Top Aktuell

SHFV Präsident Hans-Ludwig Meyer zur Mitgliederentwicklung im SHFV

Fußball ist weiterhin in. Spätestens seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland erlebt die schönste Nebensache der Welt einen außerordentlichen und beeindruckenden Boom. Einen Boom, der Tag für Tag auf den Fußballplätzen unseres Landes zu spüren ist und den die nun vorliegenden Statistiken des DFB, des SHFV und des Landessportverbandes bestätigen: Der stärkste Fachverband der Welt zählt im Jahre 2008 6,563.977 Millionen Mitglieder, dabei wurden 73.969 Neuanmeldungen in den letzten zwölf Monaten registriert. In 25.856 Vereinen sind rund 180. 717 Mannschaften organisiert. Bei Kindern und Jugendlichen verzeichnet der DFB eine Steigerung von über 40.531 Mitgliedern. Mehr Frauen und Mädchen als je zuvor spielen Fußball im Verein Mit insgesamt 1.002.605 Frauen und Mädchen wurde die Rekordzahl des Vorjahres noch einmal um 47.417 übertroffen. 1233 neue Mädchenteams und 333 neuen Frauenteams nehmen am Spielbetrieb teil .

Im Bereich des Schleswig Holsteinischen Fußballverbandes haben wir identische Zuwachsraten.Gemäß der aktuellen Bestandserhebung zum 1. Januar 2008 gehören 136.603 Mitgliedern den 603 SHFV Vereinen an. Dies bedeutet  einen Zuwachs von 608 Mitgliedern gegenüber 2007. Insgesamt wird im SHFV in 5190 Mannschaften Fußball gespielt, insgesamt haben wir 51 Mannschaften mehr die am Spielbetrieb teilnehmen. Im Juniorenbereich sind die Zahlen insgesamt gegenüber dem Vorjahr nahezu identisch, deutliche Zuwächse gibt es im B- und E-Jugendbereich und der positive Trend im Frauen und Mädchenbereich hält weiter an. Die Rekordmarke von 175 spielenden Frauenmannschaften und insgesamt 378 am Spielbetrieb teilnehmende Mädchenmannschaften ( Steigerung zum Vorjahr von 42 neuen Mädchenmannschaften ) drückt dies deutlich aus.

In vielen ländlichen Gebieten wird der Nachwuchsmangel für die Amateurclubs in den kommenden zehn bis 15 Jahren existenziell, in den neuen Ländern sehen wir schon jetzt sehr deutliche Rückgänge. Auf DFB Ebene gibt es insgesamt einen Rückgang von361 Teams bei den Senioren Doch warum in die Ferne schweifen, in unseren eigenen Gefilden klingeln ebenso die ersten Alarmglocken. Kontinuierlich nimmt der Bestand an Herrenmannschaften im Bereich des SHFV von 1053 Mannschaften in der Saison 2004/2005 über die Saison 2005/2006 mit 1052 Mannschaften, über die Saison 2006/2007 mit 1031 auf nur noch 1019 Mannschaften der am Spielbetrieb teilnehmende Teams in der laufenden Saison 2007/2008 ab.

Eine landeseinheitliche Entwicklung der Mannschaftstärken über alle Bereiche im SHFV lässt sich nicht ergründen, es ist aber festzustellen, dass wir in einzelnen Segmenten, in ersten kleineren Ansätzen die Auswirkungen des demografischen Wandels in unserer Gesellschaft im Fußball in Schleswig-Holstein feststellen

Wie durch das Projekt Zukunftsentwicklung im SHFV ja schon eingeleitet und in ersten Schritten umgesetzt, ist es notwendig die aktuellen Strukturen jederzeit konsequent auf den Prüfstand zu stellen und mit den künftigen Entwicklungen, die absehbar sind zu vergleichen. Der demografische Wandel ist dabei eine der größten Herausforderungen Auch der Fußball im SHFV muß sich dieser stellen und Antworten geben. Wie sollen Spielbetrieb und Vereinsleben weitergehen, wenn sich die Mitgliederstrukturen klar verändern? Wir werden älter, bunter und weniger .

Ich meine wir müssen uns sehr wohl mit kreativen Ideen befassen und uns neuen Betrachtungsweisen öffnen, um ein gemeinsames Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: Möglichst viele Spieler müssen dem Fußballspiel erhalten bleiben, einmal als Spieler, zum anderen dem Verein auch als Mitarbeiter.

Der Fußball steht heute wie nie zuvor im Spannungsfeld zwischen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Prozessen, die unsere Zeit mit sich bringt. längst ist um unseren Sport ein eigener Wirtschaftszweig gewachsen, die Auswirkungen dieser Entwicklung sind Segen und Last zugleich.

Wir brauchen ein System der Balance und des Ausgleichs, in dem die Solidarität für alle Mitglieder der Fußballfamilie ein zentrales Prinzip ist. Wir alle gemeinsam sollten für einen Fußball stehen, der sich in allen Fragen seiner Verantwortung und seiner Bedeutung für die Entwicklung der Jugend bewußt ist- ohne Jugend hat der Fußball keine Zukunft

Zwei Zitate, die aus meiner Sicht Leitlinien für das Arbeiten in unserem Verband sein sollten

"Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren was er besitzt"

"Wer sich frühzeitig auf andere Zeiten einstellt, solange es ihm noch gut geht, handelt klug- und gehört damit zu den absoluten Ausnahmeerscheinungen"

 Hans-Ludwig Meyer Präsident SHFV

 

 

zurück

» Kontakt » Impressum » Sitemap
Design by MKD Mediengestaltung