Fußball-Abzeichen
Schleswig-Holstein Fußballverbung

Das DFB-Fußball-Abzeichen

Eine sorgfältige Vorbereitung sowie eine gewissenhafte Organisation helfen, einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sicher zu stellen. Im Folgenden werden die Stationen beschrieben sowie einige allgemeine und stationsspezifische Hinweise gegeben.

Aufbau:
Die Stationen müssen genau abgemessen werden. Bei allen Stationen ist darauf zu achten, dass die Teilnehmer/innen genügend Freiraum haben, um die Übungen zu absolvieren. Sie sollten nicht durch wartende Teilnehmer/innen bedrängt werden. Gegebenenfalls muss die Station im Start- oder Schussbereich abgegrenzt werden. Bei hohen Teilnehmerzahlen empfiehlt es sich, die Stationen je nach Beanspruchung der Rasenfläche zu versetzen.

Bitte beachten Sie beim Aufstellen des Equipments an den einzelnen Stationen zudem immer das mögliche Blenden durch Sonnenlichteinstrahlung. Dies ist wichtig, um möglichst gleichwertige Bedingungen für alle Teilnehmer/innen im Laufe des Abnahmetages gewährleisten zu können (gegebenenfalls verändern Sie den Aufbau entsprechend).

Sicherheitshinweis: Bewegliche Tore verankern!

Ablauf:
Bei einer Abnahme im Rahmen eines Vereins-/Schulfestes oder einer anderen Veranstaltung sollte am Spielfeldrand eine Anmeldestelle aufgebaut werden. Dort können sich die Teilnehmer/innen anmelden. Bei Vereinsveranstaltungen erhalten Sie dort ihr Wertungsheft.

Nach Absolvieren aller Stationen wird hier die Gesamtpunktzahl errechnet, gegebenenfalls die Urkunde ausgestellt und gemeinsam mit dem exklusiven Ansteck-Pin übergeben.

Es wird empfohlen, die Urkunden mit PC und Drucker auszustellen. Auf www.fussballabzeichen.de steht dafür eine Seriendruckdatei zum Download zur Verfügung. Selbstverständlich können die Daten aber auch handschriftlich eingetragen werden.

Ballmaterial:
Mindestens zwei Leichtbälle 360 g (bis 13 Jahre) und zwei Normalbälle pro Station bereithalten.

Station 1 - Dribbelkünstler

Aufbau:

  • Als Prellwand kann z.B. eine (Land)-Bank (bitte befestigen) verwendet werden.
  • Die Höhe der Prellwand darf max. 30 cm betragen.
  • Die Skizze zeigt, wie Stangen, Hütchen und Markierungsteller aufgebaut werden müssen. Bitte unbedingt diesesn Aufbauplan einhalten.

Durchführung:

  • Der Laufweg muss eingehalten werden (siehe Skizze)
  • Wenn die Teilnehmer/innen den Laufweg nicht einhalten, darf der Durchgang nicht gewertet werden. Dies gilt auch dann, wenn die Teilnehmer/innen nicht mit dem Ball am Fuß über die Ziellinie dribbeln.
  • Ein/e Stationsbetreuer/in achtet auf die genaue Durchführung, der/die andere nimmt die Zeit.

Aufgabe:

Start mit ruhendem Ball von der Startlinie. Die Laufrichtung durch den Parcour ist vorgegeben. Der Ball mit dem Fuß durch die Stangen dribbeln. Die Ballprellwand durch einen gezielten Innenseistoß anspielen und den zurückprallenden Ball in die weitere Laufbewegung mitnehmen. Anschließend das Stangentor mit dem Ball am Fußb durchlaufen, um die nächsten zwei Hütchen dribbeln. Durch einen gezielten und entsprechen dosierten Innenseitstoß muss der so durch das kleine Stangentor gespielt werden, dass bei gleichzeitigen Umlaufen des Tores (rechts oder links herum) der Ball hinter dem Stangentor und vor der Ziellinie wieder aufgenommen werden kann.

 

Station 2 - Kurzpass-Ass

Aufbau:

  • Als Ballprellwand kann z.B. eine Langbank oder eine sonstige stabile Bank verwedet werden.
  • Die Höhe der Langbank darf max. 30 cm betragen.
  • Die Skizze zeigt, wie Langbank und Markierungsteller/-hütchen aufgebaut werden muss.
  • Die Passlinie sollte zu besseren Orientierung für Teilnehmer/innen und Stationsbetreuer/innen deutlich markiert werden.
  • Es kann ein Tor hinter die Bank gestellt werden.

