Aktion "Fairplay des Monats"

Fair Play Geste des Monats

 

Bundesligakarten für Fair Play Aktionen zu gewinnen!

 

 

Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband und der Deutsche Fußballbund küren auch in dieser Saison jeden Monat auf der SHFV-Homepage und im SHFV-Magazin  ein besonderes Beispiel für faires Verhalten oder eine nachahmenswerte Initiative für ein faires Miteinander im Fußballsport als "Fair Play - Geste des Monats".
Zu gewinnen gibt es jeden Monat zwei Karten für die Spiele der Nordklubs der 1. und 2. Bundesliga. 
Spieltag für Spieltag kommt es auf und neben den Fußballplätzen zwischen Nord- und Ostsee zu manchmal fast unbemerkten außerordentlichen "Fair Play Aktionen", die es aber verdient hätten, von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen und gewürdigt zu werden. Das soll im Rahmen des SHFV-Projektes "Schleswig-Holstein kickt fair" auf dieser Homepage geschehen und eine Vorbildfunktion für alle Fußballer in Schleswig-Holstein entfalten.

Der SHFV benötigt für die Aktion "Fairplay des Monats" die Mithilfe aller fußballbegeisterten Schleswig-Holsteiner! Sie alle sind aufgefordert, beispielhaft faires Verhalten von Spielern, Trainern, Betreuern und Vereinsmitarbeitern zu melden.

"Schleswig-Holstein kickt fair" unterstützt die Aktion "Fair ist mehr" des Deutschen Fußball-Bundes! 

Die Meldungen werden nicht nur ausführlich auf der Homepage des SHFV vorgestellt und mit Bundesligakarten geehrt, sondern gelten auch für die DFB-Aktion "Fair ist mehr". Den Fußballern, deren faires Verhalten gemeldet wird, winken - neben den Karten für ein Bundesligaspiel - attraktive Preise im Rahmen der Aktion "Fair ist mehr". Auch diejenigen, die faires Verhalten melden, erhalten einen Preis.
Eine kompetent besetzte Jury des SHFV bewertet die eingegangenen Meldungen und kürt die "Fair Play Geste des Monats".
Der SHFV leitet alle Zusendungen weiter an den DFB, der seinerseits alljährlich die Bundessieger der Aktion "Fair ist mehr" kürt. Als Hauptgewinn wartet die Einladung zu einem Länderspiel mit interessantem Rahmenprogramm. Weitere Informationen zur DFB-Aktion finden Sie unter: http://www.dfb.de/

Wie erfolgen die Meldungen:

Die Meldungen erfolgen mit Hilfe des offiziellen "Fair ist mehr- Meldebogens", der unter der Rubrik "Schleswig-Holstein kickt fair-Downloads" zu erhalten ist.  Um faires Verhalten auszeichnen zu können, benötigt der SHFV neben den im Kopf des Formulars erfragten Daten eine genaue Schilderung der Aktion, in der auch die Namen der fairen Spieler/Trainer usw. genannt sind. Außerdem ist die Anschrift desjenigen einzutragen, der die Meldung abgibt.

Unter Fair Play ist zum Beispiel zu verstehen, dass...

  • ein Spieler/Trainer eine Schiedsrichter-Entscheidung zuungunsten der eigenen Mannschaften korrigiert,
  • ein Stürmer eine erfolgversprechende Aktion abbricht, um einem verletzten Gegenspieler zu helfen,
  • ein Trainer/Spieler in bemerkenswerter Art und Weise einen oder mehrere andere Spieler seiner Mannschaft zu fairem Verhalten auffordert,
  • ein Trainer einen auffällig unfairen Spieler, auch wenn dieser noch nicht von einem Feldverweis bedroht ist, auswechselt,
  • ein gefoulter Spieler durch eine demonstrative Geste gegenüber dem foulenden Spieler aufkommende Emotionen beruhigt,
  • ein Vereinsmitarbeiter sich bemüht, Zuschauer zu fairem Verhalten zu veranlassen.

