„Wie schwer ist der Fußball?“ und „Wie erzielt man eigentlich ein Tor?“
Diese und noch viele weitere Fragen waren bereits Thema in der Schul-AG „Referees@School“. An diesem Dienstag ging es in den 90 Minuten um die Regeln: Dauer des Spiels, Beginn und Fortsetzung des Spiels, Ball in und aus dem Spiel und Wie ein Tor erzielt wird. Obwohl allen Spielern bekannt ist, dass ein Spiel im Herrenbereich 2 x 45 Minuten dauert und ein Spieldauer in der C-Jugend – in der die meisten selber aktiv Fußball spielen - 2 x 35 Minuten beträgt, lernten die Schülerinnen und Schüler im Bezug zur Nachspielzeit neue Begriffe, wie z.B. „Vergeudete Zeit“ und „Verlorene Zeit“.
Die weiteren Themen des Tages wurden erst in der Theorie vermittelt und dann im Anschluss bei der Fußballeinheit erneut aufgegriffen. Im Selbstversuch wurde den Schülern deutlich, dass es aus der Entfernung sehr schwierig ist, zu erkennen, ob der Ball die Torlinie überschritten hat oder nicht. „Bei knappen Situationen kann man kaum sehen, ob der Ball komplett hinter der Linie war“, so Mats aus der 7a.
Im abschließenden Spiel wurde in der Halle mit Tor- und Seitenaus gespielt, somit hatten die spielenden Schiedsrichter-Anwärter ständig die Aufgabe die korrekte Spielfortsetzung selbständig zu entscheiden. FSJ’ler Jan Magnus Kramp: „Die Jungs und Mädels machen das sehr gut. Die meisten Entscheidungen werden schon korrekt und auch unparteiisch getroffen.“ Nächste Woche steht für die 16 Schülerinnen und Schüler der erste kurze Regeltest an.
Anpfiff für Referees@School
14 Schüler und 2 Schülerinnen des Kopernikus Gymnasium in Bargteheide (KGB) starteten am Dienstag, den 21.02.2012 mit dem Projekt „Referees@School“. Wöchentlich treffen sich nun die Schülerinnen und Schüler, um 90 Minuten lang das Regelwerk des Fußballs näher kennen zu lernen. Ziel dieser AG soll es sein, dass alle erfolgreich die Prüfung zum Schiedsrichter-Anwärter absolvieren.
Bei der ersten Unterrichtseinheit stand neben der allgemeinen Vorstellung des Projekts natürlich die Vorstellung der Teilnehmer auf dem Programm. Auf die Frage, warum sie denn Schiedsrichter werden wollen, antworteten die meisten, dass sie sehr neugierig sind die Regeln genauer kennen zu lernen. „Ich denke als Schiedsrichter hat man ein besseres Auge und erkennt schneller was auf dem Fußballplatz passiert“, so Mattis aus der Klasse 7a.
Nach der Vorstellung erarbeiten sich die Teilnehmer, welche Anforderungen an einen Schiedsrichter gestellt werden. Neben der Regelkenntnis und der Fitness, ist den Schülern auch bewusst, dass man als Schiedsrichter unter anderem Mut und Durchsetzungsvermögen mitbringen muss, um schnell Entscheidungen zu treffen. Abschließend wurden Szenen aus der Dokumentation „Referees@Work“ gemeinsam aufgearbeitet. AG-Leiter, Jan Magnus Kramp ist mit dem Start des Projekts sehr zufrieden: „Die Jungs und Mädchen sind sehr neugierig, stellen viele Fragen, wissen aber auch schon sehr gut worauf es drauf ankommt, wenn man Schiedsrichter sein will.“
Nächste Woche geht es mit einer Einheit zur Regel 1 – Das Spielfeld weiter. Nach 45 Minuten Theorie im Klassenraum, wird die Einheit mit praktischen Übungen in der Sporthalle schülergerecht aufgelockert.
Die Schiedsrichter-AG am Kopernikus Gymnasium Bargteheide
Die Schiedsrichter im Land zwischen den Meeren werden in der Regel an mehreren Wochenenden oder einmal wöchentlich in den Abendstunden aus- bzw. fortgebildet. Besonders für Jugendliche, die selber noch Fußballspielen, sind diese Termine oft unattraktiv, weil sie am Wochenende Spiele haben und in der Woche abends trainieren. Daher bietet der SHFV am Kopernikus Gymnasium in Bargteheide (KGB) im zweiten Halbjahr eine Schiedsrichter-AG für Schülerinnen und Schüler von der 7.-10. Klasse als Pilotprojekt an.
Von Februar bis Juni treffen sich die angehenden Schiedsrichter einmal pro Woche direkt nach der Schule, um sich für die am Ende anstehende Schiedsrichter-Anwärter-Prüfung vorzubereiten. Neben den theoretischen Einheiten im Klassenraum sollen viele Übungen in der Sporthalle durchgeführt werden. „Ich möchte viele Inhalte des Regelwerks spielerisch vermitteln. Nach einem langen Schultag haben die Jungen und Mädchen keine Lust noch lange Passagen aus dem Regelheft durchzulesen“, so Jan Magnus Kramp, der im Rahmen seines Freiwilligen Sozialen Jahres beim SHFV dieses Projekt ins Leben gerufen hat. „Durch das Pfeifen habe ich viele soziale Kompetenzen erlernt. Wie man unter anderem Konfliktsituationen mit emotionalen Spielern löst oder unter körperlicher Belastung versucht, die richtige Entscheidung zu treffen. Mit dieser AG möchte ich den Jungen und Mädchen zeigen, dass die Tätigkeit als Schiedsrichter eine durchaus interessante Aufgabe ist.“
In der Schule kommt diese Idee gut an, so auch bei Sportlehrer Sebastian Mroz: „Die Fußball-Schiedsrichter-AG ist eine klasse Idee. Die Schülerinnen und Schüler vertiefen nicht nur ihre Regelkenntnisse, sondern lernen auch wie man in der Rolle eines Schiedsrichters handelt.“ Auf einer ersten Informationsveranstaltung in der Schule waren die Schülerinnen und Schüler sehr neugierig und zeigten großes Interesse, diese Seite des Fußballs kennenzulernen. Der Schülersprecher des KGB, Niklas Klinger, freut sich, dass in Zukunft ausgebildete Schiedsrichter bei Schulturnieren zum Einsatz kommen: „Bei Turnieren ist es nicht immer leicht, geeignete Spielleiter zu finden. Es ist hilfreich, wenn in der Mitte ein Unparteiischer steht, der im Ernstfall Problemsituationen lösen kann und dafür sorgt, dass die Spieler fairer miteinander umgehen.“
Weitere Informationen und Berichte zu diesem Projekt finden Sie auf der SHFV-Homepage (www.shfv-kiel.de) im Bereich Schulfußball. Für weitere Informationen und Fragen steht auch AG-Leiter Jan Magnus Kramp (E-Mail: j.kramp@shfv-kiel.de oder Tel.: 0431/6486-270) zur Verfügung.