Schleswig-Holstein Fußballverbung

„Kicking Girls“ – Netzwerktreffen beim DFB

Am 28. Oktober 2015 trafen sich die Multiplikatoren und AG-Leiter des bundesweiten Projektes „Kicking Girls“ in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main. Das Projekt dient dem Ziel, Mädchen mit Migrationshintergrund eine Möglichkeit zu geben, in einem Fußballverein oder in einer Fußball-AG einer Schule dem Hobby Fußball nachzugehen. Gefördert wird das Projekt „Kicking Girls“ von der Laureus Sport for Good Foundation Deutschland/Österreich und dem Institut „Integration durch Sport und Bildung“ e.V., welches das Projekt seit Jahren wissenschaftlich begleitet.  Auf diese Weise wird das Projekt jedes Jahr evaluiert, die Ergebnisse werden beim gemeinsamen Treffen präsentiert. So wurden z.B. im Schuljahr 2014/15 97 Mädchenfußball-AGs mit durchschnittlich 15 Teilnehmerinnen durchgeführt und 21 Turniere organisiert, an denen knapp 2000 Mädchen teilnahmen. Auch die „Coach-Ausbildungen“ gehören zu dem Projekt: Im letzten Schuljahr wurden 58 Coaches ausgebildet. In Schleswig-Holstein wird das Projekt „Kicking Girls“ durch ein eigenständiges Projekt des Landesfußballverbandes mit dem Titel „Mädchen kicken cooler“ an insgesamt fünf Standorten durchgeführt. Insofern durften auch die Vertreter des SHFV bei dem Netzwerktreffen in der DFB-Zentrale nicht fehlen. Neben dem SHFV-Verbandsmitarbeiter Kilian Weber nahm auch Kianusch Stender, Projektmitarbeiter des „Mädchen kicken cooler“-Vorzeigestandorts in Flensburg, an der eintägigen Veranstaltung teil. Diese bestand hauptsächlich aus vier Workshops zu verschiedenen Schwerpunkten, wie z.B. Netzwerkarbeit, Prävention sexueller Gewalt im Sport oder Ritualen und Kennenlern-Spielen mit Gruppen. Diese Workshops lieferten interessante neue Anregungen, wie etwa den Einsatz von Freiwilligendienstlern, Finanzierungsmöglichkeiten oder den neuen Gedanken von internationalen Kooperationen. Hierzu waren auch Delegationen aus der Schweiz, Österreich und Irland vertreten. Ein „Meet and Greet“ mit der ehemaligen Frauen-Nationalspielerin und heutigen Moderatorin des ARD, Nia Künzer, rundete eine insgesamt interessante und sehr gelungene Veranstaltung ab.

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1. Mädchen kicken cooler-Turnier Itzehoe

Eine entspannte, ausgelassene Stimmung auf und neben dem Feld - faire Spiele und das ohne Schiedsrichter - tolle Paraden und Tore!

Beim 1. Mädchen kicken cooler Turnier der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld und dem Offenen Ganztag teilten ca. 30 Mädchen ihre gemeinsame Freude am kicken und erlebten zusammen einen tollen Fußball-Nachmittag. Das Turnier, das im Rahmen der Interkulturellen Woche stattfand, ist ein Teil des SHFV-Projekts Mädchen kicken cooler, dessen Projektpartner die Gemeinschaftsschule am Lehmwohld ist. Besonders erfreulich aus Sicht der Organisatoren war, dass neben einigen aktiven Vereinsspielerinnen auch viele Teilnehmerinnen dabei waren, die bisher noch nicht im Verein spielen und sich gemeinsam mit Freundinnen als Team angemeldet hatten! Am Ende ging niemand mit leeren Händen nach Hause - neben Pokalen und einer kleinen Geschenktüte für jedes Team gab es auch für jede Teilnehmerin als Erinnerung ein offizielles Mädchen kicken cooler T-Shirt.

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Der Integrations-Cup 2014 unter dem Motto „Mädchen kicken cooler“

Der Integrations-Cup unte rdem Motto "Mädchen kicken cooler" war auch in diesem Jahr wieder intenational besetzt

Am Samstagabend, den 15. November, kam es in einem beeindruckenden Finale zwischen den C-Juniorinnen des TSB und den Mädchen des Heider SV. Gänsehaut pur! Was aber geschah in den Stunden zuvor?
Gleich morgens um 8.00 Uhr starteten die Vorbereitungen auf den Integrations-Cup 2014. Das beliebte und immer in Flensburg durchgeführte Turnier fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt.
Wieder startete der Vormittag mit internationaler Besetzung. Begrüßt wurde neben deutschen Mannschaften auch das dänische Team von BOV IF. Glanz brachte wieder der Name des FC St. Pauli mit sich. Die Dauerbrenner aus Hamburg haben schon zum dritten Mal am Integrations-Cup teilgenommen und haben jedes Mal weit oben mitgespielt. Auch in diesem Jahr?
Nach netten Grußworten der Organisatoren Kianusch Stender und Stergios Stavropoulos eröffneten BOV IF und der Heider SV in der U13-Riege das Turnier. Schon gleich war zu merken: Hier will kein Team verlieren. Alle spielten auf Sieg. In zwei Gruppen spielten u.a. die FSG Goldebek-Arlewatt und das A-Team des TSV Friedrichsberg-Busdorf sowie die zwei aufgestellten Teams der D-Juniorinnen des TSB Flensburg. Den halben Tag ging es heiß her, die oberen drei Plätze waren sehr begehrt. Zu Mittag hieß die Tabelle:

1. FC St. Pauli
2. TSV Friedrichsberg-Busdorf
3. Heider SV
4. TSB Flensburg

In den Reihen der U13-Mädchen sahnte St. Pauli ab und stellte sowohl die beste Torhüterin als auch die Torschützenkönigin des morgendlichen Turniers. Als beste Verteigerin konnte eine junge TSB-Spielerin gekührt werden. Alle Achtung!

Kurz darauf ging es weiter: Die Teams der angereisten U15-Mädchen wollten es den jungen Mädchen gleich tun (sogar besser!) und endlich ihr Turnier beginnen. Auch sie wurden freundlich begrüßt. Angereist waren u.a. Top-Teams der neugegründeten Schleswig-Holstein-Liga der C-Juniorinnen. Auch hier wurde wieder international gespielt: Neben BOV IF meldete sich auch SUB Sønderborg an. Des Weiteren spielten auch der TSV Nordhastedt und der Wiker SV sowie die JSG Südtondern und der TSV Zarpen um die begehrten Plätze. Selbstverständlich stellte der Flensburger Hausherr ebenfalls ein starkes Team!

Der TSV Nordhastedt und der Wiker SV eröffneten das Turnier. In der Gruppe A setzten sich nach knapp dreianhalb Stunden der Wiker SV sowie die JSG Südtondern an die Spitze. Im Spiel um Platz 3 setzten sich die Kieler im 9-Meterschießen gegen Südtondern durch. Zeit für das Finale: Es war nervenaufreibend und hochspannend. Lange geschah nichts. Den Spielerinnen war der lange Tag anzumerken. Dennoch gab niemand auf. Das 0:1 für den Heider SV kam unverhofft aber verdient. Die TSB-Mädchen mussten angreifen, Heide konnte sich etwas zurückhalten. Durch einen geschickten Konter schossen die Heider Mädchen das 0:2. Letztendlich konnte der Heider SV den Cup der U15 verdient für sich entscheiden.
Am Ende hieß es:

1. Heider SV
2. TSB Flensburg
3. Wiker SV
4. JSG Südtondern

Ausgezeichnet in der U15-Riege wurden:
Beste Torhüterin: Catharina Schoop (Heider SV)
Fairste Verteidigerin: Emma Christiansen (TSB)
Kreativste Spielerin: Lara Richardsen (Südtondern)
Torschützenkönigin: Lea Leichsenring (TSB)

Der SHFV, das Organisationsteam, die Stadt Flensburg und der TSB danken für das tolle Turnier! Wir freuen uns auf das Jahr 2015!

"Mädchen kicken cooler" startet mit Neujahrsturnier in das neue Jahr

Unter dem Motto „Mädchen kicken cooler“ fand am 16.02.2014 erstmals ein Neujahrsturnier in Flensburg statt. In der Sporthalle der Handelslehranstalt herrschte am Sonntagvormittag schon um 10:00 Uhr Ausnahmezustand! Pünktlich begrüßte der Projektleiter des Standortes Flensburg, Stergios Stavropoulos, gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten der SPD, Simone Lange, die sieben angereisten Teams der U13-Spielerinnen zum Neujahrsturnier 2014. Zu den Gästen gehörten drei dänische Teams, BOV IF und BOV IF 2003, das Team ErritsØ GIF, die zwei Schleswiger Teams, VfR Schleswig und der TSV Friedrichsberg-Busdorf I und II sowie die D-Juniorinnen des TSB Flensburg. Diese Konstellation versprach viele hochklassige Spielzüge und schöne Tore!

Albig streift Mädchen kicken cooler-Trikot über

„Als ich noch etwas jünger war, war ich Rechtsaußen. Hinterher war ich komischerweise immer rechter Verteidiger“, schmunzelt der Ministerpräsident mit dem „Mädchen kicken cooler“-Trikot in der Hand.
Im letzten Sommer besuchte Ministerpräsident Torsten Albig die Comenius-Schule Flensburg, um sich vom Initiator Jens Koll über das ausgezeichnete Integrationsprojekt „Mädchen kicken cooler“ zu informieren. Da er von der Atmosphäre der Schule, dem Partizipationskonzept und der Präsentation der Fußballerinnen sehr angetan war, lud er das Projekt zu einem Besuch in sein Büro in der Staatskanzlei Kiel ein.