Die Meldungen können gesendet werden an:

Tim Heidemann
Mitarbeiter "Schleswig-Holstein kickt fair"
Schleswig-Holsteinischer Fußballverband
Winterbeker Weg 49
24114 Kiel

Tel.: 0431-6486-224
Fax: 0431-6486-193
Mail: t.heidemann@shfv-kiel.de

 

 

 

 


  

 

 

Platzverweis des Gegenspielers verhindert

Eine Fair-Play-Geste der besonderen Art ereignete sich beim Kreisklasse-A-Spiel zwischen den unmittelbaren Tabellennachbarn FC Holtenau 07 und der SV Eintracht Kiel.

In der 60. Spielminute sah der Schiedsrichter Matthias Kraatz ein leichtes Foulspiel durch einen Spieler von Eintracht Kiel an seinem Gegenspieler. Er sah wie der Verursacher auf den Gefoulten Cyrille Ngoungo einredete und meinte, eine vermeintliche rassistische Beleidigung zu hören. Aus seiner Sicht folgerichtig zog er sofort die Rote Karte. Ein Platzverweis wegen einer rassistischen Beleidigung hätte weit reichende sportgerichtliche Folgen für den betroffenen Spieler und seinen Verein gehabt. Zu Recht gehen die Sportrichter in Schleswig-Holstein diesen Verfehlungen auf der Basis der Schiedsrichterberichte konsequent nach und sprechen empfindliche Sanktionen aus. Dass dieses Nachspiel in diesem Fall nicht nötig wurde, verdanken alle Beteiligten Cyrille Ngoungo. Er ging sofort nach der Aktion zum Schiedsrichter und teilte diesem mit, dass er zwar gefoult worden sei und sein Gegenspieler ihm zwar etwas rüde mitgeteilt habe, er solle nicht schauspielern -rassistisch beleidigt worden sei er aber keinesfalls. Der Schiedsrichter nahm daraufhin die Rote Karte zurück und das Spiel, das aufgrund der Tabellensituation schon eine enorme Brisanz aufwies, konnte mit vollständiger Besetzung fortgesetzt werden.

„Eine bemerkenswerte Geste“, meinte nicht nur der Schiedsrichter, der diesen Vorfall in seinem Spielbericht vermerkte, sondern auch Jan-Erik Saß, der 1. Vorsitzende des FC Holtenau 07. Dieser Einschätzung wollte sich die Fair-Play-Jury des SHFV unter Vorsitz des Fair-Play-Beauftragten Eddy Münch unbedingt anschließen.
So wurde Cyrille Ngoungo mit der Fair-Play-Geste des Monats April ausgezeichnet und erhielt zwei Karten für das Spiel der U21-Auswahl des SHFV gegen die Bundesligastars von Schalke 04 am vergangenen Wochenende. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung“, sagte Cyrille Ngoungo als ihm die Karten und die Urkunde vom SHFV überreicht wurden. „Ich will mit fairen Mitteln gewinnen, und nicht, weil der Schiedsrichter meinen Gegenspieler zu Unrecht vom Platz wirft“, so der passionierte Kicker des FC Holtenau 07.

