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Finale des SHFV Beachsoccer-Cup 2010: Vamos a la playa ist neuer SHFV-Landesmeister!

Tore und Fallrückzieher satt vor dem Panorama der Kieler Förde direkt am Laboer Strand hatte das zweitägige Finalturnier des SHFV Beachsoccer-Cup 2010 zu bieten. Das zusätzlich tolle Ambiente am Samstagabend mit Fußball im Sonnenuntergang und anschließend unter Flutlicht begleitet von der Beachparty mit DJ Gerry ließ Fußballromantiker und Partyfans gleichermaßen auf den Beachsoccer-Geschmack kommen.

Die sechs besten Teams der in den vorangegangenen Wochen durchgeführten vier Qualifikationsturniere waren anlässlich des Finals um den SHFV Landesmeistertitel nach Laboe gekommen und boten teilweise Fußball wie vom Zuckerhut.

Am Samstag startete um 14 Uhr bereits die Hinrunde im Modus Jeder gegen Jeden. Hier konnten einige Mannschaften, wie zum Beispiel die „Dummen ausser Bernd“ aus Hamburg, leider aufgrund von gleichzeitig stattfindenden Pokalspielen ihrer Vereinsspieler nicht in Bestbesetzung antreten. Ohne Probleme startete aber gleich die „Heidecamper SG“ ins Turnier und gewann ihre erste Partie gegen die Dummen a. B. deutlich mit 7:1. Die Lokalpatrioten von „Vamos a la playa“, eine Mischung von Spielern aus Vereinen in Laboe und Umgebung, gewann im Spiel davor knapp mit 2:1 gegen die „Didi’s Hi Hier“ vom TSV Gadeland. Im dritten Spiel trafen dann mit Beachkick Berlin, die eine Woche zuvor noch den vierten Platz bei den Deutschen Meisterschaften errungen hatten, und „Primus inter pares“ aus Schwerin zwei Favoriten auf den Turniersieg aufeinander und trennten sich mit 1:1 unentschieden. Diese ersten Eindrücke bestätigten sich auch im weiteren Verlauf der Hinrunde, an deren Ende um kurz nach 20 Uhr die Heidecamper und Vamos a la playa mit jeweils 10 Punkten die Tabelle anführten. Mit vier und sogar nur einem Punkt schienen zu diesem Zeitpunkt die Berliner und Die Dummen a. B. bereits abgeschlagen zu sein.

Doch die nach einer kurzen Pause startende Rückrunde sollte nochmals für große Spannung sorgen. Unter Flutlicht spielend setzten die Dummen a. B. mit einem 3:0 Erfolg gegen die Heidecamper gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen und auch ihr zweites Spiel gegen Primus i. p. gewannen sie mit 3:2. Auch die bis dahin enttäuschenden Berliner schafften im letzten Samstagsspiel um kurz vor Mitternacht mit einem 8:4 gegen die Didi’s endlich ihren ersten Sieg und durften sich somit noch ein wenig Hoffnung auf einen der vier Finalplätze machen. Mit 16 Punkten und fünf Siegen führte Vamos a la playa zu diesem Zeitpunkt die Gesamtwertung an und hatte somit allen Grund mit ihren zahlreichen Fans die bereits auf Hochtouren laufende Beachparty zu genießen.

Aber vielleicht war es dann doch zu viel des Guten mit dem Feiern gewesen. Denn in den restlichen Gruppenspielen am Sonntagvormittag gelang dem Lokalmatador lediglich noch ein Punktgewinn. Dem gegenüber standen zwei Niederlagen gegen Primus i. p. (4:6) und die Heidecamper (3:5). Dieses kostete Vamos schließlich auch den Gruppensieg, der bei zwar gleicher Punktzahl aber besserem Torverhältnis an die Schweriner ging. Beide Teams waren damit jedoch für das Halbfinale qualifiziert. Eng wurde es aber nochmals im Kampf um die Plätze Drei und Vier zwischen den restlichen Teams. Denn die wiedererstarkten Mannschaften von den Dummen a. B.  und Beachkick Berlin waren plötzlich wieder voll im Rennen. Alles entschied sich somit im letzten Gruppenspiel des Turniers, in dem diese Beiden im direkten Vergleich aufeinander trafen. Der Sieger war automatisch weiter, bei Unentschieden wären die Didi’s der lachende Dritte gewesen. Mit 3:1 entschieden die Berliner dieses Nervenspiel für sich und verdrängten sogar noch die Heidecamper von Platz Drei. Enttäuscht zeigten sich dagegen natürlich die Dummen a. B. deren grandiose Aufholjagd, die Ihnen den Rückrundensieg bescherte, am Ende so knapp gescheitert war.

