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Die SHFV U20 landete unerfreulich auf dem 16. Platz
Die besten Spielerinnen Schleswig-Holsteins der Jahrgänge 90-93 waren auch dieses Jahr wieder eingeladen den Länderpokal der U 20 Frauen in Duisburg-Wedau vom 26.-30.März auszutragen. Am Anreisetag (Freitag) war man unbeschadet gegen Abend in der Sportschule eingetroffen und absolvierte ein lockeres „Auflockern der Beine“, nach der langen Fahrt. Am ersten Spieltag traf die Auswahlmannschaft von Dieter Bollow auf den Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Offensiv aufgesellt, mit einem 4:3:3 System, entwickelten die Schleswig-Holsteinerinnen von Anfang an Druck und erarbeiteten sich unzählige gute Torchancen. Anfang der ersten Halbzeit traf Christina Krause (Holstein Kiel) zielsicher zum 1:0.
Die Mecklenburgerinnen kamen kaum aus ihrer eigenen Hälfte heraus und so musste die Torhüterin Vicktoria Bendt (Holstein Kiel) nicht einen Ball in die Hand nehmen. Gegen Ende der 1. Halbzeit sorgte Joy Grube (FFC Oldesloe) für den zweiten Treffer. Sie setzte sich laufstark auf der rechten Seite durch und die verunglückte Flanke endete etwas glücklich im gegnerischen Tor. Nach der Halbzeitpause verlor man etwas die Ordnung. Die Spielerinnen, so schien es, schalteten einen Gang zurück, um Kräfte für die kommenden Aufgaben zu sparen. Trotzdem erzielte Joy Grube ihr 2. Tor zum 3:0 nach einer schönen Passkombination mit Christina Krause.Auch danach hatte man noch unzählige Torchancen, die ungenutzt blieben. Ein Manko, dass sich durch das ganze Turnier ziehen sollte. Das Spiel endete dann auch nach 70min. (Je Halbzeit 35 min.) mit 3:0.
Nach diesem Sieg herrschte eine gute Stimmung in der Mannschaft und man freute sich auf den nächsten, schweren Gegner Brandenburg. Verstärkt wurde die Mannschaft von Rachel Rinast (Holstein Kiel), die aufgrund einer wichtigen Veranstaltung erst nachreisen konnte. Das Spiel gegen Brandenburg, die fast ausschließlich Spielerinnen aus der 2. Bundesligamannschaft von Turbine Potsdamm in Ihren Reihen haben, entwickelte sich von Anfang an zu einem kampfbetontem Spiel. Die Schleswig- Holsteinerinnen spielten taktisch sehr diszipliniert und verschoben immer gut im Block, um so die Räume eng zu machen. Stefanie Storm (FFC Oldesloe) lieferte eine großartige Partie als einzige Sechserin und „stopfte“ laufstark immer wieder entstandene Löcher. So gelang es sogar in der 1. Halbzeit mit 1:0 in Führung zu gehen. Lisa Stein-Schomburg (Hagen-Ahrensburg) nahm einen Steilpass durch ihre Vereins-kameradin Charlotte Kuziek in die Spitze mit dem Oberschenkel technisch sauber an und verwertete den Ball unhaltbar ins lange Eck.
Dem späteren Länderpokalsieger Brandenburg gelang es jedoch noch in dieser Halbzeit auszugleichen und so ging es mit einem 1:1 verdient in die Pause. Auf dem tiefen Platz präsentierten sich die Schleswig-Holsteinerinnen weiter kampfstark. Trotzdem gelang den Brandenburgerinnen, nicht unverdient, dass zweite Tor. Vier Minuten vor Schluss hatte Laura Bahr (MTSV Olympia Neumünster) den Ausgleich auf dem Fuß, der Ball landete leider nur am Innenpfosten und sprang wieder hinaus. Das Spiel endete mit einem 2:1 Sieg für die Brandenburgerin, mit etwas mehr Glück im Abschluss hätte es aber auch 2:2 ausgehen können. Leider musste Christina Krause zur Halbzeit aufgrund einer Knieverletzung ausgewechselt werden und konnte auch im späteren Verlauf des Turniers nicht mehr eingesetzt werden.