F-Jugendspieler gewinnt Fair Play Geste des Monats März

„Ich bin stolz auf meinen Sohn!“ Das ist ein Satz, den man schon das ein oder andere Mal von Vätern rund um die Fußballplätze im Lande vernehmen kann. Meist gilt diese Aussage allerdings tollen Toren oder einer besonderen kämpferischen Leistung der Schützlinge. Dass diese Worte ein besonders faires Verhalten beschreiben, ist dagegen eher selten.  In diesem Fall gebühren sie dem siebenjährigen Recep Kara, einem F-Jugendspieler von der SG Oldesloe, der hier von seinem Vater für sein vorbildliches faires Verhalten auf dem Sportplatz gelobt wird.  Dem wollte sich der SHFV unbedingt anschließen. Der Verband zeichnete den jungen Spieler im Rahmen des Projektes „Schleswig-Holstein kickt fair“ unter der Maßnahme  „Fair Play Geste des Monats März“ aus. Doch was gab Anlass zu dieser Auszeichnung? Im Spiel der 4. F-Jugend der SG Oldesloe beim SSV Großensee prallte ein Spieler der Gastgeber mit Recep Kara zusammen. Das Spiel ging weiter aber der Spieler blieb am Boden liegen, hielt die Hände an den Kopf und weinte. Recep lief zu dem Spieler, entschuldigte sich, half ihm auf, signalisierte, dass eine Verletzung vorliegt und brachte den Spieler zur Außenlinie, damit dieser behandelt werden konnte.
Günther Jonischkies, Jugendobmann vom SSV Großensee, sah diese Szene und meldete Sie an Harald Berndt, den „Fair-Play“-Beauftragten im Kreis Stormarn: „Recep Kara war es in diesem Augenblick egal, wie das Spiel weiterlief. Für mich war die Aktion eine außergewöhnlich faire Geste“, so Jonischkies, der selbst auch als Schiedsrichter fungiert und einen guten Blick für Spielerverhalten besitzt. Auch das Trainergespann Mirco Dölling und Simon Sowa freute sich über diese Auszeichnung: „Recep ist kein Spieler, der sich etwas sagen lässt und hat jede Menge Temperament, bleibt aber immer fair auf und neben dem Spielfeld.

"Dank der großzügigen Unterstützung des FC St. Pauli konnten dem Spieler zwei Karten für das ausverkaufte vorletzte Saisonheimspiel von St. Pauli gegen TuS Koblenz überreicht werden. „Ich freue mich sehr über die zwei Karten“, freute sich Recep, als er von einer Reporterin interviewt wurde.

Christina Krabbe Fair Play Siegerin im Januar

„Hart zum Ball und fair zum Gegner“ ist das passende Motto für Christina Krabbe von Vineta Schacht-Audorf. Die 36 jährige Spielerin spielte früher in der Bundesliga beim Schmalfelder SV auf der 6er Position und musste gestandenen Nationalspielerinnen den Ball streitig machen. Sie ist hart im Nehmen und kann sich in ihren Zweikämpfen oft  sehr gut durchsetzten. Ralf Harenkamp, Fairplay Beauftragter des Kreises Rendsburg-Eckernförde und Schiedsrichter, kann dies bestätigen: „Christina spielt einen sehr körperbetonten Fußball, oftmals muss ich ihre Aktionen auch unterbinden, aber sie bleibt trotzdem immer fair.“. Nun wurde Christina Krabbe wegen einer besonders fairen Geste ausgezeichnet. Bei den Kreismeisterschaften ging es für Vineta Schacht-Audorf um den Einzug in die Endrunde. Beim Spielstand von 3:2 schoss sie einer Gegenspielerin den Ball versehntlich ins Gesicht, so dass diese zu Boden ging. Das freie Tor vor Augen stoppte Christina den Ball und signalisierte dem Schiedsrichter, dass die Spielerin behandelt werden müsse, bevor das Spiel weitergehen könne. „Eine sehr faire Aktion“ loben auch die Zuschauer der Meisterschaft, „hätte Sie weitergespielt, wäre das Spiel vermutlich durch das Tor zum 4:2 entschieden gewesen.“ Für diese Aktion bekam Christina nach Turnierende von Ralf Harenkamp ein T-Shirt übereicht und wurde von ihm beim SHFV beim Projekt „fair ist mehr“ gemeldet.

Bei der Nominierung für die „Fair Play Geste des Monats Januar“ wurde Christina Krabbe vom SHFV gewählt, da sie die erforderlichen Kriterien optimal erfüllt und ein gutes Beispiel für fairen Umgang darstellt. Beim Ausweichtraining im Pagelsdorf-Fußball-Center in Kiel konnten nun der SHFV Mitarbeiter Tim Heidemann und Ralf Harenkamp der Spielerin zwei Karten für das ausverkaufte HSV Spiel gegen Eintracht Frankfurt übereichen. Die verlegene Spielerin freute sich sehr über die Karten: „Meine Mitspielerinnen haben alle gelacht, dass ich die Fair Play Siegerin geworden bin, da ich eine sehr robuste Fußballspielerin bin und auch gerne einmal austeile. Zum Spiel werde ich unsere Mannschaftskapitänin mitnehmen.“ Einen schönen Nachmittag wird die beiden erwarten, denn auf  den Schleswig-Holsteinischen Plätzen kann auch das nächste Wochenende noch nicht gespielt werden.


Fair Play Geste Dezember

Bei der Aktion „Fair Play des Monats“ ist für den  Dezember letzten Jahres der 33-jährige Jörg Mitscherling aus Wiemersdorf für sein faires Verhalten auf dem Fußballplatz ausgewählt worden.

Der Spieler des TSV Wiemersdorf wurde in einem knappen Kreisklassenspiel, in dem es um wichtige Punkte gegen den Abstieg ging, beim Stand von 3:2 in der 83. Spielminute  gefoult. Durch den lauten Aufschrei des Spielers und die vermeintliche Härte des Fouls entschied sich der Schiedsrichter Oke Hiebert für die Rote Karte. Das sah der gefoulte Spieler Mitscherling anders. Er ging zum Unparteiischen und erklärte, dass die Attacke seines Gegenspielers nicht so hart gewesen und zudem der Ball gespielt worden sei. Oke Hiebert glaubte Mitscherlich und tauschte die Rote gegen die Gelbe Karte aus.

„Dieses Verhalten zeigt deutlich, dass es beim Fußball nicht nur um Siege, sondern auch um den richtigen Umgang und  vor allem die richtige Kommunikation zwischen Spielern, Schiedsrichtern und Trainern geht. So mancher Konflikt könnte durch ein Gespräch zur rechten Zeit vernünftig beigelegt werden, sagt Eddy Münch, Vorstandsmitglied und Fair Play Beauftragter des SHFV. Münch und SHFV-Mitarbeiter Tim Heidemann überreichten Jörg Mitscherlich im Rahmen der SHFV-Aktion „Fair Play Geste des Monats“ zwei von Holstein Kiel zur Verfügung gestellte Karten für das SHFV Hallenmasters am 16.01.2010. in Kiel.  „Ein toller Preis, ich wollte schon immer einmal zu den Hallenmasters“, freute sich der Geehrte.

Eine „Fair Play“ Meldung lohnt sich immer. Jede eingehende Meldung wird bearbeitet und macht automatisch bei der bundesweiten Aktion „Fair ist mehr“ des DFB und der „Fair Play Geste des Monats“ des SHFV mit. Die Aussicht auf Erfolg ist groß.

Meldungen bitte an Tim Heidemann, Schleswig-Holsteinischer Fußballverband, Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel. Schiedsrichter haben außerdem die Möglichkeit, außergewöhnlich faire Aktionen direkt auf dem Spielbericht einzutragen.

Fair Play Geste des Monats November

Florian Flüh ist immer fair dabei

Spieltag für Spieltag tragen Spieler, Betreuer und Trainer auf allen Fußballplätzen in Schleswig-Holstein mit fairer Haltung zu einem gerechten Wettbewerb bei. Sie geben eigene Fehler zu, korrigieren Schiedsrichterentscheidungen, kümmern sich um verletzte Kontrahenten oder sorgen für eine ruhige Atmosphäre auf dem Spielfeld. Es sind oftmals nur kleine Begebenheiten, dafür aber große Gesten. Leider werden diese häufig unbemerkten Aktionen von einigen wenigen negativen Vorkommnissen in den Hintergrund gedrängt. Damit diese vorbildlichen Gesten auch von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden, würdigt der Schleswig-Holsteinische Fußballverband im Rahmen des Projektes „SH kickt fair“ diese Vorbildfunktion mit der „Fair Play-Geste des Monats“ sowohl auf seiner Homepage als auch in der Tagespresse. Diesmal wurde ein Sportfreund aus dem Fußballkreis Schleswig mit der Fair-Play-Geste des Monats November ausgezeichnet.

