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"Im Trikot sind alle gleich" - Egidius-Braun-Stiftung unterstützt Gewerkehof

Die soziale Einrichtung Gewerkehof aus Eckernförde muss in ihren Bemühungen um Problemkinder meist ohne Unterstützung auskommen. Mit geringen Mitteln muss viel erreicht werden. Im Vereinsheim des Rendsburger TSV erfuhr das Projekt eine besondere Wertschätzung seitens der Egidius-Braun-Stiftung des DFB: Eddy Münch vom Vorstand des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands überbrachte einen Scheck über 1500 Euro.

Sie setzen sich für schwierige Jugendliche ein: Uwe Bachmann (Fußballkreis Rendsburg-Eckernförde, von links), Andre Lenz, Lutz Clefsen (Kreispräsident), Christian Martens (Vorsitzender des Gewerkehofs), Ernst Paasch (Kreissportverband), Eddy Münch (SHFV-Vorstand), Werner Kirstein (Fußballkreis). Foto: Sinn Die Egidius-Braun-Stiftung des DFB ist seit 1984 auf Initiative ihres Gründers weltweit tätig, benachteiligten Jugendlichen einen Weg in die Zukunft zu bahnen. Von der Unterstützung von Waisenhäusern in Mexiko und Südkorea über viele andere Hilfen in sozialen Brennpunkten gilt die Unterstützung auch Kindern und Jugendlichen in Deutschland, die auf der Schattenseite der Gesellschaft leben. Und hier setzt der Gewerkehof an: Das Motivationsprojekt arbeitet in Eckernförde mit Schulabbrechern und Jugendlichen, die absolut keine Regelschule besuchen können. Sie sind durch die Erfahrungen ihres bisherigen Lebens derart geschädigt, dass nur geduldige Hilfe in sehr kleinen Gruppen eine Brücke bauen kann. Handwerkliches Geschick wird gefördert. Die Jugendlichen stärken so ihr Selbstbewusstsein. Die täglichen Aufgaben reichen von Naturschutz über Waldpflege, Vogelkästen ausbringen, Wanderwege anlegen bis zur Holzernte an Knicks, dem Trocknen von Holz und dem Herstellen kleiner Gebrauchsgegenstände. Das Ziel ist, den Jugendlichen einen Weg zurück in die Schule oder in eine Ausbildung zu ermöglichen. Eddy Münch, der in seiner Funktion als Beauftragter für sozialpolitische Angelegenheiten die sozialen Probleme der Fußball- und Fan-Jugend engagiert zu lösen hilft, zeigte sich begeistert von den Ausführungen über den Gewerkehof von Christian Martens. Auch Kreispräsident Lutz Clefsen, der selbst viele Jahre von amtlicher und politischer Seite in der Arbeit mit Jugendlichen engagiert war. Er lobte den Ansatz des Gewerkehof als einen  Schritt in die richtige Richtung: weg von alten, nicht bewährten – und auch nicht länger bezahlbaren – Mustern, hin zu sorgfältig geführten kleinen Gruppen, in denen Ermutigung und nicht länger Leistungs-Forderung im Mittelpunkt stehen. Abschließend wies der Kreispräsident auf die Wichtigkeit des Sportes bei der Integration schwieriger Jugendlicher hin. „Denn im Sporttrikot sind alle gleich, haben das gleiche Ziel, kämpfen miteinander für eine Sache – Gemeinschaft, die erlebt wird als soziale Integration.“ Und dieses Erlebnis der Integration und Sozialisation haben beide Institutionen gemeinsam.

Text und Foto: Charles Sinn

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