Schleswig-Holstein Kickt Fair
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Aktion "Fairplay des Monats"
Fair-Play-Geste des Monats geht auf die Ostseeinsel Fehmarn Dieter Becker, Trainer des RSV Landkirchen III, hat die Fair Play Geste des Monats Dezember im Rahmen der Aktion „Fair ist mehr“ des Deutschen Fußballbundes und des SHFV gewonnen. Eine Jury des SHFV wählte den passionierten Sportsmann für folgendes faires Verhalten aus: Der TSV Dahme II konnte mangels ausreichender Spielerzahl nicht zu seinem Kreisklasse-Heimspiel gegen den RSV Landkirchen III antreten. Normalerweise würden die Punkte dann automatisch dem RSV III zugesprochen, doch dessen verantwortlicher Trainer Dieter Becker wollte keinen Sieg am „Grünen Tisch“ und vertrat diese Meinung auch vor seinen Spielern. Diese und andere Personen aus dem Umfeld des RSV III hatten große Bedenken mit Blick auf einen erfolgreichen Ausgang eines möglichen Nachholspiels. Viele Spieler waren der Meinung, dass die Punkte mitgenommen werden sollten. Das diese Bedenken auch nicht ganz unberechtigt waren, sollte sich dann auch zeigen:
Am Nachholspieltag setzte der TSV Dahme II spielberechtigte U21-Spieler ein, mit denen der RSV III komplett überfordert war. Letztere verloren klar mit 1:4. Dem fairen Verhalten des Trainers Dieter Becker, das zwar für eine Niederlage, aber dennoch für einen Sieg des Sportsgeistes gesorgt hatte, sollte dennoch Tribut gezollt werden: RSV III-Spieler Jörg Bügge-Mau meldete die Aktion dem SHFV, der Dieter Becker mit der Fair Play Geste des Monats Dezember auszeichnete.
Die Auszeichnung vor Ort nahmen der Vorsitzende des KFV Ostholstein, Egon Boldt, und der Beauftragte für das Projekt „SH kickt fair“ des KFV OH, Günter Kloss persönlich vor. Sie übereichten Dieter Becker zwei Eintrittskarten für das Spiel St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt in der 2. Bundesliga am 19. Dezember. Schon im Dezember 2010 ging die Fairplay-Geste des Monats nach Ostholstein damals zum SV Göhl. „Ich freue mich sehr, wenn derart faire Aktionen aus dem KFV Ostholstein ausgezeichnet werden. Herzlichen Glückwusch an Dieter Becker und den RSV Landkirchen“, so Egon Boldt. „Den Sportsgeist vor den unbedingten Erwerb der drei Punkte zu stellen ist echtes Fair Play“, ergänzte Günter Kloss als Mitarbeiter des Projektes „SH kickt fair“. Dieter Becker freute sich indes über seine Anerkennung. Da Jörg Bügge-Mau beruflich verhindert war, konnte der RSV III-Coach gemeinsam mit seiner Frau Isa ans Millerntor zum FC St. Pauli fahren.
| Fair Play Geste des Monats November Zu Beginn dieser Serie hat sich die 1. Herrenmannschaft des TuS Hoisdorf (Kreisliga Stormarn) mit einer tollen Geste in Sachen Fair Play ausgezeichnet. Im Kreisligaspiel zwischen dem SV Türkspor Bad Oldesloe und TuS Hoisdorf am Dienstag, den 16.08.11, hatten die Oldesloer kurzfristig um einen früheren Spielbeginn gebeten, damit die muslimischen Spieler von Türkspor Bad Oldesloe zeitig wieder Speisen und Getränke zu sich nehmen können. Im islamischen Fastenmonat Ramadan ist es den Muslimen zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang nicht erlaubt, etwas zu essen oder zu trinken. Die Hoisdorfer bestanden hier nicht auf einen möglichen Vorteil, sondern verzichteten in der Anfangsphase sogar auf einige Spieler, die erst kurz nach dem Anpfiff erschienen waren.