Was ist passiert?

Im Kreisligaspiel zwischen dem Schleswig IF und dem FC Angeln 02 II schoss ein FC Spieler auf das Tor von SIF. Obwohl der Ball die Torlinie nicht überschritten hatte, erkannte der Schiedsrichter zum Entsetzen der Schleswiger den Treffer an und zeigte sofort zur Mittellinie. Zu diesem Zeitpunkt stand es 4:1 und es waren noch 20 Minuten zu spielen. Dieses Tor hätte der Partie durchaus neue Spannung verleihen können.
Ungeachtet dessen lief der Stürmer Florian Flüh zum Unparteiischen und erklärte, dass der Ball die Linie nicht überschritten hätte und es daher auch kein Tor gewesen sei. Dieses faire Zeichen nahm der Schiedsrichter auf und annullierte den Treffer. „Eine bemerkenswert faire Geste, die in der heutigen Zeit nicht immer selbstverständlich ist“, meinte Wolfgang Winkler, Beauftragter des Fußballkreises Schleswig für das Projekt „SH kickt fair“. „Es ist schön, auch einmal etwas Positives aus unserem zuletzt arg strapazierten Fußballkreis zu berichten“, so Winkler weiter.
Im Rahmen der DFB- und SHFV-Aktion „Fair-Play Geste des Monats“ wurde Florian Flüh nun für sein vorbildliches Verhalten im Auftrag des Fair Play Beauftragten des SHFV, Eddy Münch, durch Wolfgang Winkler und SHFV-Mitarbeiter Tim Heidemann ausgezeichnet. Dem Spieler wurden als Anerkennung für sein vorbildliches Verhalten zwei Eintrittskarten für das Zweitligaspiel zwischen den Kultvereinen FC St. Pauli und Union Berlin am kommenden Sonntag überreicht.

Im Gespräch erklärte der Neunzehnjährige, dass für ihn Fair Play selbstverständlich sei.
Das scheint offensichtlich so zu sein. Schon im vergangenen Jahr fiel der damalige A-Jugendspieler ebenfalls wegen seines fairen Verhaltens auf. Damals wurde seinem Team beim Stande von 0:2  ein Strafstoß zugesprochen. Auch hier berichtigte er den Unparteiischen und nahm damit in Kauf, dass seine Mannschaft am Ende unterlag.

(Bericht und Bilder W.W.)

Fair Play Geste des Monats Oktober

Für AKM Lübeck ist Fair Play wichtig

An einem verregneten Spätsommer-Donnerstag pfiff der Schiedsrichter Boris Hoffmann die Partie im Kreispokal zwischen dem in der Kreisklasse B spielendem TSV Dänischburg und dem Kreisligisten AKM Lübeck auf Grund einbrechender Dunkelheit bereits zehn Minuten vor der angesetzten Anfangszeit um 19 Uhr an. Auf dem Papier eine klare Angelegenheit. Anders aber der Spielverlauf, kurz vor Ablauf der 90 Minuten konnte der höher klassige AKM einen verdienten Rückstand ausgleichen. So ging das Spiel in die Verlängerung, bei der Dänischburg in der 100. Minute wieder in Führung gehen konnte. Da die hereinbrechende Nacht das Spielen inzwischen unmöglich machte, musste der Schiedsrichter das Spiel abbrechen.


Satzungskonform müsste dieses Spiel, um keinen Nachteil für AKM entstehen zu lassen, wiederholt werden. Das sah der Trainer Wolfgang Hussmann vom AKM Lübeck aber anders: „Der TSV Dänischburg hat verdient gewonnen, wir verzichten auf die nächste Runde.“, so der Trainer. Diese Aussage wurde auch dem Spielausschuss gemeldet und der TSV Dänischburg konnte durch das faire Verhalten in die nächste Runde einziehen.

