U17
SHFV U17 Juniorinnen werden 12. beim DFBLänderpokal 2008
Fast in Bestbesetzung konnten Trainer Dieter Bollow und Co-Trainerin Svenja Nefen nach den Maßnahmen in Berlin, Güstrow, Malente und Barsinghausen am 01.10. die Reise zum DFB-Länderpokal in die Sportschule Duisburg-Wedau antreten. Die verletzte Innenverteidigerin Annika Bahr (Holstein Kiel) wurde gut durch Franziska Stahmer (TUS Tensfeldt) ersetzt. Somit konnte sich folgender Kader den DFB-Sichtern und u.a. Silvia Neid, Tina Theune-Meyer, Ralf Peter und Ulrike Ballweg während der vier Spiele á 60 Minuten in vier Tagen präsentieren:
Jessica Tschechne (SSC Hagen-Ahrensburg)
Victoria Bendt (KSV Holstein Kiel)
Catherina Schnoor (Olympia Neumünster / TSV Gadeland)
Madeline Gieseler (FFC Oldesloe)
Laura Sophie Bahr (Olympia Neumünster)
Lea Lübke (TSV Nahe)
Nina Klöhn (Tura Meldorf)
Johanna Jakobi (FFC Oldesloe)
Maie Stein (SSC Hagen-Ahrensburg)
Michelle von Appen (TSV Nahe)
Fenja Gaartz (TSG Scheersberg)
Jennifer Herrmann ( FFC Oldesloe)
Lisa Stein-Schomburg (SSC Hagen-Ahrensburg)
Sarah Begunk (KSV Holstein Kiel)
Franziska Stahmer (TUS Tensfeldt)
Sina Timm (Lübeck 1876)
In der ersten Partie war den Schleswig-Holsteinerinnen als Spielpartner der Landesverband Südwest zugeteilt worden. Kurz vor Anpfiff musste der erste Schock überwunden werden, denn beim Warmschießen verletzte sich Torfrau Jessica Tschechne am Finger und fiel dadurch das komplette Turnier aus. Nach den in der Vorbereitung gezeigten Leistungen der Mannschaft waren die Erwartungen, die das Trainerteam und die Spielerinnen selbst an sich stellten, groß. Leider konnte dieser Druck nicht positiv genutzt werden. Sowohl spielerisch als auch kämpferisch konnten die Norddeutschen nicht ihr Potenzial abrufen und mussten sich den offensiv gut aufgestellten Südwestlerinnen verdient mit 0:2 geschlagen geben. Durch diese Auftaktniederlage hieß der nächste Gegner Bremen, der beim Norddeutschen Turnier zwei Wochen zuvor noch mit 6:0 besiegt wurde. „Leider fanden die Mädels auch am zweiten Tag noch nicht richtig ihren Rhythmus.", bedauerte Co-Trainerin Svenja Nefen. Durch zwei Tore führte Kapitänin Maie Stein ihr Team zum hart erarbeiteten 2:1 Sieg über defensiv gut eingestellte Bremerinnen. Allerdings musste die Defensive um Catherina Schnoor und Sina Timm die präzise gesetzten Konter immer wieder abfangen.
Dieser Arbeitssieg ließ den berühmten Knoten platzen. Und dies war auch für die nächste Partie dringend erforderlich, denn das Team aus Sachsen ist bekannt für seine körperlich sehr anspruchsvolle Spielweise. Die Mädels aus Schleswig-Holstein nahmen den Kampf an und ließen sich nicht den Schneid abkaufen.. Das Spiel war geprägt von Leidenschaft und Einstellung, was in der Offensive um Sarah Begunk leider nicht in einen Torerfolg umgemünzt werden konnte. Victoria Bendt, die das ganze Turnier die verletzte Jessica Tschechne fehlerfrei ersetzte, hielt unter anderem durch zwei hervorragende Paraden das gerechte 0:0 fest. Ein komplett anderes Spiel, zeigte das Team dann am letzten Tag gegen den Landesverband Rheinland. Endlich wurde an die spielerische Leistung der Vorbereitung angeknüpft und das technisch/taktische Potenzial abgerufen. Leider fehlte die Ruhe beim Abschluss und der letzte genaue Pass in die Tiefe. „Bis zum 16’er war das ein Spiel von uns auf sehr gutem Niveau. Wir haben den Gegner klar beherrscht und hätten den Sieg verdient gehabt", resümierte Trainer Dieter Bollow. Dieser doppelte Punktgewinn hätte in der Abschlusstabelle Punktgleichheit mit Landesverbänden wie Hessen und Niedersachsen bedeutet.
Durch das torlose Unentschieden belegte Schleswig-Holstein den 12. Platz. „Als 2. bestes Team aus dem Norden und vor z.B. Brandenburg, Mittelrhein und der DFB-U-15-Auswahl kann man zufrieden sein.", ist die einstimmige Meinung der Trainer. Als Highlight konnte sich das schnelle Sturmtalent Madeline Gieseler trotz einer Verletzung für einen DFB-Kaderlehrgang Anfang 2009 qualifizieren. Als wertvollste Spielerinnen wählte die Mannschaft Sarah Begunk uns Maie Stein. Abgerundet wurde das Turnier durch eine Abendveranstaltung mit Ex-Nationalspielerin und Weltmeisterin Steffi Jones, der OK-Präsidentin für die WM 2011 in Deutschland, die gern Fragen der Nachwuchsspielerinnen beantwortete und Autogramme schrieb. Alles in Allem also ein zufriedenstellendes Turnier.
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