Beim Mannschaftstraining wurde das Team des TuS Hosidorf und besonders dessen Trainer Stefan Grau für dieses Fair Play-Verhalten vom „Schleswig-Holstein kickt fair“-Beauftragten des KFV Stormarn, Harald Berndt, mit einer Urkunde und zwei Eintrittskarten für ein Spiel des FC St. Pauli gegen Dynamo Dresden geehrt. „Diese positiven Schlagzeilen brauchen wir im Fußball. Hier nimmt eine Mannschaft Rücksicht auf den religiös bedingten Wunsch des Gegners nach einer früheren Anstoßzeit. Das ist eine überaus sportliche Geste“, so Harald Berndt.
Drei Tage nach der Ehrung stand auch schon das Rückspiel dieser Partie auf dem Spielplan. Die Oldesloer waren diesmal in Hoisdorf zu Gast. Das Spiel im August endete torlos. Beim Rückspiel gab es dann 10 Tore zu bestaunen und die Hoisdorfer verloren zwar mit 3:7 diese Partie, liegen aber in Punkto Fair Play im Monat November ganz oben.
| Fair Play Geste des Monats April „Fair Play“ im C-Jugend-Spiel der JSG Hattstedt/Arlewatt III und JSG Mitte NF II
Fair Play wurde am Samstag den 12. März 2011 auf dem Sportplatz in Hattstedt großgeschrieben. Im Nachholspiel der JSG Hattstedt/Arlewatt gegen JSG Mitte NF wurde aus einer Not ein großes Spiel. Zum angesetzten Spiel war kein Schiedsrichter verfügbar, so dass sich die beiden Vereine schnell auf eine Partie ohne Schiedsrichter einigten. Die Mannschaften wurden schnell über die Situation unterrichtet, und waren ebenfalls einverstanden.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. In einem Spiel, das am Ende mit einem verdienten 5:0 an die JSG Mitte NF ging, waren lediglich drei Spielunterbrechungen von Nöten. Diese Unterbrechungen waren schnell von den Spielern beider Mannschaften im gegenseitigen Einvernehmen geklärt und das Spiel wurde fortgesetzt. Fair Play wurde in diesem Spiel so groß geschrieben, dass selbst bei einer kniffligen Situation an der Strafraumgrenze die gefoulte Mannschaft (JSG Mitte NF), erklärte dass der Spieler außerhalb des Strafraumes gefoult wurde und das Spiel mit einem Freistoß fortgesetzt wurde.
Das Spiel war anfangs ausgeglichen, und als in der 26. Spielminute Luca Gerlach die Gäste in Führung brachte, war die Hoffnung noch nicht ganz verloren. Doch als kurz nach Wiederanpfiff Luca erneut traf, schien der Widerstand gebrochen. Dennis Beck traf in der 45. Spielminute nach Vorarbeit durch Luca Gerlach zum 3:0, und in der 49. Minute zum 4:0. Den letzten Treffer in dieser Partie erzielte Jörn Petersen zum insgesamt verdienten 5:0 Sieg über die JSG Hattstedt/Arlewatt.
Einziger Wehrmutstropfen des Spiels war die Verletzung von Christoph Denß, der sich ohne gegnerische Einflussnahme einen Muskelfaserriss im rechten Bein zuzog.
Dieses Spiel war ein sehr guter Beweis dafür, dass auch ein Spiel ohne Schiedsrichter geführt werden kann, solange die Vereine und deren Betreuer sich auf das Wesentliche, nämlich das Fußballspielen und die damit verbundene Freude am Sport, konzentrieren. Wünschenswert wäre, dass auch in Spielen die durch einen Schiedsrichter geleitet werden, die Spieler und Betreuer sich mit dem Sport befassen, anstatt sich über die Leistungen der Schiedsrichter auszulassen, und dadurch die Stimmung und das Meckern noch zu schüren. Wir sehen, es geht auch anders.
| Fair Play Geste des Monats MärzSchleswig-Holsteinischer Fußballverband belohnt Fairplay (Dithmarscher Landeszeitung)
Am Anfang war es nur eine Idee. Aber eine gute und Ideen braucht es in einer Welt, die mitunter auf der Stelle tritt. Und am Ende stand sogar eine kleine Ehrung.