Für das faire Verhalten, welches die Leistung der gegnerischen Mannschaft anerkennt, verdient die Mannschaft und der Trainer Respekt und Bewunderung, denn dies zeigt, dass es unter Fußballern nicht nur um Punkte und Tore, sondern auch um Spaß am Fußball, die Achtung und Ehrung des sportlichen Gegenparts und die Ehrlichkeit im Sport geht.

Durch diese Aktion sichert sich der AKM Lübeck mit der Auszeichnung „Fair Play des Monats“ zwei Karten für ein Bundesligaspiel des Hamburger SV. Mehmet Aksahin freut sich über die Auszeichnung, da dies zeigt, dass die Maßnahmen gegen Gewalt und für Fair Play im Verein Früchte trägt und den Verein in das Licht setzt, welches dieser mit ihren Integrationsbemühungen verdient. Dies konnte der Fairplay-Beauftragte des Kreis Lübeck und im Kreisgericht tätige Holger Stäbler auch bestätigen: „Die Urteile gegen den AKM Lübeck haben stark abgenommen.“

Ganz uneigennützig auch das Verhalten des Trainers und des Fußballbeauftragten beim Erhalt der HSV-Karten: „Die Karten sollen in der Mannschaft verlost werden, da diese der eigentliche Sieger im Fair Play ist.“

Fair Play lohnt sich auch für Spielerfrauen

Im Derby zwischen dem SV Hamweddel und dem TuS Jevenstedt II wurde ein Spieler der Heimmannschaft, Dirk Pietschak, aus kurzer Distanz von einem scharfen Schuss im Gesicht getroffen. Aus der Sicht des Schiedsrichters sah es nach einem Handspiel aus, so dass er beim Spielstand von 0:0 auf den Elfmeterpunkt zeigte.
Daraufhin ging Frank Schmidt, Akteur der Gäste aus Jevenstedt, zum Schiedsrichter und erklärte, dass sein Gegenspieler den Ball tatsächlich ins Gesicht bekommen habe und somit kein Handspiel vorliege, woraufhin der Schiedsrichter seine Entscheidung korrigierte. Für Udo Völker, den Trainer des SV Hamweddel war dieses Verhalten so bemerkenswert, dass er Frank Schmidt im Rahmen der DFB- und SHFV-Aktion „Fair Play Geste des Monats“ für sein vorbildliches Verhalten ausgezeichnet wissen wollte.
Dieser Meinung schloss sich auch die Jury des SHFV im Monat Mai an. Ralf Harenkamp, Beauftragter für das Projekt „Schleswig-Holstein kickt fair“ im Fußballkreis Rendsburg-Eckernförde konnte im Auftrag des Fair Play Beauftragten des SHFV, Eddy Münch, Frank Schmidt zwei Eintrittkarten für das Bundesliga-Spiel des HSV gegen den VfL Bochum überreichen. „Damit werde ich mir zusammen mit meiner Frau einen schönen Tag in Hamburg mit abendlichem Fußballspiel machen“, freute sich der umtriebige Akteur des TuS Jevenstedt, der nicht nur für die zweite Mannschaft des Vereins in der A-Klasse aktiv ist, sondern auch für die Alten Herren.
Letztere sind auch in anderen Vereinen nicht alle immer so gelassen gegenüber Schiedsrichterentscheidungen wie Frank Schmidt.    

