
Der „Geist von Malente“ lockt immer noch große Fußballteams in den hohen Norden. Auch der FC Hapoel Be’er Sheva aus er israelischen Premier League hatte erfahren, dass große Erfolge möglich sind, wenn man in der „Weltmeister-Macher“-Gemeinde von 1974 trainiert.
Die Verantwortlichen des Vereins legten ihr Trainingslager vom 15. - 24.Juli in die Kurstadt, um von den klimatischen Bedingungen in der Holsteinischen Schweiz und den guten Organisationskünsten der Deutschen zu profitieren. Die Mannschaft von Trainer Guy Azuaei kommt aus Be’er Sheva, einer Stadt im Süden Israels mit wüstenähnlichem Charakter.

In der abgelaufenen Spielzeit gelang der Wiederaufstieg in die erste Liga und die Ziele für die kommende Spielzeit sind hoch gesteckt. Der Verein hat seinen Kader enorm verstärkt, schließlich strebt man für die kommende Saison einen Platz im oberen Tabellendrittel an. Nur bei fünf Spielern wurden die Verträge verlängert, dafür wurden zahlreiche neue Akteure verpflichtet. So sagt Betreuer Mark Wertheim, der an der deutschen Sporthochschule in Köln studiert und promoviert hat: „Durch die gezielten Neuzugänge steckt in der Mannschaft sehr viel Potenzial“.
Einen Beweis dafür liefert der ehemals von Lazio Rom umworbene Neuzugange Tvrtko Kale. Der 35-jährige kroatische Torhüter wechselte vor dieser Saison zu Be’er Sheva und soll mit seiner Erfahrung die Mannschaft verstärken, schließlich wurde Kale schon als bester Spieler der kroatischen Liga ausgezeichnet. Eine weitere Neuverpflichtung ist der brasilianische Innenverteidiger Danilo, der nach einer langen Verletzungspause jetzt langsam wieder aufgebaut wird. Außerdem spielen drei israelische Nationalspieler (Hanan Fadida, Shimon Harush und Erez Mesika) bei Be’er Sheva.
Die Fußballprofis wohnten während ihrer Zeit in Malente im Precise Hotel und trainierten unter anderem auf den modernen Plätzen der Verbandssportschule. Morgens begann der Tag für die Spieler mit einer Laufeinheit, vornehmlich um den Dieksee, am späten Vormittag und abends ging es auf den Fußballplatz. Dort teilte sich das Training in eine Fitnesseinheit und einen taktisch-technischen Teil auf.

Während ihrer Zeit in Deutschland absolvierten die Profis Testspiele gegen Eutin 08 und die U 21 vom VfB Lübeck.
Der „Geist von Malente“ wird den FC Hapoel Be’er Sheva nach dem Trainingslager in die Heimat begleiten. Und wer weiß, vielleicht werden in Malente ja auch israelische Meister gemacht. Der SHFV wünscht dem Team auf jeden Fall viel Erfolg für die kommende Saison.