Top Aktuell
Viele Tore und starke Spiele beim 2.CAU-Futsal-Cup des SHFV
„Ich hab doch gar nichts gemacht“ hat es zum zweiten Mal gemacht: Die Titel-verteidiger gewannen erneut das vom Hochschulsport der CAU Kiel und dem SHFV organisierte Futsal-Turnier.
Die erste Überraschung des Tages gab es bereits bei der Anwesenheitsmeldung der Teams kurz vor Turnierbeginn. Mit den „Cauch Potatoes“ stand plötzlich eine Mannschaft mehr als die 10 eingeplanten auf dem Parkett. Doch nach einer kurzen Rücksprache mit den Teamkapitänen wurde die Gruppe B um ein Mitglied erweitert und dementsprechend dort die Spielzeit verkürzt.Danach konnte es dann aber losgehen, und was dem Zuschauerauge geboten wurde, hatte es wirklich in sich. Dienten die ersten vier Spiele mit lediglich drei Treffern auf die nur zwei Meter großen Tore noch der Eingewöhnung an den kleineren, sprungreduzierten Futsal-Ball und an die speziellen Futsal-Regeln, so wurde mit dem 7:3 von „Kanu United“ gegen die „Montagskicker“ im fünften Spiel erstmals der wahre Spaß am Futsal demonstriert und das muntere Toreschießen eingeläutet.
Insgesamt fielen in den 28 Spielen 112 Tore, was einen Schnitt von vier Toren pro Spiel bedeutete und somit die Vorjahresquote (3,4 Tore pro Spiel) nochmals übertraf. Aber dieses war nach Ansicht von Organisator und SHFV Futsal-Beauftragten Fabian Thiesen nicht die einzige positive Veränderung zum Vorjahr: „Man erkennt sichtbar einen Anstieg des Spielniveaus insgesamt, die Teams haben sich noch besser vorbereitet. Zudem haben auch die Schiedsrichter ein noch faireres Verhalten als im vergangenen Jahr registriert“.
Spielerisch stach auch dieses Mal das Team „Ich hab doch gar nichts gemacht“ heraus, das sich nach dem Turniersieg beim 1. CAU-Futsal-Cup und der daraus resultierenden Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in diesem Jahr erneut den Turniersieg als klares Ziel gesetzt hatte. Daneben glänzte in Sachen Spielfreude vor allem das Team Kanu United, das mit dem 40-jährigen Stefan Schmitz von Schleswig 06 auch den mit Abstand ältesten Spieler in ihren Reihen hatte. Schmitz’ Einsatz wurde ermöglicht durch die diesjährige neue Regelung, dass auch bis zu drei nicht-studentische Vereinsspieler eingesetzt werden durften. So zeigte dieses Team, gespickt mit weiteren Spielern des Schleswig-Holstein-Ligisten, tollen Kombinationsfußball und viele schöne Tore. Nur die Defensivdisziplin war nicht ihre Stärke. Daher mussten sie sich, nachdem sie die Gruppe A zuvor souverän mit vier Siegen und 25:7 Toren als Erster beendet hatten, im Halbfinale den „Couchbrasilianern“, die sich nach einem 0:4 Rückstand noch zum 5:5 gekämpft hatten, im Entscheidungsschießen geschlagen geben. Trösten konnten sie sich später damit, von der Turnierleitung zum Fair-Play Sieger gekürt worden zu sein, und als dieser Adidas-T-Shirts vom SHFV-Projekt „SH kickt fair“ erhalten zu haben. In einem spannenden Turnierfinale verpassten die „Couchbrasilianer“ allerdings eine erneute Überraschung und verloren gegen „Ich hab doch gar nichts gemacht“, die ihre Gruppe B ebenfalls mit 15 Punkten und 21:2 Toren überlegen gewonnen und im Halbfinale die „Montagskicker“ mit 1:0 bezwungen hatten, knapp mit 1:2. Die Freude bei den Spielern vom Siegerteam war dementsprechend groß.
„Jetzt werden wir alles dafür tun, um uns wieder für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren“ sagte ein sichtlich erleichterter Kapitän Nevzat Ates, dessen Mannschaft sich mit dem Turniersieg erneut die Teilnahme an den Norddeutschen Meisterschaften Ende Januar nächsten Jahres sicherte.
Die bei der abschließenden Siegerehrung überreichten Futsal-Bälle sollen die Teams laut Thiesen dazu nutzen, „weiter ordentlich zu üben, damit wir bei der dritten Auflage einen weiteren Qualitätsfortschritt erleben dürfen“. Einer Neuauflage sollte laut Bernd Lange, Leiter des Hochschulsports, auch eigentlich nichts im Wege stehen: „Der starke Zuspruch zum Turnier belegt zum einen den Vormarsch von Futsal und zum anderen die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem SHFV und uns, die wir gerne fortsetzen möchten“.
Kompletter Spielplan 2.CAU-Futsal-Cup des SHFV
zurück