Dumm Gelaufen war es im Jugendfußballspiel zwischen dem TSV 1892 Nordhastedt und der SG Elbmarsch. Der Platz war nicht bespielbar, aber der Gast trotzdem angereist, obschon er vorher nachgefragt hatte. Ganz vergebens wollte die Spielgemeinschaft die weite Fahrt aber nicht gemacht haben und beanspruchte die Punkte für sich. Der Staffelleiter vermittelte für das Nachholspiel aber einen Heimrechttausch.
Vor dem Rückspiel wurde die Dithmarscher Leiterin des Projektes „Fair ist mehr“, Cornelia Horn aus Lohe-Rickelshof, auf die Partie aufmerksam und sah nun auch die Probleme der Nordhastedter, die schon zum zweiten mal nach Glückstadt sollten. Sie schlug ein Rückspiel auf halbem Weg vor. „Ohne zu zögern stimmten beide Vereine meinem Vorschlag zu und ich hatte in Karsten Arp von der TS Schenefeld einen Obmann, der mir sofort ein Spielfeld zur Verfügung stellte.“
Für die Fairplay-Geste des Monats schlug sie daher Elbmarsch-Trainer Olaf Appel, Nordhastedts Coach Klaus-Peter Tiessen sowie den Schenefelder Jugendobmann vor und nahm die Ehrung dann in Schenefeld auch gleich vor. Neben der Ehre gab es für die Trainer Karten für das Bundesligaspiel zwischen dem FC St. Pauli und Werder Bremen. Dass beide HSV-Fans sind und damit eher nicht an dieser Partie interessiert, ist nur eine kleine Randgeschichte. Am Anfang steht nämlich oft eine gute Idee.
Wir bedanken uns sehr bei der Dithmarscher Landeszeitung für den Artikel und bei Olaf Jensen für das Foto.
| Fair Play Geste des Monats Februar „War der Ball im Tor?“ Diese Frage stellt sich des Öfteren auf Sportplätzen. Das gilt beileibe nicht nur für Spiele in Schleswig-Holstein, sondern auch für die der deutschen Nationalmannschaft, wie wir im Spiel gegen England bei der WM in Südafrika eindrucksvoll sehen konnten. Dort war es sogar ein vierköpfiges Schiedsrichter-Gespann, das nicht die richtige Entscheidung treffen konnte. Wie sollen dann erst Schiedsrichter, die in den unterklassigen Ligen auf sich allein gestellt sind, immer die richtige Entscheidung treffen? So ist es verständlich, dass nicht jede Situation immer sofort korrekt bewertet werden kann. Das war dann auch beim Spiel des Leezer SC gegen den SV Eichede am 3. November 2010 in der Alt- Herren-Kreisliga im Kreisfußballverband Stormarn der Fall. Schiedsrichter Heinz Westphal berichtet über die Situation wie folgt auf dem Spielbericht: „In der 30. Spielminute entschied ich erst auf Befragen des Torwartes Stefan Langhein vom SV Eichede auf Tor für den Leezener SC zum 1:0, da ich nicht mit letzter Sicherheit erkannt hatte, ob der Spielball nach dem Torschuss des Stürmers des Leezener SC, Benjamin Schröder, die Torlinie zwischen den Pfosten oder neben dem Tor überschritten hatte, da das Tornetz nicht korrekt am Pfosten befestigt war. Der Torwart Stefan Langhain bestätigte mir sofort, dass der Ball korrekt zwischen den Pfosten die Torlinie überschritten habe. Ich bedankte mich bei Stefan Langhein und setzte das Spiel mit Anstoß für den SV Eichede fort!“ Für dieses faire Verhalten wurde Stefan Langhein nun ausgezeichnet. Als Sieger der Fair Play Geste des Monats Februar, die monatlich vom Schleswig-Holsteinischen Fußballverband für besonderes faires Verhalten in allen Ligen und Spielklassen vergeben wird, erhielt der Torhüter zwei Karten für die Bundesligapartie des Hamburger SV gegen den 1. FC Köln. Geehrt wurde der Spieler im Rahmen des Heimspiels des SV Eichede gegen den TSV Bargteheide am 11. März. „Ein sympathischer Torhüter, der die Karten wahrlich verdient hat.“, stellte Harald Berndt, Projektbeauftragter „Schleswig-Holstein kickt fair“ des KFV Stormarn, fest. Bei der Ehrung flachsten einige Mitspieler: „Nur durch das Tor haben wir das Spiel verloren…“. Dass dies aber nicht böse gemeint ist wird schnell deutlich, denn die Mannen von Trainer Lillo Minacori spielen Fußball um Spaß zu haben. Dabei spielt Fair Play offensichtlich eine große Rolle.
| SV Göhl beweist Fairness Wöchentlich bestreiten über 600 Vereine in Schleswig-Holstein Fußballspiele in den verschiedensten Altersklassen. Der weitaus größte Teil dieser Spiele wird absolut sportlich und fair ausgetragen. Berichtet wird in den Medien aber häufig von den wenigen Negativbeispielen, wenn das Fair Play auf oder neben dem Fußballplatz mal wieder mit Füßen getreten wurde. Viel zu wenig Beachtung finden nach Meinung des SHFV die vielen positiven Beispiele gelebter Fairness, wie zum Beispiel folgende Aktion aus dem Kreisfußballverband Ostholstein, die dem SHFV im Rahmen von „Fair ist mehr“ gemeldet wurde:
In der Partie der B-Junioren des SV Göhl II und des TSV Lensahn am 6. November 2010 konnte der Gastverein, der TSV Lensahn, nur mit 9 Feldspielern antreten. Da war es für den Mannschaftsführer Andre Metzsch und Trainer Dieter Broer vom SV Göhl sofort selbstverständlich, dass auch sie ihre Mannschaft reduzieren. So verzichtete der SV Göhl auf die eigene Überzahl von 2 Spielern und damit einen großen Vorteil und startete mit 10 Spielern. Als der TSV Lensahn später sein Team auf 10 Spieler ergänzen könnte, spielten dennoch beide Mannschaften mit 10 Spielern weiter. Zur Halbzeit war das Spiel ausgeglichen und beide Mannschaften lieferten sich ein Spiel „auf Augenhöhe“, das der SV Göhl II am Ende gewann und damit seine ersten 3 Punkte in der Kreisliga einfahren konnte.
Dieses Fair Play Verhalten wurde vom Schiedsrichter Reinhold Dannewitz auf dem Spielbericht notiert und vom Staffelleiter der A- und B-Junioren im KFV Ostholstein, Ralf Albers, an den Projektbeauftragten „Schleswig-Holstein kickt fair“ im KFV, Günter Kloss, gemeldet.
Als Sieger der Fair Play Geste des Monats Januar dürften sich nun zwei Vertreter der Mannschaft über Karten des Hamburger SV gegen Eintracht Frankfurt freuen. Überreicht wurden diese vom Beauftragten für Fair Play im Vorstand des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, Eberhard Münch, zusammen dem Vorsitzenden des KFV Ostholsteins Egon Boldt und dem Fair Play Beauftragten Güter Kloss im Rahmen eines Trainings der Mannschaft.
| Fair Play Geste des Monats November Derby im Kreis Plön - die Mädchen von der SG Wentorf /Dannau treffen auf den SV Knudde 88 Giekau. Kein Spiel wie jedes andere, es geht um Ansehen und um sportliche Rivalität. „Die Spielerinnen kennen sich fast alle aus der Schule, hier wollen alle gewinnen“, weiß Hauke Liliental, Fußballobmann des TSV Dannau.
