Informationsveranstaltungen

Beauftragte "SH kickt fair" tagten in Büdelsdorf

Zu einer Arbeitstagung, die von „Eddy“ Münch, Beauftragter für gesellschaftliche Entwicklung im SHFV und dem Projektleiter Dr. Tim Cassel geleitet wurde, trafen sich die Kreisbeauftragten  „SH kickt fair“ am 15. September 2011 im Vereinsheim des Büdelsdorfer TSV.

In der wie immer harmonischen und konstruktiven Sitzung ging es um die inhaltliche Ausgestaltung der Zusammenarbeit der Kreisbeauftragten und der SHFV-Projektleitung für die Saison 2011/2012 und um aktuelle Arbeitsfälle im Bereich der Projektthematik. Zusätzlich behandelt wurde das Thema eines neuen Erscheinungsbildes des seit 2007 laufenden Projektes des SHFV, wie zum Beispiel neue Flyer, Ausweismöglichkeiten der Projektbeauftragten und weitere Elemente der Öffentlichkeitsarbeit. Diese seien notwendig geworden, „weil das Themenspektrum und die Aktivitätsfelder aller Projektmitarbeiter sich stark ausgeweitet haben“, sagte Eddy Münch. „Zusätzlich wollen wir natürlich auch den großartigen Gewinn des UEFA-Grassroots-Award 2011 mit in unsere Außendarstellung einbeziehen“, so Münch weiter.

Als nächste Fortbildungsmaßnahme sprachen sich alle Teilnehmer für ein weiteres Seminar zum Thema „Konfliktmanagement“ im Frühjahr 2012 aus, dass mit Uwe Döring der Kreisbeauftragte des KFV Kiel als ausgebildeter Mediator leiten wird. „Wir haben mit Uwe einen äußerst qualifizierten Mitstreiter für den KFV Kiel bekommen und wir freuen uns, dass er sich bereit erklärt hat, uns im Rahmen einer besonderen Qualifizierungsmaßnahme weiter zu bilden“, so Projektleiter Tim Cassel.   
 

Arbeitstagung der Kreisbeauftragten „SH kickt fair“

„Es ist überaus beachtenswert, mit welch großem Engagement unsere Mitstreiter in den Fußballkreisen die Maßnahmen des Projektes „SH kickt fair“ und auch eigene Projektideen umsetzen“, zeigte sich Eddy Münch, Beauftragter für sozialpolitische Belange im Vorstand des SHFV höchst zufrieden im Anschluss an die jährliche Arbeitstagung der Projektbeauftragten der Fußballkreise.
„Auch im dritten Jahr sind die gemeinsam festgelegten Projektinhalte in fast allen der 14 Fußballkreise sehr erfolgreich bearbeitet worden“, so Münch weiter. Neben der Vorstellung des Projektstatus und den Besonderheiten und Problemlagen in den einzelnen Kreisen ging es auch bei der diesjährigen Sitzung am 04. November im Haus des Sports in Kiel um die gemeinsame Ausgestaltung der Aufgabenbereiche des kommenden Jahres. Angeregt diskutierten die Teilnehmer u.a. über die Themen „Durchführung und Modi von Fair Play Turnieren in den Fußballkreisen“, die Organisation von Kurzschulungen zum Thema „Mannschaftsführung und Gewaltprävention im Jugendfußball“, den Sparda-Bank Integrations-Cup 2009/2010 und das SHFV-Integrationskonzept sowie Maßnahme aktiver Konfliktschlichtung. Aufgaben aus diesen Bereichen werden auch im kommenden Jahr wieder die Grundlage für den Bonuspunktekatalog „SH kickt fair 2010“ bilden. Weiterer Schwerpunkt der Sitzung war natürlich auch der Fall gewalttätiger Ausschreitungen beim Spiel Bergenhusen vs. Schleswig IF II und deren erfolgreiche Aufarbeitung durch den Fußballkreis und den SHFV.

SHFV und Fußballkreis Rendsburg auf dem Tag der Landespolizei

„Eine tolle Aktion für unser Projekt“, freute sich Eddy Münch, Vorstandsmitglied des SHFV. Münch war am 13. September extra nach Rendsburg gekommen, um zusammen mit dem Projektbeauftragten „SH kickt fair“ des Fußballkreises Rendsburg-Eckernförde, Ralf Harenkamp, die gewaltpräventive Arbeit des SHFV und seines Fußballkreises Rendsburg-Eckernförde auf dem Tag der Landespolizei vorzustellen. „Wir arbeiten im gewaltpräventiven Bereich sehr eng mit der Polizei zusammen, so dass wir in diesem Zusammenhang gerne unsere Aktivitäten präsentieren“, so Münch, der eine positive Bilanz des Tages zog.

Organisator Ralf Harenkamp hätte sich allerdings noch mehr Zulauf gewünscht: „Unser Standort war etwas ungünstig, das machen wir beim nächsten Mal anders“, so der engagierte Präventionsbeauftragte des Fußballkreises.  Trotzdem war es eine durchaus gelungene Veranstaltung. Während jung und alt sein Können auf dem Soccercourt unter Beweis stellen konnte, gab es im SHFV-Zelt umfangreiches Infomaterial. Der SHFV und der FK Rendsburg-Eckernförde standen für Fragen zur Verfügung und stellten ihre Aufgabenbereiche in einigen Interviewrunden der Öffentlichkeit vor. Die Moderation führten Ralf Harenkamp, Matthias Wiemer (14 Jahre) oder Fenja Wiemer (11 Jahre). Um 13:00 Uhr stellten Eddy Münch und Ralf Harenkamp das Projekt „SH kickt fair“ ausführlich vor und erläuterten der Öffentlichkeit ihre Arbeit. Hierbei wurde die deutliche Notwendigkeit des Projektes für den schleswig-holsteinischen Fußball klar herausgearbeitet. Ferner präsentierte sich der KFV Rendsburg-Eckernförde. Dieser wurde vertreten durch Werner Kirstein (1. Vorsitzender), Torsten Schmidt (Kreislehrwart) und Robert Lohmann (Kreisjugendwart). Alle drei berichteten von ihren Aufgaben im Fußballkreis. Es wurde auch die enge Zusammenarbeit mit dem SHFV und insbesondere dem Projekt „SH kickt fair“ betont. Um 15:00 Uhr stellte sich dann der Schiedsrichterausschuss des Kreises Rendsburg-Eckernförde vor.

Vertreten wurde dieser von Hans-Werner Karstens (Vorsitzender), Patrik Hahn (stellvertretender Lehrwart) und den Schiedsrichtern Jörg Kohn (LK 1 – Schiedsrichter und Fußballobmann) und Lars Gruhlke aus dem Kreis Kiel (LK 3 – Schiedsrichter).
Es wurde die Arbeit im Bereich interne Verwaltung, Lehrarbeit (Aus- und Fortbildung) und Schiedsrichtergewinnung vorgestellt. Zudem erzählten Jörg Kohn und Lars Gruhlke wie sie SR wurden und wie viel Freude sie an diesem Amt haben. 
Ein gelungenes Event, dass auf dem nächsten Tag der Landespolizei in Neumünster 2010 wiederholt werden soll.

Ralf Harenkamp

Gegen Diskriminierung und Rassismus im Verein

Am Wochenende fand im Vitalia Seehotel in Bad Segeberg der Kongress „Vereine stark machen - Im Norden" statt. Die Veranstaltung war der Auftakt der Fortsetzung des bundesweiten Kongresses „Vereine stark machen - Was tun gegen Rassismus und Diskriminierung im Verein" 2007 in Halle/Saale auf regionaler Ebene. Das Besondere: Als Teilnehmer wurden nicht nur Experten gesucht, sondern Praktiker, also Spieler, Trainer, Vorstandmitglieder, Übungsleiter, Sicherheitsbeauftragte, Vereinsmitglieder und engagierte Fans. Jeder also, der in seinem täglichen Umfeld mit Fußball zu tun hat.
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz, das Projekt „Schleswig-Holstein kickt fair" des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands und „Am Ball bleiben - Fußball gegen Rassismus und Diskriminierung" hatten sich zum Ziel gesetzt, sich auszutauschen und gemeinsam Strategien zu entwickeln, um Intoleranz und Diskriminierung entgegen zu wirken.

