team um die Vizepräsidenten Sönke Anders und Uwe Döring sowie Geschäftsführer Tobias Kruse und Helmut Johannsson, Mitglied im Ausschuss für Vereins- und Verbandsentwicklung, waren seitens des Landesverbandes vor Ort. Vom KFV Westküste waren neben dem 1. Vorsitzenden Werner Papist Egbert Wittek, Wolfgang Petermann, Andrea Kuhlmann, Henning Peitz, Holger Becker und Günther Sendel bei der Veranstaltung dabei.

Im ersten Themenabschnitt fragte Geschäftsführer Kruse nach den Erfahrungen bei der Fusion: „Die Erfahrungswerte, die bei diesem Mammut-Projekt entstanden sind, sind für uns sehr wichtig, um daraus zu lernen. Welche Erfahrungen kann der KFV Westküste uns, auch aus der Entstehung heraus, weitergeben?“ Henning Peitz, der KFV-Beauftragte für Finanzen, erläuterte die Zusammenhänge aus der Entstehung der Fusion. „Das Wichtigste war uns, die Vereine mitzunehmen“, sagte Peitz und erläuterte die regelmäßige Kommunikation mit selbigen. Des Weiteren berichtete er von regelmäßigen Treffen der Vorstände und Ausschüsse, einbezogenen Erfahrungswerten aus dem KFV Schleswig-Flensburg und offenen Fragestellungen wie Klasseneinteilung, Besetzung der Posten und des Namens, welcher über eine Online-Abstimmung geklärt werden konnte. Werner Papist ergänzte, dass der Zeitpunkt der Fusion aufgrund der weiteren Veränderungen auf Landesebene schwierig war. „Das war im ersten Halbjahr 2017 schon sehr viel“, so der Vorsitzende.

Im Anschluss befassten sich die Dialogteilnehmer mit dem Rückgang der Mannschaftszahlen, insbesondere im unteren Jugendbereich, und der Fragestellung, wie Landes- und Kreisverband gemeinsam gegensteuern können. SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer verwies dabei auf den Amateurfußballkongress 2019, bei dem die Themen des Amateurfußballs grundlegend bearbeitet werden. „Die Qualifizierung von Trainern ist eines der Kernthemen, um die wir uns kümmern müssen, damit wir den Kindern und Jugendlichen qualifiziertes Training anbieten“, sagte der Verbandschef und wies dabei auf das Projekt „Trainer light“ hin, das bei den ersten beiden Veranstaltungen bereits sehr gute Teilnehmerzahlen vorgewiesen hat. „Darüber hinaus muss ein Weg über die Schulen gehen“, fügte Meyer hinzu. Werner Papist stimmte zu und ergänzte, dass das veränderte Freizeitverhalten ein ebenso großes Problem darstelle. Darüber hinaus seien Konkurrenzangebote wie Basketball und Handball ein Faktor, stellte Wolfgang Petermann fest, der dies anhand des Beispiels der Basketballmannschaft „Eagles“ in Itzehoe verdeutlichte. Beim Punkt Digitalisierung waren sich alle Teilnehmer einig, dass man sich der Entwicklung nicht verschließen sollte und insbesondere E-Football eine große Möglichkeit für die Gewinnung von Mitgliedern darstellt. Hans-Ludwig Meyer gab allen Anwesenden noch die zwei Kernthemen „Kommunikation“ und „Changemanagement“ mit auf den Weg, die er als große Herausforderung für Vereine und Verbände verstehe.

Ordnungsgelder stellten einen weiteren Themenpunkt dar. Werner Papist merkte an, dass er die Entwicklung nicht gutheiße und man sich im Kreis im Umgang damit unflexibel fühle. Kruse merkte an, dass das Thema bereits im ehemaligen Beirat und im jetzigen Präsidium stetig besprochen werde, man aber an gewissen Regulierungen nicht vorbeikomme.

Der abschließende Punkt war die Zusammenarbeit innerhalb des KFV Westküste. Helmut Johannsson fragte: „Ist es nach der Fusion entsprechend der Erwartungshaltung verlaufen, so dass man effizienter arbeiten kann und mehr Ressourcen zur Verfügung stünden?“ Petermann erwähnte, dass die gleich Anzahl von Funktionären bei mehr zu betreuenden Vereinen schwierig sei. Henning Peitz wies darauf hin, dass insbesondere die übrigen monetären Ressourcen in der Qualifizierung eingebracht werden konnten.

Präsident Meyer bedankte sich am und Ende und würdigte den Kreisdialog: „Das hat sich gelohnt. Das war ein sehr offener und positiver Austausch mit Blick in die Zukunft.“

Harmonische Atmosphäre beim Kreisdialog in Stormarn

Der zweite Kreisdialog im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband führte SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer und seine „Mannschaft“ in den Kreisfußballverband (KFV) Stormarn. Seitens des SHFV nahmen neben dem Verbandschef Sabine Mammitzsch (Vizepräsidentin Spielbetrieb), Tim Wind (Vizepräsident Zukunftsentwicklung), Helmut Johannsson (Mitglied im Ausschuss für Vereins- und Verbandsentwicklung), Tim Cassel (Geschäftsführer) und Benjamin Abel (Abteilungsleiter Zukunftsentwicklung) teil. Seitens des KFV waren neben dem Vorsitzenden Jörg Lembke sein designierter Nachfolger Michael Spitzmacher-Süpke, Schriftwart Michael Plötz, Kreisjugendobmann Klaus Unger, Kreisschiedsrichterobmann Björn Gustke, der Spielausschussvorsitzende Uwe Klopp, der Ehrenvorsitzende Arnold Fröhlich und der Gewaltpräventionsbeauftragte Harald Berndt teil.

Im ersten Themenabschnitt ging es um die zukünftige personelle Ausrichtung des Kreisfußballverbandes. Jörg Lembke, der aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen nicht zur Wiederwahl stehen wird, nutzte die Gelegenheit, seinen designierten Nachfolger Michael Spitzmacher-Süpke vorzustellen. Dieser ist bereits als Lehrwart im Schiedsrichterwesen und Schriftführer im Jugendausschuss im Kreis aktiv. Zudem war zu erfahren, dass „Allzweckwaffe“ Klaus Unger zu seinem Stellvertreter werden soll. „Michael Spitzmacher-Süpke hat sich nach einem Umfrageverfahren selbst gemeldet, für solche Eigeninitiative sind wir natürlich dankbar“, so Lembke. „Der KFV wird sich verändern, aber sicher nicht auf links drehen. Kontinuität ist uns wichtig“, so der scheidende Vorsitzende weiter.

Im weiteren Verlauf des Kreisdialoges diskutierten die Teilnehmer über die Kommunikation im Verband mit besonderem Hinblick auf die Durchlässigkeit der Informationen zu den Vereinen. Nachdem die inflationäre E-Mailflut über das E-Postfach kritisch hinterfragt wurde, sprach sich Harald Berndt deutlich für eine aufsuchende Beratung der Vereine an und  lobte das Pilotprojekt Vereinsberater. Tim Wind und Björn Gustke betonten die Bedeutung der sozialen Netzwerke.

Im abschließenden, vom Kreis eingebrachten Thema ging es um die Kreiskassenfusion. Tim Cassel erläuterte den Kreisvertretern die Gründe, die zu der Fusion führten. „Es ist wichtig, dass die steuerlichen Anforderungen zu 100 Prozent korrekt abgewickelt werden, um die Gemeinnützigkeit des Verbandes nicht zu gefährden“, sagte der SHFV-Geschäftsführer.

Abschließend bedankten sich der KFV-Vorsitzende Jörg Lembke und SHFV-Präsident Meyer für den konstruktiven Dialog in angenehmer und offener Atmosphäre. „Es ist wichtig, sich dafür Zeit zu nehmen und es bringt uns alle ein Stück weiter“, so Meyer in seinen Schlussworten.

Pilotprojekt „Kreisdialog“ im KFV Schleswig-Flensburg

Der Kreisdialog ist eines von zwei Pilotprojekten, die der Schleswig-Holsteinische Fußballverband im Rahmen des DFB-Masterplans im Jahr 2017 durchgeführt hat. Als Pilotkreis stellte sich der KFV Schleswig-Flensburg zur Verfügung. So traf sich die Runde der Funktionäre im Gasthof Gammellund und diskutierte zwei vorab vereinbarte Themen.

Eng an das Konzept des DFB angelehnt erarbeitete man gemeinsam den Status Quo der Kommunikation anhand von drei Perspektiven nach der Leitfrage „Wie gehen wir miteinander um?“. Der Kreisfußballverband brachte die Spielklassenstrukturreform und die Flexibilisierung des Spielbetriebes auf die Agenda. Für den KFV-Vorsitzenden Volker Schlehahn war das „Networking“ von besonderer Bedeutung: „Es ist gut, wenn sich alle einmal kennenlernen und man die Gesichter sieht, die gemeinsam für den Fußball arbeiten!“, so Schlehahn. Innerhalb der Kommunikationsperspektiven wurde deutlich, dass es zwischen dem Landesverband und dem Kreisverband klare Schnittstellen, wie beispielsweise Arbeitstagungen der Ausschüsse, gibt. Kritisiert wurde seitens des Kreises die SHFV-Homepage.

Innerhalb des zweiten Themas führten die Kreisvertreter verschiedene Praxisbeispiele an, an denen es aus ihrer Sicht Optimierungsbedarf gibt. Insbesondere innerhalb der Flexibilisierung des Spielbetriebes sind, durch die verschiedenen Arbeitsabläufe in den einzelnen Kreisfußballverbänden, Probleme zu erkennen. Spielausschussvorsitzender Norbert Liebenow  erläuterte, dass der KFV, gemeinsam mit den Vereinen, eine Themensammlung vorantreibt, um das gesammelte Feedback anschließend an die entsprechenden Ausschüsse zu übermitteln. SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer merkte an, dass es im ersten Schritt noch Probleme gab: „Die Kommunikation ist sicherlich alles andere als optimal verlaufen“, und  fügte hinzu, dass man im Landesverband diesbezüglich sehr sensibilisiert geworden ist und man dies zukünftig verbessern wird.

Die Quintessenz des Abends war, dass der Weg der gemeinsamen Kommunikation der richtige Weg ist, das Konzept Kreisdialog aber noch einer gewissen Feinjustierung bedarf.