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SHFV-LOTTO-Pokal: VfB Lübeck triumphiert in Kiel

Grün-Weißer Jubel im Kieler Holstein-Stadion. Der VfB Lübeck sichert sich mit einem verdienten 2:0-Erfolg gegen Holstein Kiel den SHFV-LOTTO-Pokal und kann in der kommenden Saison wieder auf einen hochkarätigen Gegner im DFB-Pokal hoffen.

Jakob Sachs brachte den VfB mit seinem 1:0 in der 43. Minute auf die Siegerstraße.Vor fast 6000 Zuschauern zeigte der Regionalligist, dass das Spiel am zentralen Finalspielort Kiel sportlich und auch akkustisch zu einem Heimspiel gemacht werden soll. Garant dafür waren zum einen die mitgereisten Lübecker Fans, die mit einer fantastischen Choreographie und lautstarker Untersützung ihre Mannschaft nach vorne peitschten, und zum anderen die Spieler selbst, die von Beginn an hochmotiviert und aggressiv in die Zweikämpfe gingen. Die Hansestädter ließen dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung kaum Torchancen zu und kamen kurz vor der Pause zum überraschenden, aber nicht unverdienten Führungstreffer durch Jakob Sachs, der nach einem Alleingang auch Kiels Torhüter Michael Frech souverän überwinden konnte (43.).

In der zweiten Halbzeit bot sich dem Zuschauer ein ähnliches Bild. Die Mannschaft von Christian Wück, die in den Youngstern Florian Meyer und Fynn Gutzeit ihre besten Akteure hatte, biss sich am kompakten Lübecker Defensivverbund die Zähne aus. Die wenigen Torchancen konnte zudem Nourreddine Semghoun im Tor der Lübecker parieren. Auch nach einer zehnminütigen Spielunterbrechung durch den starken Schiedsrichter David Bornhöft - im Kieler Fanblock wurden durch ein paar Unverbesserliche Feuerwerkskörper gezündet - ließ die Konzentration beim Team von Peter Schubert nicht nach. Anders bei den "Störchen", die sich ab der 73. Minute nur noch mit zehn Mann gegen die Niederlage stemmen konnten, nachdem Fiete Sykora die gelb-rote Karte gesehen hatte. Die endgültige Entscheidung zugunsten des Titelverteidigers besorgte Clemens Lange, als er in der 89. Spielminute den Ball an Michael Frech vorbei ins Tor zum viel umjubelten 2:0-Endstand einschob.

Die Fans des VfB Lübeck beeindruckten mit einer fantastischen Choreographie vor dem Anpfiff.

Bei der anschließenden Siegerehrung kannte der Jubel im grün-weißen Lager keine Grenzen - und die Mannschaft wusste sofort, wem sie den Triumph zu verdanken hatte. Gleich nach der Pokalübergabe durch SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer und NordwestLotto-Geschäftsführer Helmut Stracke marschierte Kapitän Nourreddine Semghoun samt "Pott" und den weiteren Pokalhelden in die eigene Fankurve, wo entsprechend ausgiebig gefeiert wurde. "Die Fans und die Mannschaft machen mich stolz", sagte VfB-Trainer Peter Schubert bei der Pressekonferenz. "Unsere Anhänger haben wirklich alles dafür getan, damit wir heute ein Heimspiel haben!"

Der VfB Lübeck ist mit 10 Titeln nun Rekordpokalsieger Schleswig-Holsteins und hofft, neben garantierten Einnahmen in Höhe von 100.000 Euro, auf einen attraktiven Gegner im DFB-Pokal.

Mit TuRa Meldorf und dem FFC Oldesloe II trafen im frauenfinale die beiden besten Teams der Schleswig-Holstein-Liga aufeinander.


FFC Oldesloe II holt das Double bei den Frauen

Sicherten sich das Schleswig-Holstein-Double: Die II. Mannschaft des FFC OldesloeAuf attrakrive Gegner kann sich auch die Frauenmannschaft von TuRa Meldorf freuen, auch wenn es für die Mannschaft von Trainer Harald Knetsch gegen den FFC Oldesloe II (darf als II. Mannschaft nicht am DFB-Pokal teilnehmen) nicht zum ganz großen Coup reichte. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie gingen die Dithmarscherinnen zwar mit 1:0 in Führung (21.), mussten sich aber den in der Schlussphase überlegenen Oldesloerinnen mit 1:4 geschlagen geben. Meldorfs Coach Harald Knetsch war dennoch zufrieden: "Wir haben eine tolle Saison gespielt und mussten uns heute einfach einer besseren Mannschaft geschlagen geben. Vor so einer Kulisse zu spielen, ist schon toll für unsere Spielerinnen, aber vielleicht war dadurch auch etwas Nervosität im Spiel." Jörg Löwenstrom, Trainer der Zweitligareserve vom FFC Oldesloe, hatte den Grund für den Sieg und damit dem Double (Meisterschaft und Pokal) schnell ausgemacht: "Wir sind heute wieder sehr geschlossen aufgetreten. Bei uns ragt selten eine Spielerin wirklich heraus, dafür sind wir über 90 Minuten eine Einheit auf dem Platz." In Oldesloe darf nun kräftig gefeiert werden, schließlich is man die erste II. Mannschaft, die den SHFV-LOTTO-Pokal gewinnen konnte. Aber mit den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Nord warten noch weitere Higlights auf das Team aus Stormarn....

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