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DFB-Bundestag: Der Norden hat seine Regionalliga wieder
Jetzt ist es entschieden: Der Norddeutsche Fußballverband wird ab der Spielserie 2012/13 wieder eine eigene Regionalliga haben. Dies beschloss der 40. ordentliche Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes am heutigen Freitag (22.10.). Insgesamt wird dann fünf Regionalligen unterhalb der 3.Liga in die Verantwortung der Regional- und Landesverbände übergehen; neben der NordFV-Liga werden auch Bayern, der Nordosten (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen), der Westen (Westfalen, Mittelrhein, Niederrhein) und der gesamte Süd-Südwesten (Rheinland, Südwest, Saarland, Hessen, Baden, Südbaden und Württemberg) mit einer eigenen Spielklasse vertreten sein. Die ursprünglichen Anträge der Deutschen Fußball-Liga, aus Westfalen sowie aus Bayern wurden aufgrund dieser neuen Kompromisslösung zurückgezogen.
Festgelegt wurde auch der Rahmen der Aufstiegsregelung und eine Begrenzung der II. Mannschaften. Demnach werden die fünf Meister und der Vizemeister der Staffel „Süd-Südwest“ um die Deutsche Amateurmeisterschaft und den Aufstieg in die 3. Liga spielen. Pro RL-Staffel dürfen zukünftig maximal sieben II. Mannschaften von Lizenzklubs spielen. Alle weiteren Details zu Qualifikation, Auf-und Abstieg sowie zu den Zulassungskriterien, die zur Saison 2012/13 gesenkt werden sollen, werden von einer Spielklassenkommission des DFB unter Beteiligung der DFL erarbeitet. SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer zeigte sich sehr zufrieden mit der Entscheidung: „Mit dieser neuen Rahmenregelung können wir sehr gut leben. Unsere Amateurvereine werden in dieser Konstellation wieder die Möglichkeit haben, einen Aufstieg aus der Schleswig-Holstein-Liga realisieren zu können. Die Kompromiss-Regelung von DFB und DFL mit fünf statt acht Staffeln kommt uns auch entgegen, da weil das sportliche Niveau nicht allzu
sehr verwässert - dies ist für unsere Traditionsvereine in der Regionalliga von Bedeutung.“ Beeindruckend war in diesem Zusammenhang, dass von den 255 Stimmberechtigten immerhin 220 für den Antrag stimmten (bei acht Enthaltungen und 27 Gegenstimmen). „Dies zeigt, dass Liga und DFB hier tatsächlich eine sehr gute Kompromisslösung gefunden haben“, so Meyer zufrieden nach dem Bundestag.
Der SHFV-Präsident, auf dem Bundestag wiedergewählt als DFB-Vorstandsmitglied. hatte aber auch weiteren Grund zur Freude. Das DFB-Präsidium hatte den Kieler als eines von vier Mitgliedern für die Revisionsstelle des DFB vorgeschlagen - und der DFB-Bundestag votierte einstimmig dafür. „Dieses Amt ist natürlich eine besondere Ehre - ich freue mich auf die zukünftigen Aufgaben“, so Meyer nach der Bestätigung durch den Bundestag. Die Revisionsstelle ist eine Kombination aus Wirtschafts- und Finanzausschuss des Deutschen Fußball-Bundes.
Neben Meyer standen noch drei weitere Schleswig-Holsteiner beim Bundestag im Mittelpunkt. Volker Marten, Vorsitzender des SHFV-Verbandsgerichts, wurde als Beisitzer im Sportgericht des DFB bestätigt, während Marc-Aurel Schaa (SHFV-Sportjugendgericht) ab sofort als Beisitzer im DFB-Bundesgericht fungieren wird. Eine besondere Ehre kam Siegfried Steffensen zuteil, der mit der Goldenen Ehrennadel des DFB ausgezeichnet wurde. Der Heider war jahrelang für den SHFV und zuletzt als Verbandsgerichtsvorsitzender des Norddeutschen Fußballverbandes aktiv.
Die schleswig-holsteinische Delegation kann mit dem Verlauf des 40. Ordentlichen DFB-Bundestages insgesamt also sehr zufrieden sein - ebenso wie DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, der, wie alle zur Wiederwahl angetretenen DFB-Präsidiumsmitglieder, ohne Gegenstimme wiedergewählt wurde.
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