Fair Play Geste des Monats April

„Eine tolle Aktion, die hoffentlich auch bei anderen Vereinen Schule macht“, sagt Holger Stäbler, Beauftragter des Fußballkreises Lübeck für das Projekt „SH kickt fair“ über die vorbildliche Fair Play Geste der Jugendabteilung des ATSV Stockelsdorf. Die Jugendkicker/innen des Lübecker Vorortvereins haben mit ihren Trainern und Betreuern einen Leitfaden entwickelt, in dem die gemeinsamen Vorstellungen von einem fairen Miteinander auf und neben den Fußballplätzen festgehalten sind.  Pöbeleien oder gar Gewalt werden hier eine klare Absage erteilt. Daran sollen sich nicht nur die Mitglieder des eigenen Vereins, sondern auch die Gäste des ATSV in Zukunft orientieren. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Verhalten der Eltern und deren wichtiger Vorbildfunktion für die Nachwuchsfußballer.
Der gesamte Spieltag der Jugendabteilung des ATSV (insgesamt elf Spiele) wurde am 28. März der Vorstellung des Leitfadens gewidmet. Auf Hinweistafeln wurden die Aktiven und ihre insgesamt 400 Zuschauer an diesem Tag über die bereits bestehenden Probleme mit Gewalt- und Diskriminierungsvorkommnissen im Jugendfußball und mögliche Maßnahmen dagegen informiert. Stellvertretend für die gesamte Jugendabteilung zeichnete Holger Stäbler die Hauptinitiatoren dieser Fair Play Geste des Monats, Frank Stolze und Stefan Schröder, mit zwei Bundesliga-Ehrenkarten für das Spiel Hamburger Sportverein gegen Hannover 96 aus. Der HSV unterstützt die Aktion des DFB und SHFV „Fair Play Geste des Monats“ großzügig.     
“Nachahmungseffekte sind ausdrücklich erwünscht“, hofft Stolze darauf, dass andere Vereine die Idee der Stockelsdorfer aufgreifen. 
  
Foto: (von rechts) Frank Stolze, Holger Stäbler, und Stefan Schröder

Fair Play Geste des Monats März

Trainergespann der B-Juniorinnen des FFC Oldesloe ausgezeichnet

„Die Aktion ist zwar schon ein paar Tage her, aber sie ist es wert im Rahmen der neuen SHFV - Maßnahme „Fair Play Geste des Monats“ ausgezeichnet zu werden“, erläutert Eddy Münch, zuständiges Vorstandsmitglied für den Bereich der Fair Play – Arbeit, die Ehrung eines tollen Fair Play - Beispiels. Bereits im Dezember letzten Jahres trafen im Spitzenspiel der Schleswig-Holstein-Liga die B-Juniorinnen des FFC Oldesloe und des SSC Hagen-Ahrensburg aufeinander. Nach einer Verletzung musste der SSC mit nur 10 Mädchen das Spiel bestreiten, da auch keine Auswechselspielerinnen zur Verfügung standen. Das FFC - Trainergespann Christian Pusch und Christian Borrek nahm daraufhin ebenfalls eine Spielerin vom Feld, damit weiter unter gleichen Voraussetzungen um den Sieg gespielt werden konnte. Diese Maßnahme fand Andreas Herrmann vom SCC Hagen-Ahrensburg so bemerkenswert, dass er sie im Rahmen der DFB-Aktion „Fair ist mehr“ an den SHFV meldete.„Für uns war die Auswechslung unter diesen Voraussetzungen eine Selbstverständlichkeit“, sagt Christian Borrek vom FFC.

Diese Einstellung ist längst nicht bei allen verantwortlichen Trainern und Betreuern zu finden. Zumal wenn es sich um eine sportlich äußerst wichtige Begegnung handelt. Das Spiel zwischen den beiden Mädchenmannschaften war ein Spitzenspiel in der SH-Liga und zusätzlich ein Derby, eine Konstellation, die andernorts schon mal für ausufernde Rivalität sorgt. Damit derartiges Fair Play seine Nachahmer findet, wurde die Meldung unter mehreren Einsendungen von einer Jury des SHFV zur ersten „Fair Play Geste“ überhaupt gewählt und in der vergangenen Woche veröffentlicht.  Als besonderen Preis erhielten die beiden Trainer zwei Eintrittskarten für ein Bundesligaspiel des Hamburger SV, der die neue Aktion von DFB und SHFV großzügig unterstützt. 

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