Für Martina Uecker-Maaß, die Trainerin der SG Wentorf/Dannau, ist es auch ein besonderes Spiel. Aber für sie geht es um mehr als nur den Sieg über das gegnerische Team: „Fair Play und Spaß ist wichtiger als Gewinnen. Fußballball und Sport im Allgemeinen bietet viel mehr als ein Sieg.“ So auch bei diesem Spiel. Ein Mädchen vom SV Knudde 88 Giekau besitzt keine Spielerlaubnis, trotzdem steht diese auf dem Spielbericht und soll möglicherweise eingewechselt werden. Da Martina Uecker-Maaß selbst einmal ein nicht spielberechtigtes Mädchen bei einem Turnier eingesetzt hat, und erlebte, was es bedeutet, ein nicht spielberechtigtes Mädchen einzusetzen, weiß sie, dass dies zur Wertung des Spiels zum Vorteil ihrer Mannschaft führen würde. Um nicht „unverdient“ zu gewinnen, weist Martina Uecker-Maaß den Trainer von SV Knudde 88 Giekau darauf hin. Sofort streicht der Trainer die Spielerin von der Mannschaftsliste. Das Spiel beginnt, es ist das erwartete faire Derby. Am Ende gewinnt der SV Knudde 88 Giekau mit 5:2. Für Fußballobmann Hauke Liliental aber kein Grund zum Ärger: „Ich habe ein tolles Spiel gesehen und bin sehr stolz auf unsere Trainerin Martina Uecker-Maaß. Sie bewies heute echtes Fair Play! Deswegen war mir sofort klar, dass ich das vorbildliche Verhalten von Martina im Rahmen der SHFV-Aktion „Fair Play Geste des Monats“ melden werde.“
Eberhard Münch, Fair Play Beauftragter im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband, sah dies genau so: „Als ich die Meldung gelesen habe, wusste ich gleich, dass das Verhalten einmalig und zu 100 Prozent vorbildlich ist. Zur Nachahmung empfohlen“, so Eberhard Münch.
Um der SHFV- Aktion besonderen Ausdruck zu verleihen, überraschten Eberhard Münch und Tim Heidemann, Mitarbeiter beim SHFV, Martina Uecker-Maaß und ihre „Mädels“ beim Training. Im Gepäck hatten sie einen Gutschein über zwei HSV-Karten für den Bundesligakracher gegen Bayer Leverkusen und einer Urkunde. „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und die Karten. Zwar bin ich Bayern Fan, ich liebe aber die Atmosphäre in jedem Stadion.“, freute sich die passionierte Trainerin.
| Fair Play Geste des Monats Bundesligakarten für Fair Play Aktionen zu gewinnen!  Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband und der Deutsche Fußballbund küren auch in dieser Saison jeden Monat auf der SHFV-Homepage und im SHFV-Magazin ein besonderes Beispiel für faires Verhalten oder eine nachahmenswerte Initiative für ein faires Miteinander im Fußballsport als "Fair Play - Geste des Monats". Zu gewinnen gibt es jeden Monat zwei Karten für die Spiele der Nordklubs der 1. und 2. Bundesliga. Spieltag für Spieltag kommt es auf und neben den Fußballplätzen zwischen Nord- und Ostsee zu manchmal fast unbemerkten außerordentlichen "Fair Play Aktionen", die es aber verdient hätten, von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen und gewürdigt zu werden. Das soll im Rahmen des SHFV-Projektes "Schleswig-Holstein kickt fair" auf dieser Homepage geschehen und eine Vorbildfunktion für alle Fußballer in Schleswig-Holstein entfalten. Der SHFV benötigt für die Aktion "Fairplay des Monats" die Mithilfe aller fußballbegeisterten Schleswig-Holsteiner! Sie alle sind aufgefordert, beispielhaft faires Verhalten von Spielern, Trainern, Betreuern und Vereinsmitarbeitern zu melden. "Schleswig-Holstein kickt fair" unterstützt die Aktion "Fair ist mehr" des Deutschen Fußball-Bundes! Die Meldungen werden nicht nur ausführlich auf der Homepage des SHFV vorgestellt und mit Bundesligakarten geehrt, sondern