„Ich glaube, dass wir mit unseren Workshops, die bundesweit veranstaltet werden, den Nerv der Vereine treffen“, so Gerd Wagner von der Deutschen Sportjugend aus Frankfurt. „Es ist wichtig, dass Fortbildung und Qualifizierung deutlich ausgebaut werden. Auch müssen die Übungsleiter und Eltern für die Probleme sensibilisiert werden“, so Wagner, der sich wünscht, „dass die Vereine sich an die Verbände wenden, um sich Hilfestellung zu holen“. Wagner weiter: „Viele wissen gar nicht, welche Möglichkeiten die Verbände anbieten!“


Fußball gibt mit seiner gesamtgesellschaftlichen Funktion ein Bild der Gemeinschaft wieder, in der wir leben. Aggression und Diskriminierung sollten hier keinen Platz haben, trotzdem kommt es immer wieder zu rassistisch und gewaltmotivierten Auseinandersetzungen. Im bezahlten Fußball gibt es bereits eine breite Palette an Maßnahmen gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz auf den Plätzen und Rängen. Die Herausforderung sind aber gerade der Amateurfußball und die kleinen Vereine, die oft Schwierigkeiten haben, ein solches Problem überhaupt erst zu artikulieren und darauf aufmerksam zu machen. Dabei werden Konflikte auf den regionalen Spielfeldern meist zuerst sichtbar: diskriminierende Beleidigungen des Gegenspielers, aggressive Rufe von der Tribüne oder eskalierende Gewalt und Handgreiflichkeiten treten leider bei vielen Amateurvereinen häufig auf. Vielfach wird der Umgang mit den Betreffenden noch erschwert, da es sich oft um Täter aus dem Bekanntenkreis oder um Vereinsmitglieder handelt.

In 4 Workshops konnten sich die Teilnehmer in Bad Segeberg mit den für sie relevanten Fragen auseinandersetzen: „Wie können Vereine gemeinsam mit Ihren Mitgliedern und Fans gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung in den eigenen Reihen vorgehen?", „Wehret den Anfängen - Nur harmlose Fälle oder der Beginn einer ernsthaften Problematik? Zum Umgang mit auffälligen Jugendspielern und dem (Fehl-)Verhalten der Eltern am Spielfeldrand.", „Integration durch Fußball?" und „Warum ist die Rückennummer 88 tabu?" waren die Titel der Workshops.


Die Workshop-Leiter Sarah Köhler (Diplom Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin;
Internationaler Bund; Fanprojekt Lübeck), Christian Graap (Diplom Sozialpädagoge / Sozialarbeiter; AWO Lübeck), Sami Inci (Projektbeauftragter "SH kickt fair" des Fußballkreises Neumünster), Ulrike Lau (Diplom-Sozialpädagogin, Gewaltpräventionstraining; Kommunikationstraining) und Sebastian Schmidt (Mitarbeiter des Informations- und Kompetenzzentrums Rechtsextremismus, IKARUS in Wiesbaden) gaben den Teilnehmern wichtige Hinweise im Umgang mit den Problemstellungen.
Tim Cassel vom SHFV: „Sehr erstaunlich war zu sehen, wie groß das Bedürfnis aller Teilnehmer war, über die Themen zu sprechen. Die Diskussionsrunden waren sehr rege. Die Thematik soll in Zukunft vertiefet und das Engagement ausgeweitet werden. Klar ist, dass wir alle auf Jugendplätzen gefordert sind, frühzeitig Zivilcourage zu zeigen.“


Die Veranstalter waren mit der Resonanz sehr zufrieden. Nahezu 80 Teilnehmer nutzten das Angebot. Die Kosten für Übernachtung und Verpflegung wurden großzügigerweise von den drei kooperierenden Veranstaltern übernommen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Tim Cassel (SHFV), Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel. E-Mail: t.cassel@shfv-kiel.de.

(Patrick Nawe)

Infoveranstaltung für Eltern und Zuschauer in Schleswig

Infoveranstaltung beim Fußballkreis Schleswig
Zielgruppe: Eltern und Zuschauer

Kein Platz für Gewalt
"Schleswig-Holstein kickt fair"

7. Oktober 2008, 19.30 Uhr
Hotel "Ruhekrug" in Schleswig
Referent: Tim Cassel
Projektleiter "Schleswig-Holstein kickt fair"

Liebe Eltern;
Sie sind begeisterte Fans Ihrer Kinder und begleiten sie zu den Fußballspielen. Die Kinder freuen sich darüber und sind glücklich, dass die Eltern mitfahren.
Die Verantwortlichen des Fußballs in unserem Kreisfußballverband Schleswig freuen sich ebenfalls über diesen Zuspruch und diese Unterstützung.
Auch wenn die Mehrzahl der Erwachsenen sich am Spielfeldrand vernünftig verhalten, "schießen" einige jedoch über das Ziel hinaus.
Hier möchte ich als Beauftragter "SH kickt fair" im KFV Schleswig einhaken und Sie herzlich zur Infoveranstaltung einladen, damit wir darüber reden können.

Mit sportlichen Grüßen
Ihr
Wolfgang Winkler

Schleswig-Holstein Kickt Fair

 

 


 

 

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