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Landespodiumsdiskussion zeigt neue Perspektiven

Unter dem DFB – Motto “Fußball ist Zukunft“ führte der Schleswig-Holsteinische Fußballverband zusammen mit dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag und der Sportpresse Nord am gestrigen Montagabend eine Landespodiumsdiskussion unter Einbindung zahlreicher hochrangiger Vertreter aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Sport in Schleswig-Holstein durch.

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): Roland Reime, Willi Hink, Hürgen Muhl, Thomas Griesel, Dr.Arne Wulff und Hans-Ludwig Meyer

Nach der offiziellen Begrüßung durch Moderator Jürgen Muhl (Geschäftsführer der Sportpresse Nord), eröffnete SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer den inhaltlichen Teil der Veranstaltung mit einem Impulsreferat zur Lage des Fußballs in Schleswig-Holstein. Er hob dabei speziell die Perspektiven der Mannschaften auf überregionaler Ebene im Herren-, Frauen- und Juniorenbereich hervor. Auffallend sei bei dieser Analyse, dass Schleswig-Holstein als eines von drei Bundesländern in Deutschland (neben dem Saarland und Sachsen-Anhalt) im Herrenbereich mit keiner Mannschaft in den ersten 3 Ligen vertreten ist. Darüber hinaus sei es für weitere Vereine, abgesehen von den beiden "großen" Verein Holstein Kiel und VfB Lübeck, schwierig, den notwendigen Anforderungen in der Regionalliga unter professionellen Bedingungen zu begegnen. Der SHFV-Präsident leitete damit die Kernfrage des Abends ein: Was können Vereine, Verbände, Poltik und Wirtschaft unternehmen, um den Fußball in Schleswig-Holstein auch überregional zu etablieren?

Unter Leitung von  Jürgen Muhl erörterten Meyer, DFB-Direktor Willi Hink, Staatssekretär Dr. Arne Wulff, Sparda-Bank Vorstandsmitglied Thomas Griesel und KSV Holstein-Präsident Roland Reime in einer Diskussionsrunde viele Fragen rund um diese Problematik. In der Diskussion und auch in den anschließenden Beiträgen aus dem Auditorium wurden einige interessante Wege aufgezeigt, wie in Schleswig-Holstein zukünftig der Ball wieder vermehrt in den vier obersten Spielklassen rollen kann.

Dr.Robin Kähler von der Universität Kiel gab konstruktive Beiträge aus dem AuditoriumDabei wurden Lösungsansätze aus den unterschiedlichsten Perspektiven aufgezeigt. Neben den wirtschaftlichen Hürden, die vor allem durch die Vereine selbst, aber auch durch Sponsoren und Poltik gestemmt werden müssen, wurden andere Problemfelder behandelt. KSV-Präsident Roland Reime sieht beispielsweise eine positive Grundstimmung und Euphorie im Umfeld eines aufstrebenden Vereins als Grundlage für dessen Erfolg. Teilnehmer aus dem Podium äußerten, dass nur der Zusammenschluss mehrerer etablierter Vereine in bestimmten Gebieten die wirtschaftlich und vor allem sportlich notwendigen Infrastrukturen ermöglichen würden. NebenDFB-Direktor Willi Hink stand Rede und Antwort. den Regionen Neumünster und Rendsburg u.U. wurde dabei in erster Linie Flensburg genannt, wo die "großen" Vereine weiterhin über eine Fusion diskutieren.

Neben den vielen Diskussionen um Verbesserungen in der Infrastruktur des schleswig-holsteinischen Fußballs, gab es auch großes Lob für die Arbeit im Verband - und das von höchster Stelle. DFB-Direktor Willi Hink bezeichnete den SHFV als modernen Verband, der hervorragend in den verschiedenen Projektfeldern aufgestellt sei.

Insgesamt wurden an diesem Abend einige Problemfelder erörtert, die man mit gebündelten Kräften aus Sport, Poltik und Wirtschaft angehen muss, um mittel- oder langfristig für professionelle Strukturen in Schleswig-Holstein zu sorgen. "Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband blickt der Zukunft positiv entgegen. Wir haben heute konstruktiv über die Aspekte diskutiert, die gemeinsam optimiert werden müssen. Wir sind jederzeit offen, um in weiteren Gesprächen intensiver über Konzepte zu reflektieren", so SHFV-Präsident Meyer nach der Veranstaltung.

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