gelten auch für die DFB-Aktion "Fair ist mehr". Den Fußballern, deren faires Verhalten gemeldet wird, winken - neben den Karten für ein Bundesligaspiel - attraktive Preise im Rahmen der Aktion "Fair ist mehr". Auch diejenigen, die faires Verhalten melden, erhalten einen Preis. Eine kompetent besetzte Jury des SHFV bewertet die eingegangenen Meldungen und kürt die "Fair Play Geste des Monats". Der SHFV leitet alle Zusendungen weiter an den DFB, der seinerseits alljährlich die Bundessieger der Aktion "Fair ist mehr" kürt. Als Hauptgewinn wartet die Einladung zu einem Länderspiel mit interessantem Rahmenprogramm. Weitere Informationen zur DFB-Aktion finden Sie unter: http://www.dfb.de/ Wie erfolgen die Meldungen: Die Meldungen erfolgen mit Hilfe des offiziellen "Fair ist mehr- Meldebogens", der unter der Rubrik "Schleswig-Holstein kickt fair-Downloads" zu erhalten ist. Um faires Verhalten auszeichnen zu können, benötigt der SHFV neben den im Kopf des Formulars erfragten Daten eine genaue Schilderung der Aktion, in der auch die Namen der fairen Spieler/Trainer usw. genannt sind. Außerdem ist die Anschrift desjenigen einzutragen, der die Meldung abgibt. Unter Fair Play ist zum Beispiel zu verstehen, dass... - ein Spieler/Trainer eine Schiedsrichter-Entscheidung zuungunsten der eigenen Mannschaften korrigiert,
- ein Stürmer eine erfolgversprechende Aktion abbricht, um einem verletzten Gegenspieler zu helfen,
- ein Trainer/Spieler in bemerkenswerter Art und Weise einen oder mehrere andere Spieler seiner Mannschaft zu fairem Verhalten auffordert,
- ein Trainer einen auffällig unfairen Spieler, auch wenn dieser noch nicht von einem Feldverweis bedroht ist, auswechselt,
- ein gefoulter Spieler durch eine demonstrative Geste gegenüber dem foulenden Spieler aufkommende Emotionen beruhigt,
- ein Vereinsmitarbeiter sich bemüht, Zuschauer zu fairem Verhalten zu veranlassen.
Die Meldungen können gesendet werden an: Tim Heidemann Mitarbeiter "Schleswig-Holstein kickt fair" Schleswig-Holsteinischer Fußballverband Winterbeker Weg 49 24114 Kiel Tel.: 0431-6486-224 Fax: 0431-6486-193 Mail: t.heidemann@shfv-kiel.de
| Platzverweis des Gegenspielers verhindert Eine Fair-Play-Geste der besonderen Art ereignete sich beim Kreisklasse-A-Spiel zwischen den unmittelbaren Tabellennachbarn FC Holtenau 07 und der SV Eintracht Kiel.
In der 60. Spielminute sah der Schiedsrichter Matthias Kraatz ein leichtes Foulspiel durch einen Spieler von Eintracht Kiel an seinem Gegenspieler. Er sah wie der Verursacher auf den Gefoulten Cyrille Ngoungo einredete und meinte, eine vermeintliche rassistische Beleidigung zu hören. Aus seiner Sicht folgerichtig zog er sofort die Rote Karte. Ein Platzverweis wegen einer rassistischen Beleidigung hätte weit reichende sportgerichtliche Folgen für den betroffenen Spieler und seinen Verein gehabt. Zu Recht gehen die Sportrichter in Schleswig-Holstein diesen Verfehlungen auf der Basis der Schiedsrichterberichte konsequent nach und sprechen empfindliche Sanktionen aus. Dass dieses Nachspiel in diesem Fall nicht nötig wurde, verdanken alle Beteiligten Cyrille Ngoungo. Er ging sofort nach der Aktion zum Schiedsrichter und teilte diesem mit, dass er zwar gefoult worden sei und sein Gegenspieler ihm zwar etwas rüde mitgeteilt habe, er solle nicht schauspielern -rassistisch beleidigt worden sei er aber keinesfalls. Der Schiedsrichter nahm daraufhin die Rote Karte zurück und das Spiel, das aufgrund der Tabellensituation schon eine enorme Brisanz aufwies, konnte mit vollständiger Besetzung fortgesetzt werden.