Am 4. April nahmen Schülerinnen und Schüler der Flensburger Gemeinschaftsschule dann die Einladung wahr und fuhren mit dem Zug in die Landeshauptstadt, um zu sehen, wie man als Chef des Landes so arbeitet.
„Ich habe zwar nicht das luxuriöseste Büro“, erklärte der Ministerpräsident, „aber das mit der besten Aussicht.“

Nachdem sich begrüßt wurde und die Repräsentanten des Projekts sich mit Herrn Albig an einen Tisch setzten, wurde dann ein eigens für ihn bedrucktes Trikot überreicht. Auf der Vorderseite strahlt das Wappen von „Mädchen kicken cooler“ neben dem Schulradio-Logo. Auf der Rückseite steht unter der Rückennummer „sieben“ der Name „Albig“.
„Ich habe ein wenig geforscht und herausgefunden, dass er früher Rechtsaußen war. Deshalb die sieben“, verrät Freiwilligendienstler Kianusch Stender.

Mädchen kicken cooler: Internationaler Mädchenfußball in Flensburg

Flensburg ist Spitze! Die Handelslehranstalt in der Marienallee 5. Es ist der 19. Oktober 2013, 10:00 Uhr. Sanfte Nervosität machte sich bei den Turnierorganisatoren Kianusch Stender und Stergios Stavropoulos breit. Zum einen wollten alle eingetroffenen Teams endlich loslegen, zum anderen war das Organisationsteam neugierig, ob alles genau so klappen würde, wie sie es sich vorgestellt hatten! 10 Teams waren dem Aufruf „Mädchen kicken cooler“ nach Flensburg gefolgt (siehe Abschlusstabelle!). Erstmalig traten ein Team aus Dänemark (Team SUB Sønderborg) und der FC St. Pauli aus Hamburg an einem Mkc-Turnier an. Ganz zur Freude und Begeisterung aller anderen Spielerinnen und anwesenden Gäste.

Ein orientalisches Buffet, von Eltern der TSB-Spielerinnen vorbereitet und zum Verkauf angeboten, rundete das Ganze ab. Nach freundlicher Begrüßung der Turnierleitung eröffneten die D-Juniorinnen des TSB Flensburg das Turnier gegen die gleichaltrigen Gäste des Teams TSV Friedrichsberg-Busdorf aus Schleswig. Beide Teams kannten sich aus dem Ligabetrieb und freuten sich riesig auf das Spiel und die Atmosphäre. Die fußballbegeisterten Mädchen sausten nur so über den Hallenboden und sorgten mit ihren zahlreichen guten Aktionen für den ersten tosenden Beifall. Endstand des Eröffnungsspiels: 2:5. Ein Rückspiel stand kurz vor Ende des Turnieres an.

Es folgten 28 spannende, berauschende und energische, aber auch sehr faire und torreiche Spiele! Als erfolgreich hatten sich die 5-Meter-Tore dargestellt. Durch ihre Größe gingen Spiele selten mit 0:0 aus. Viele starke Aktionen und darauf folgender lauter Beifall waren die Folge!

Innenminister Breitner besucht Integrationspreisträger

„Es ist den Mädchen und Jungen deutlich anzumerken, dass der Fußballsport ihr Selbstvertrauen fördert“, stellte der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein Andreas Breitner erfreut fest. Der auch für den Sport zuständige Minister der Landesregierung besuchte am Montag, d. 27. Mai die beiden Preisträger des DFB-Integrationspreises 2013, die Comenius Schule in Flensburg und den VfR Schleswig. Beide hatten in ihren Kategorien Schule (Flensburg) und Verein (Schleswig) für die in den letzten Jahren geleistete Integrationsarbeit bundesweit den dritten Platz belegt und waren vom DFB im März im Rahmen des Länderspiels in Nürnberg gegen Kasachstan mit 5000,- Euro Preisgeld ausgezeichnet worden. 

Besonders erfreulich für den Innen- und Sportminister war in diesem Zusammenhang, dass mit der Comenius-Schule Flensburg einer der vier Standorte des vom Land Schleswig-Holstein mitgeförderten Integrationsprojektes „Mädchen kicken cooler“ ausgezeichnet wurde, ein „deutlicher Beleg für den Erfolg der Projektarbeit“, wie SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer ergänzte. Meyer besuchte zusammen mit dem Innenminister die Comenius-Schule. Gemeinsam ließen sich beide ausführlich von der alltäglichen Projektarbeit durch die beteiligten Mädchen und ihren zuständigen Lehrer und Mitinitiator des Projektstandortes Jens Koll  berichten.

Vor den zahlreich anwesenden Pressevertretern verkündete Innenminister Andreas Breitner dann für den SHFV und das Projekt „Mädchen kicken cooler“ eine weitere überaus erfreuliche Nachricht:  Das Innenministerium wird auch in den nächsten vier Jahren Projekte des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) zur sozialen Integration von Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund finanziell unterstützen. Der Minister übergab einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 8.600 Euro aus Sportfördermitteln des Innenministeriums an SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer.