U17
U17 des SHFV beim Länderpokal in Duisburg
Nach guten Leistungen und der Vizemeisterschaft bei den Norddeutschen Meisterschaften in Barsinghausen fuhren wir mit großem Optimismus zum Länderpokal nach Duisburg. Am Mittwoch trafen wir uns gegen 10 Uhr in der Sportschule in Malente. Mit fleißiger Hilfe der anwesenden U17 – Auswahlspielerinnen waren aller Sportsachen, Bälle, etc. schnell gepackt und gut gelaunt starteten wir Richtung Buddikate, wo der nächste Schwung an Mädchen aus dem Süden Schleswig-Holsteins hinzu stieß. Ohne große Staus ereichten wir pünktlich gegen 17 Uhr die Sportschule in Duisburg- Wedau. Mit einer lockeren Trainingseinheit mit Ball wurde die Müdigkeit der langen Busfahrt aus den Beinen geschüttelt. Das Abendessen schmeckte nach dem langen Tag besonders gut. Mit einer Theorieeinheit wurde dann der Tag um 22 Uhr zur Nachtruhe beendet, um für das morgige Spiel gegen den 1. Gegner aus Sachsen fit zu sein.
Der nächste Tag begann sehr früh und nach dem Aufwärmprogramm wurde unser Spiel pünktlich um 10 Uhr angepfiffen. Der Gegner legte los „wie die Feuerwehr“ und setzte uns mit aggressivem Angriffspressing unter massiven Druck. Die Konsequenz daraus war, das Sachsen(Lokomotive Leipzig) innerhalb kürzester Zeit mit 1:0 in Führung ging. Für die Schleswig-Holsteinischen Mädchen war es wie ein Weckruf und endlich wurde die nötige Gegenwehr geleistet. Mehr und mehr übernahmen unsere Mädchen das Kommando und setzten ihrerseits den Gegner so unter Druck, dass nach einem Handspiel auf Elfmeter für Schleswig-Holstein entschieden wurde. Michelle Einfeldt versenkte souverän zum 1:1. Weitere gute Torchancen wurden in der 1. Halbzeit leider nicht genutzt. Obwohl wir nach der Halbzeitpause dem Gegner unser Spiel genauso aufdrücken wollten wie vor der Pause, ließen wir uns wieder von der Aggressivität der Mädchen aus Sachsen beeindrucken und schon wenige Minuten später folgte das 2:1. Ab dann liefen wir leider dem Rückstand hinterher und konnten trotz überlegener Spielweise und einiger Torchancen, das Spiel nicht mehr ausgleichen. Beide Trainer waren sich einig, das ein Unentschieden verdient gewesen wäre.
Am zweiten Tag war die Freude, aber auch die Anspannung groß, als der Gegner mit dem Niederrhein feststand, der aktuelle U17 Länderpokalsieger von 2009, gespickt mit vielen Mädchen der U15, die uns im letzten Spiel vor wenigen Monaten eine bittere Niederlage zufügten und dadurch U15 - Länderpokalsieger wurden. Da wir wussten, das der Niederrhein, wie wir diesmal auch, mit einer sehr jungen Mannschaft am Turnier teilnahmen, wollten wir unbedingt eine Revanche für die damalige 0:3 Niederlage. Von Anfang an entwickelte sich ein spannendes Spiel, das mit viel Einsatz und Tempo geführt wurde. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und auch die 1:0 Führung für Schleswig-Holstein durch Torjägerin Svea Lamp in der 1. Halbzeit führte zu keiner Beruhigung des Spiels. Die 2. Halbzeit gestaltete sich ähnlich und nach einem weiteren Treffer durch Kimberly Zietz, gingen wir diesmal mit einem 2:0 als Sieger vom Platz. Aufgrund eines beherzten Spiels und etwas mehr Torschancen ein verdienter Sieg, bei dem sich einige unserer Mädchen bei den DFB- Sichtern im Buch verewigen konnten!! Der gelungene Tag wurde gekrönt durch den Besuch des Bundesligaspiels zwischen MSV Duisburg und RW Oberhausen vor über 20000 Zuschauern. Nach diesem Sieg stieg man in der Tabelle und alle waren gespannt, welcher Gegner am nächsten Tag gegen uns antreten würde. Mit Baden wurde uns ein Team zugelost, das genauso wie wir im 1. Spiel mit 1:2 sehr unglücklich gegen Niedersachsen verloren hatte und das weitere Spiel mit 4:1 gegen Hamburg gewinnen konnte.