„Eine bemerkenswerte Geste“, meinte nicht nur der Schiedsrichter, der diesen Vorfall in seinem Spielbericht vermerkte, sondern auch Jan-Erik Saß, der 1. Vorsitzende des FC Holtenau 07. Dieser Einschätzung wollte sich die Fair-Play-Jury des SHFV unter Vorsitz des Fair-Play-Beauftragten Eddy Münch unbedingt anschließen. So wurde Cyrille Ngoungo mit der Fair-Play-Geste des Monats April ausgezeichnet und erhielt zwei Karten für das Spiel der U21-Auswahl des SHFV gegen die Bundesligastars von Schalke 04 am vergangenen Wochenende. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung“, sagte Cyrille Ngoungo als ihm die Karten und die Urkunde vom SHFV überreicht wurden. „Ich will mit fairen Mitteln gewinnen, und nicht, weil der Schiedsrichter meinen Gegenspieler zu Unrecht vom Platz wirft“, so der passionierte Kicker des FC Holtenau 07.
| F-Jugendspieler gewinnt Fair Play Geste des Monats März „Ich bin stolz auf meinen Sohn!“ Das ist ein Satz, den man schon das ein oder andere Mal von Vätern rund um die Fußballplätze im Lande vernehmen kann. Meist gilt diese Aussage allerdings tollen Toren oder einer besonderen kämpferischen Leistung der Schützlinge. Dass diese Worte ein besonders faires Verhalten beschreiben, ist dagegen eher selten. In diesem Fall gebühren sie dem siebenjährigen Recep Kara, einem F-Jugendspieler von der SG Oldesloe, der hier von seinem Vater für sein vorbildliches faires Verhalten auf dem Sportplatz gelobt wird. Dem wollte sich der SHFV unbedingt anschließen. Der Verband zeichnete den jungen Spieler im Rahmen des Projektes „Schleswig-Holstein kickt fair“ unter der Maßnahme „Fair Play Geste des Monats März“ aus. Doch was gab Anlass zu dieser Auszeichnung? Im Spiel der 4. F-Jugend der SG Oldesloe beim SSV Großensee prallte ein Spieler der Gastgeber mit Recep Kara zusammen. Das Spiel ging weiter aber der Spieler blieb am Boden liegen, hielt die Hände an den Kopf und weinte. Recep lief zu dem Spieler, entschuldigte sich, half ihm auf, signalisierte, dass eine Verletzung vorliegt und brachte den Spieler zur Außenlinie, damit dieser behandelt werden konnte. Günther Jonischkies, Jugendobmann vom SSV Großensee, sah diese Szene und meldete Sie an Harald Berndt, den „Fair-Play“-Beauftragten im Kreis Stormarn: „Recep Kara war es in diesem Augenblick egal, wie das Spiel weiterlief. Für mich war die Aktion eine außergewöhnlich faire Geste“, so Jonischkies, der selbst auch als Schiedsrichter fungiert und einen guten Blick für Spielerverhalten besitzt. Auch das Trainergespann Mirco Dölling und Simon Sowa freute sich über diese Auszeichnung: „Recep ist kein Spieler, der sich etwas sagen lässt und hat jede Menge Temperament, bleibt aber immer fair auf und neben dem Spielfeld.
"Dank der großzügigen Unterstützung des FC St. Pauli konnten dem Spieler zwei Karten für das ausverkaufte vorletzte Saisonheimspiel von St. Pauli gegen TuS Koblenz überreicht werden. „Ich freue mich sehr über die zwei Karten“, freute sich Recep, als er von einer Reporterin interviewt wurde. |
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