Um  14 Uhr, sprich 24 Stunden nach Turnierstart, begannen dann die Finalspiele. Im ersten Halbfinale traf das zweitplatzierte Team  von Vamos a la playa auf die Berliner. Doch dieses Spiel fand nach zwei mal 10 Minuten keinen Sieger, so dass dieser in einem Entscheidungsschießen gefunden werden musste. Beim Beachsoccer treten immer zwei Schützen im Eins gegen Eins an, weshalb bereits nach nur zwei Schützen der Gewinner feststehen kann.  Ein zusätzlicher Druck für die Schützen und eine noch größere Spannung für die Zuschauer. Dieses sollte gleich im ersten Duell zum Tragen kommen. Der Schütze von Vamos traf und dem Berliner Spieler versagten die Nerven. Damit war die Entscheidung schon gefallen und Vamos hatte das Finale erreicht.

Der dortige Gegner wurde ermittelt im zweiten Halbfinale zwischen Primus i. p. und den Heidecampern. Drei Mal gingen die weniger favorisierten Heidecamper sogar in Führung, doch jedes Mal konnten die Schweriner wieder ausgleichen. Somit musste auch dieses Spiel (Endstand 4:4) im Neunmeterschießen entschieden werden. Hier benötigte es insgesamt vier Duelle um den Sieger zu finden. Der Schweriner Schütze legte mit dem Treffer zum 8:7 vor und der Heidecamper Spieler brachte den Ball nicht im Tor unter. Damit stand mit Primus i. p. auch der zweite Finalteilnehmer fest.

Zwar kurzzeitig enttäuscht lieferten Beachkick Berlin und die Heidecamper SG dann aber nochmals ein sehr unterhaltsames Spiel um den dritten Platz ab, welches die Berliner am Ende mit 6:4 gewannen. Deutlich enger und verbissener ging es im abschließenden Finale zu. Vamos a la playa ging zunächst in Führung, doch kurz vor der Halbzeit glich Primus i. p. zum 1:1 aus. Die Schweriner erwischten auch den deutlich besseren Start in die zweite Hälfte und gingen direkt nach Wiederanpfiff mit 2:1 in Führung. Der Landesmeistertitel war also schon zum Greifen nah. Doch die Lokalmatadore von Vamos gaben sich nicht auf und unter der Anfeuerung Ihrer Fans bliesen sie zum Schlussspurt. In wenigen Minuten schafften sie es das Ergebnis zu drehen und erhöhten zwei Minuten vor Ende sogar auf 5:2. Die Freude bei Vamos war riesen groß und der Titel des SHFV Beachsoccer-Landesmeisters geht somit an die Mannschaft von der Kieler Förde.

Bei der abschließenden Siegerehrung, vorgenommen durch SHFV-Präsident und bekennenden Beachsoccer-Fan Hans-Ludwig Meyer sowie Mattes Holzum von der SEMSH, bedankte man sich zunächst bei den Schiedsrichtern für ihre souveränen Spielleitungen sowie der Turnierleitung und allen Helfern für die tolle Durchführung und Organisation. Ein besonderer Dank galt zudem dem Tourismusbetrieb Ostseebad Laboe für die gute Zusammenarbeit und den Partnern des SHFV Beachsoccer-Cup 2010, der Stoll Haus GmbH, der Brauerei Lübz GmbH und der NordwestLotto Schleswig-Holstein GmbH, ohne deren Engagement die ganze Serie gar nicht möglich gewesen wäre. Danach erhielten alle Mannschaften ihre Pokale, eine Urkunde und eine Kiste Lübzer Pils, bevor abschließend Vamos a la playa den neuen Beachsoccer-Wanderpokal in den Laboer Himmel strecken durfte. Zusätzlich wurden die Gewinner noch mit 10 Karten für das SHFV Hallenmastern 2011 und einem 50-Liter-Fass Lübzer Pilsener für die nächste Mannschaftsfeier prämiert.

Ein langes Finalwochenende ging somit zu Ende, aber die Teams und Organisatoren können es eigentlich gar nicht abwarten, bis es nächstes Jahr hoffentlich wieder heißt: „Vamos a la playa – Ab an die Strände Schleswig-Holsteins zum SHFV Beachsoccer-Cup 2011!“.

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