Durchführung:

  • Jeder Kontakt mit der Bank zählt als Treffer, auch wenn der Ball nicht über die Passlinie zurückkommt (Hinweis: In diesem Fall darf der Ball auf die Passlinie zurückgeholt werden!)
  • Der zurückspringende Ball darf nach jedem Rückprall mit dem Fuß kontrolliert oder auch direkt gespielt werden. Der von der Bank hoch zurückspringende Ball darf nicht mit der Hand gefangen werden.
  • Wenn der/die erste Teilnehmer/in den Ball von der Passlinie gegen die Bank spielt, wird der Pass nicht gewertet. Dies ist unbedingt einzuhalten.
  • Nur wenn der Ball über die Bank oder neben die Bank gespielt wird, darf ein Ersatzball verwendet werden.
  • Die zwei Ersatzbälle liegen auf der Passlinie an einem der beiden Eckpunkte bereit und dürfen nur vom Teilnehmer selbst wieder ins Spiel gebracht werden.
  • Ein/Eine Stationsbetreuer/in achtet auf die genaue Durchführung, der/die andere stoppt die Zeit.

Aufgabe:

Der Spieler muss den Ball mit der Innenseite 30 Sekunden gegen eine Ballprellwand spielen. Der Abstand beträgt vier Meter. Während der Übung darf zweimal ein Ersatzball verwendet werden.

 

Station 3 - Kopfballkönig

Aufbau:

  • In einem Kleinfeldtor (2 x 5m) wird ein Band in der Mitte der Latte senkrecht zum Boden gespannt. Ein zweites wird mittig zwischen den Pfosten horizontal befestigt und ein drittes vom oberen linken Toreck an das untere rechte Toreck angebracht.
  • Unbedingt auf straffe Bänder achten und die Heringe fest im Boden verankern (Unfallgefahr!)
  • Die Viermeterlinie mit Markierungskreide oder Markierungstellener/-hütchen abgrenzen.

Durchführung:

  • Der Zuwerfer steht seitlich neben dem Tor (immer auf Seite des Zielrechtecks). Er wirft von dort je zweimal von links und rechts den Ball von unten nach oben (Bogenwurf) zum Spieler. Gute Zuwürfe sind für das Gelingen der Übung entscheidend.
  • Bei einem schlechten zugeworfenen Ball, wird der Versuch wiederholt
  • Wenn der/die Teilnehmer/in den Ball innerhalb der Viermeterzone köpft, wird der Treffer nicht gewertet.
  • Sollte ein geköpfter Bal von den Bändern zurückprallen, wird der Versuch wiederholt.
  • Bälle die gegen den Pfosten oder die Latte geköpft werden und nicht ins Tor (Zielrechteck) gehen, werden als Fehlversuch gewertet.

Aufgabe:

Der Kopfstoß erfolgt aus der Bewegung in ein gevierteltes Kleinfeldtor. Der Abstand zum Tor beträgt vier Meter. In das untere Rechteck kann der Ball als Aufsetzer geköpft werden. Ein Treffer ist auch dann gültig, wenn es zu einer Berührung der Bänder kommt und der Ball anschließend durch das korrekte Zielrechteck ins Tor fliegt.

Station 4 - Flankengeber

Aufbau:

  • Das Zielquadrat wird mit bunten Markierungstellern gekennzeichnet.
  • Die zwei unterschiedlichen Entfernungen (Entferung bis 13 Jahre: 15m; ab 14 Jahre: 20m) werden von der vorderen, den Teilnehmer/innen zugewandten Seite des Quadrats aus gemessen.
  • Die Schusslinien mit Kreide, Farbe oder Spray kennzeichnen.

Durchführung:

  • Einer/Eine der Stationsbetreuer/innen muss in der Nähe des Zielquadrats stehen, um genau zu erkennen, ob der Ball im Quadrat oder auf den zum Quadrat gehörenden Linien landet. Der Ball muss nicht im Zielquadrat liegen bleiben.
  • Wenn der Ball vorher den Boden berührt, gilt der Versuch als ungültig.
  • Auch die Markierungsteller und die Linie des Zielquadrats zählen zur Treffelfläche.

Aufgabe:

Der Ball wird mit einem Zielstoß (Innenspann) als Flanke in ein quadratisches Zielgebiet gespielt.

Station 5 - Elferkönig

Aufbau:

  • In einem Großfeldtor werden zwei Bänder im Abstand von 1,5 Meter vom rechten und linken Pfosten entfernt, senkrecht zum Boden gespannt. Ein drittes wird mittig horizontal zwischen den Pfosten befestigt.
  • Unbedingt auf straffe Bänder achten und die Heringe fest im Boden verankern (Unfallgefahr!)
  • Neun- und Elfmeterpunkt deutlich markieren.

Durchführung:

  • Der/Die Teilnehmer/in schießt dreimal auf das Tor (Punktegitter).
  • Sollte ein geschossener Ball von den Bändern zurückprallen, wird der Versuch wiederholt.
  • Bälle die gegen Pfosten oder Latte geschossen werden, und nicht ins Tor gehen, werden als Fehlversuch gewertet (keine Wiederholung).

Aufgabe:
Torschuss frontal vom Neun- (bis 13 Jahre) oder Elfmeterpunkt (ab 14 Jahre) auf ein Großfeldtor.