Am dritten Tag traf man auf den Landesverband Mittelrhein, auch ein sehr starker Gegner. Etwas defensiver eingestellt , startete man verhalten in das Spiel. Die Spielerinnen vom Mittelrhein übernahmen sofort die Initiative und versuchten immer wieder durch gefährliche Tiefenpässe zum Torerfolg zu kommen. So entstand auch das erste Tor. Ein Ball wurde durchgelegt und Viktoria Bendt kam beim Rauslaufen leider einen Schritt zu spät. Die gegnerische Stürmerin mußte den Ball nur noch reinschieben, wenn auch aus spitzem Winkel. Davon ließen sich die Schleswig-Holsteinerinnen aber nicht sonderlich beeindrucken und kamen im Verlauf der 2.Halbzeit immer besser ins Spiel. Wenn es schnell über die Außen ging, wurde es immer gefährlich vor dem Tor der mittelrheinischen Auswahl. Nach einer wunderschönen Flanke von Lisa Stein-Schomburg über die rechte Seite, schoss die eingewechselte Charlotte („Lotte“) Kuziek (Hagen-Ahrensburg) den Ball unhaltbar flach in die linke Ecke. Zum Ende hin wurde es ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften. So konnte Victoria Bendt einen tollen Fernschuss parieren und eine 1:1 Situation für sich entscheiden. Auf der anderen Seite hatte Rachel Rinast zwei „Big Points“ , die leider ungenutzt blieben. Wieder fehlte die Nervenstärke im Torabschluss und so trennte man sich 1:1 unentschieden.
Dennoch war Auswahltrainer Dieter Bollow mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Nach diesem Spieltag fand man sich auf Platz 9 wieder und sollte am nächsten Tag gegen die U 16 DFB- Mannschaft spielen, im Grunde genommen ein machbarer Gegner. Am letzten Morgen ging es früh auf dem Kunstrasenplatz gegen den DFB-Auswahl der U16 mit unserer Schleswig-Holsteinerin Michelle Einfeldt. Zu dem Ausfall von Christina Krause, mussten wir leider auch auf Stefanie Storm aus gesundheitlichen Gründen verzichten. Trotz schwerer Beine präsentierten sich die Spielerinnen willensstark und wollten das Spiel gewinnen. Im Lauf des Spiels konnten sie immer besser umsetzten was Trainer Bollow forderte, nämlich den Ball über viele Stationen in den eigenen Reihen zu halten, um Ball und Nationalspielerinnen laufen zu lassen. Gerade die Innenverteidigung mit Lena Schrum (Holstein Kiel) und Maie Stein (Hagen-Ahrensburg) stand wieder gut. Charlotte Kuziek übernahm die Position von Stefanie Storm und machte ebenfalls ein gutes Spiel, genau wie die gesamte Mannschaft. Die Spielerinnen erarbeiteten sich gute Möglichkeiten, schafften es aber leider wieder nicht, den Ball im Tor unterzubringen.
In die Halbzeit ging es mit einem spielgerechtem 0:0. Die zweite Halbzeit begann gut für die Schleswig-Holsteinerinnen, man hatte das Spiel „im Griff“. Durch ein unnötiges Foul an der Strafraumgrenze gab es einen Elfmeter gegen uns. Dieser wurde unhaltbar für Lene Morgenroth verwandelt. Die Mannschaft versuchte noch mal den Gegner unter Druck zu setzten, schaffte es aber nicht, die dadurch entstandenen Chancen zu nutzten. Kurz vor dem Abpfiff gingen die deutschen U 16 Mädchen nach einer schönen Kombination mit 2:0 in Führung. Am Ende sprang dann leider nur der 16. Platz für Schleswig-Holstein raus. Sicherlich nicht das, was Verbandssportlehrer Bollow erwartet hatte, aber wieder einmal hatte Schleswig-Holstein mit den besten Mannschaften des Länderpokals(Brandenburg, Mittelrhein und DFB U16) mithalten können.
In der Abschlussbesprechung betonte er noch mal, dass ihm das Auftreten seiner Mannschaft gut gefallen habe, man müsse aber an den Punkten Passspiel, Abschluss und vor allem an der persönlichen Fitness der Einzelnen arbeiten. Die nicht optimale Vorbereitung in den Vereinen aufgrund des Schneechaos und die wenigen Spiele, machten sich auch hier bemerkbar. Sonst wäre vermutlich „mehr drin gewesen“.
Erfreulich jedoch war, dass es zwei Nominierungen für Sichtungsmaßnahmen des DFBs gab. So werden Mannschaftsführerin Lena Schrum und Torhüterin Viktoria Bendt (beide Holstein Kiel) demnächst Post vom DFB erhalten. Traurig hingegen war, dass es für Christin Vogt (Holstein Kiel) und Stefanie Storm (FFC Oldesloe) die letzte Maßnahme für Schleswig-Holstein war, da sie aufgrund ihres Alters nun „rausgewachsen“ sind. Beide haben ein sehr starkes Turnier gespielt und waren für Schleswig-Holstein über Jahre hinweg Leistungsträgerinnen der verschiedenen U- Mannschaften. Vielen Dank dafür!
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