Konzentriert und engagiert wollte man in die Zweikämpfe gehen, aber leider konnte man aus nicht erklärbaren Gründen das Niveau der ersten beiden Spiele nicht halten. Eventuell hatten die ersten beiden Spiele doch sehr viel Kraft gekostet!? Viele Fehlpässe und Zweikampfverluste führten zur gerechten 1:0 Führung für die Badener Mädchen! Nach einer deutlichen Halbzeitansprache zeigten die Schleswig- Holsteinerinnen ihr wahres Gesicht. Jetzt wurde um jeden Ball gefightet und mit aller Macht nach vorne gespielt, aber leider konnte man die Niederlage nicht mehr verhindern und der Sieger hieß verdient Baden, die sich durch den Sieg in der Tabelle nach oben geschraubt hatten und den Weg für ihren 3. Platz bei dem Länderpokal ebneten. Wir konnten nur noch durch ein erfolgreiches letztes Spiel für eine ordentliche Platzierung sorgen.
Im letzten Spiel sollte Bremen der Gegner sein, gegen die man schon beim NFV- Turnier gespielt hatte und das mit 1:1 endete. In diesem letzten Spiel sollten noch einmal möglichst alle Spielerinnen spielen und sich noch einmal von ihrer besten Seite zeigen. Selbstbewusst und motiviert ging man in die Begegnung, da man unbedingt gewinnen wollte. Nach einem kurzen Abtasten bekamen wir das Spiel immer besser in den Griff und erzielten das verdiente 1:0 durch Michelle Einfeldt per Elfmeter, nachdem Marie Becker nach einem tollem Tempodribbling im Strafraum gelegt wurde. Kurze Zeit später fast das verdiente 2:0 durch Gianna Nicoleit, die aber leider sehr knapp im Abseits stand. Dann, wie aus heiterem Himmel, drehten die Bremerinnen innerhalb weniger Minuten das Spiel. Leider führten einige Fehlpässe zu schnellen Kontern und somit zu vermeidbaren Gegentoren und es stand zur Halbzeit plötzlich 1:3. Auch in der zweiten Halbzeit das gleiche Bild, Schleswig-Holstein spielte gefällig nach vorne und Bremen konterte über ihre schnellen Spitzen. Am Ende stand es 2:4(Tor durch Stephanie Hofmann) und alle waren sehr enttäuscht, da das Ergebnis nicht dem wahren Spielverlauf entsprach, aber Tore entscheiden nun mal im Fußball und das haben die Bremerinnen eiskalt und somit auch verdient genutzt.
Nach der Siegerehrung und dem Mittagessen machten sich ziemlich enttäuschte Schleswig-Holsteinerinnen auf den Heimweg. Spätestens aber bei der Abschlussbesprechungen im Bus hellten sich doch einige Gesichter wieder auf, da die Endplatzierung(Rang 19) nicht mit den zum Teil guten Leistungen übereinstimmte. Das hatten auch die Beobachter des DFB so gesehen. Mit Michelle Einfeldt(94er Jahrgang), Julia Kibbel und Marie Becker(95er Jahrgang) dürfen sich doch einige Mädchen aufgrund ihrer Leistungen über baldige Post vom DFB freuen. Jennifer Michel(96er Jahrgang) spielte sogar im Rahmen des Länderpokals in der DFB U15- Auswahl(7. Platz) und zeigte in jedem Spiel eine gute Leistung. Weitere Mädchen aus Schleswig-Holstein haben auf sich aufmerksam gemacht! Ein besonderer Dank gilt der mitgereisten Betreuerin Erika Einfeldt, die kurzfristig die Betreuung der Mannschaft für die am Knie operierte Sabrina Eckhoff übernahm.
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