U17
Schleswig-Holsteinerinnen überzeugten beim U17 NFV- Turnier
Vom 17.-19. September nahm die weibliche U17 Landesauswahl des SHFV an der Norddeutschen Meisterschaft in Barsinghausen teil, dass gleichzeitig als Vorbereitung auf die in knapp zwei Wochen stattfindende Deutsche Meisterschaft in Duisburg genutzt wurde.
Nach einer knapp vierstündigen Anreise am Freitag, stand am Abend sofort der erste Vergleich gegen die Auswahl des Bremer Verbandes an. Obwohl man meinen sollte, dass nach so einer langen Anreise vielleicht müde Beine eine Rolle spielen, nahm die Partie durch beide Seiten sofort Fahrt auf. Zu Beginn noch mit einigen leichten Ballverlusten, erspielten sich die Spielerinnen des SHFV im Laufe des Spiels ein leichtes Übergewicht, welches jedoch u.a. bei zwei klaren Torchancen nicht in eine Führung umgewandelt werden konnte. Stattdessen kam nun Bremen, die mit der U17 von Werder Bremen angereist waren, zu einer sogenannten 100%igen, die jedoch ebenso wenig genutzt wurde und so ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause. Leider musste Mannschaftsführerin und Nationalspielerin Michelle Einfeldt nach einem unglücklichen Zusammenprall mit einer Bremer Gegenspielerin kurz vor der Halbzeit ausgewechselt werden und konnte im Laufe des Turniers, aufgrund einer starken Knieprellung, leider nicht mehr am Turnier teilnehmen. Zu Beginn der 2. Halbzeit gestaltete sich das Spiel weiterhin ausgeglichen, wobei Bremen nach einem schnellen Spielzug durch die Zentrale das 1:0 erzielen konnte. Doch der SHFV steckte nicht auf und drängte nun vehement auf den Ausgleich, der schließlich nach einem tollen Fernschuss aus 25 Metern durch Stephanie Hofmann (Holstein Kiel) gelang. Nach einer Drangphase Bremens zum Schluss, die jedoch ohne Gegentor, u.a. dank der sehr konzentriert spielenden Torfrau Berith Voigt (FFC Oldesloe), überstanden werden konnte, endete das erste Spiel 1:1 unentschieden. „Ein intensives und zum Teil temporeiches Spiel, bei dem beide Mannschaften gute Aktionen verzeichnen konnten und an dessen Ende verdient kein Sieger steht“ bilanzierte Verbandssportlehrer Dieter Bollow.
Am zweiten Tag stand zunächst vormittags eine kurze Trainingseinheit auf dem Programm, bei der nochmal die Schwächen des vorigen Spiels analysiert und bearbeitet wurden, bevor dann am Nachmittag das Spiel gegen den Hamburger Verband anstand, die mit 13 HSV Spielerinnen antraten, u.a. mit Louisa Nöhr und Justine Kusi, die noch vor einem Jahr für den SHFV gespielt hatten. Wie bereits am Vortag, kam der SHFV sofort gut ins Spiel. Es wurde druckvoll agiert, die Zweikämpfe wurden angenommen und positiv gestaltet und besser als zuvor, variabler nach vorne gespielt. Folgerichtig ging es nach einer sehr dominanten ersten Halbzeit mit einem 3:0 in die Pause, wobei Svea Lamp (SV Frisia-Lindholm) durch einen Hattrick mehr als zu überzeugen wusste. Nach so einer starken ersten Halbzeit legten die Spielerinnen sofort nach Wiederanpfiff nach und schraubten das Ergebnis auf 4:0 hoch. Mit dem 4. Tor erfolgte ein Bruch im Spiel der Schleswig-Holsteinerinnen. Die Zweikämpfe wurden nicht mehr konsequent geführt, das Passspiel wurde ungenau und die Kraft ließ nach einer temporeichen ersten Hälfte etwas nach. Folgerichtig kam Hamburg zu immer mehr Spielanteilen, die schließlich zum Anschlusstreffer führten. Somit stand am Ende des zweiten Tages der erste über den gesamten Spielverlauf gesehen hochverdiente Sieg zu Buche und man ging mit der Chance Norddeutscher Meister zu werden in die letzte Partie gegen Niedersachsen.
Am letzten Tag hieß der Gegner also Niedersachsen und man wusste der Sieger dieses Spiels würde als neuer Norddeutscher Meister nach Hause fahren. Dementsprechend intensiv begann die Partie. Viele intensive Zweikämpfe und hohes Tempo prägten die Anfangsphase, wobei Niedersachsen die erste Chance sofort zur Führung nutzte. In der Folge kam der SHFV immer besser ins Spiel, wobei der absolute Zug zum Tor fehlte und somit ging es mit der Führung für Niedersachsen in die Kabine. In der 2. Halbzeit versuchte der SHFV noch einmal alles, um das Spiel noch zu drehen, jedoch sollten am heutigen Tage die Torchancen nicht mehr genutzt werden. Mit diesem doch etwas unglücklichen Ergebnis am letzten Spieltag, errang der SHFV aufgrund des besseren Torverhältnisses vor den punktgleichen Bremern einen guten 2. Platz.
„Mit einer relativ jungen Mannschaft, mit vielen Perspektivspielerinnen haben wir ein gutes Turnier gespielt, dass sicherlich ausbaufähig ist und wenn die Torchancen konsequenter genutzt werden, für Duisburg einiges erwarten lässt“, zog Verbandssportlehrer Dieter Bollow ein durchaus positives Fazit.
Ergebnisse:
| Niedersachensen : Hamburg |
4:1 |
| Bremen : Schleswig-Holstein |
1:1 |
| Bremen : Niedersachen |
1:2 |
| Schleswig-Holstein : Hamburg |
4:1 |
| Hamburg : Bremen |
1:2 |
| Niedersachensen : Schleswig-Holstein |
1:0 |
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