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Kurzschulung „Individual Violence Management“ für die Vereine der SH-Liga
„Der Präventionsgedanke steht im Vordergrund unseres Konzeptes“, betonte Eddy Münch, zuständiges Vorstandsmitglied des SHFV für Sicherheitsfragen, vor den versammelten Vereinsvertretern der SH-Ligisten der Herren. In Altenholz wurden an zwei Abenden am 31. März und 21. April in jeweils 3-stündigen Seminaren die Sicherheitsbeauftragten der SH-Liga geschult. Vor der laufenden Saison hatte eine AG Sicherheit aus Verbands- und Vereinsvertretern sowie Beamten der Landespolizei unter der Leitung von Münch eine SHFV - Sicherheitsrichtlinie entworfen. Deren Hauptbestandteile sind der Aufbau einer Kommunikationsstruktur zwischen Vereinen, Verband, Polizei und Rettungsdiensten mit Blick auf präventive Maßnahmen zur Vermeidung von gewalttätigen oder fremdenfeindlichen Ausschreitungen im Rahmen von Spielen in der SH-Liga. „Natürlich verläuft die überwiegende Mehrzahl der Spiele völlig problemlos, aber es gab auch in Schleswig-Holstein schon Situationen, die für alle Beteiligten durchaus hätten problematisch werden können“, so Münch.
Zudem gelte es potentiellen Gewalttätern rechtzeitig zu zeigen, dass die höchste Amateurliga Schleswig-Holstein für Sie keinen Platz bietet.
Das vom Verband kostenlos zur Verfügung gestellte Schulungsangebot soll den Vereinsvertretern dabei helfen, kritische Situationen im Vorfeld der Spiele zu erkennen und adäquat darauf zu reagieren. Geleitet wurden die Seminare mit dem Thema „Inidividual – Violence –Management“ durch den Antiaggressivitäts- und Coolnesstrainer Michael Strelow und den Antigewalt- und Kompetenztrainer Willy Wilkens. Schulungsinhalte waren unter anderem die rechtlichen Grundlagen der Sicherheit und Ordnung auf Sportplätzen und die persönlichen Möglichkeiten des Sicherheitsbeauftragten zur Deeskalation in eskalierenden Situationen.
Aktive Teilnehmer des zweiten Schulungsteils waren der Sportreferent des Innenministeriums, Klaus Moseleit, und Sven Unger von der Landesinformationsstelle Sportdelikte der Landespolizei Schleswig-Holstein (LIS). Beide betonten unisono die auch aus politischer und polizeilicher Sicht wichtige Bedeutung dieser präventiven Arbeit des Verbandes und seiner Vereine. Zusammen mit Eddy Münch verliehen die beiden Vertreter des Innenministeriums Schleswig-Holsteins den Teilnehmern ein Zertifikat über die Teilnahme an der Kurzschulung.
Mit seiner Sicherheitsrichtlinie und dem Schulungsangebot für die 5. Liga ist der Schleswig-Holsteinische Fußballverband zusammen mit dem Niedersächsischen Fußballverband führend unter den Landesverbänden des DFB. Dass dieses Thema auch für andere Landesverbände bedeutende Relevanz besitzt, zeigen deren gezielte Anfragen bezüglich der Inhalte und Umsetzungsformen des schleswig-holsteinischen Gesamtkonzeptes.
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