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U 18-Auswahl glänzt beim Länderpokal in Duisburg

Das Team von Co-Trainer „Benno“ Kruse erreichte beim Länderpokal in Duisburg einen hervorragenden 5. Platz.Nach eher bescheidenen Leistungen beim NFV-Turnier in Barsinghausen - nur ein Sieg gegen Bremen - und mäßigem Spielniveau in zwei Vorbereitungsspielen gegen die U 21 des VfB Lübeck und die U 19 von Holstein Kiel fuhr die U 18-Auswahl Schleswig-Holsteins mit gemischten Gefühlen zum Länderpokal nach Duisburg-Wedau (07. bis 11. Oktober 2011).

Dort traf man im ersten Spiel mit Württemberg gleich auf einen Titelfavoriten. Doch die von Verbandstrainer Michael Prus taktisch eher defensiv eingestellte Mannschaft zeigte von Beginn an, dass sie nicht gewillt war, sich kampflos zu ergeben. So kam man zwar in der ersten Hälfte gegen den spielerisch übermächtigen Gegner kaum zu eigenen Offensivaktionen, doch ließ man in der Defensive nur wenige Chancen zu. Dies änderte sich in der zweiten Hälfte, und so kamen auch die Schleswig-Holsteiner zu einigen Kontermöglichkeiten. Auch wenn die Württemberger bis zum Schluss alles versuchten,  zeigte sich die Abwehr bis auf wenige Situationen sicher. Im Notfall war aber Keeper Marc Kassler (Holstein Kiel) zur Stelle und verhinderte mit einigen Paraden den Rückstand. Damit hatte die SHFV-Auswahl mit einem torlosen Remis für die erste kleine Überraschung gesorgt.
Im zweiten Spiel traf man mit dem Saarland auf einen Verband, der sich in einer ähnlichen Situation befindet wie der SHFV. Es gibt keinen Bundesligisten und die besten Spieler wandern in die Leistungszentren ab. So entwickelte sich von Beginn an ein abwechslungsreiches ausgeglichenes Spiel. Bereits in der 4. Minute gelang Alessandro Gottschalk (VfB Lübeck) nach einem schnell vorgetragenen Konter das 1:0. Die Führung hielt leider nicht lange, denn den Saarländern gelang nach einem sehenswerten Spielzug über die rechte Seite und einer scharfen Flanke per Kopf der Ausgleich. In der 2.Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild: Ausgeglichenes Spiel und Möglichkeiten auf beiden Seiten. Damit trennten sich die beiden Teams leistungsgerecht 1:1-Unentschieden.

Auswahltrainer Michael Prus wurde beim länderpokal von Co-trainer "Benno" Kruse vertreten.Nach dem freien Sonntag sollte das dritte Spiel zeigen, wohin die Entwicklung des Teams gehen würde. Der Gegner hieß ausgerechnet Bremen, gegen den man bei der Norddeutschen Meisterschaft 1:0 gewonnen hatte. Die Bremer ergriffen wie erwartet von Beginn an die Initiative, bissen sich aber immer wieder an den stabil und kompakt stehenden Schleswig-Holsteinern die Zähne aus. Da zudem die Konterangriffe schnell und zielstrebig über das starke Mittelfeld in die Spitze erfolgten, war es nicht überraschend, dass einer dieser Angriffe durch Alessandro Gottschalk zum Erfolg führte. Als dann in der 2.Halbzeit ein weiterer Konter über die rechte Seite von Daniel Prost (Holstein Kiel) abgeschlossen das 2:0 brachte, schien der erste Sieg in greifbarer Nähe. Da den Bremern trotz intensiver Bemühungen sechs Minuten vor Schluss nur der Anschlusstreffer gelang, konnten sich die Schleswig-Holsteiner nach imponierender Mannschaftsleistung jubelnd in die Arme fallen.

Vor der letzten Partie gegen Baden lag das das Team also mit 4:2 Punkten auf dem für alle überraschenden 7.Platz. Doch nun hatte die Mannschaft Blut geleckt. Sie zeigte vom Anpfiff weg neben der kompakten und engagierten Spielweise auch, was spielerisch bei mutigem Agieren in ihr steckt. Trotz des schwer bespielbaren Platzes zeigte man immer wieder gelungene Spielzüge, wobei vor allem Paul Roelfs und Tomek Pauer (beide VfB Lübeck) Akzente setzten. So erzielte Felix Hinkelmann (VfB Lübeck) nach Pass von Tomek Pauer das verdiente 1:0. Mit den Einwechslungen von Marcel Noeske, Julian Brauer, Lukas Knechtel (VfB Lübeck) und Hamed Mokhlis (SV Eichede) mobilisierte das Team noch einmal frische Kräfte, sodass man bis zum Schlusspfiff allen Angriffsversuchen der Badener standhalten konnte.

Somit errang der Außenseiter nicht nur einen hervorragenden 5.Platz von 21 Teams, punktgleich mit dem 3. Südwest und Berlin, sondern blieb auch ungeschlagen bei 6:2 Punkten. Sieger des Turniers wurde Bayern vor Württemberg mit jeweils 7:1 Punkten. Diese Leistung war nur aufgrund der taktisch sehr disziplinierten und engagierten Spielweise und einer auch von U 18-Nationaltrainer Christian Ziege gelobten außergewöhnlichen Teamleistung aller Spieler möglich.

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