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SHFV Ehrenpräsident Peter Ehlers feiert Heute seinen 75 Geburtstag
Mit dem gebürtigen Kieler trat 1953 ein Zwanzigjähriger der KSV Holstein bei, der den sportlichen Werdegang dieses Vereins in den folgenden dreizehn Jahren mitprägen sollte. In sage und schreibe über 700 Spielen ( 368 Meisterschafts-und Aufstiegsspielen mit 48 Toren ) machte er sich als Stürmer, im Mittelfeld und zum Schluss auf der Libero – Position um seinen Klub verdient. Was Andere ihm vielleicht vom Talent her voraus hatten, dass machte Peter Ehlers durch Fleiß, Ehrgeiz und Leidenschaft wett. Von den Begegnungen gegen den großen Nordrivalen HSV schwärmt der Vater zweier Söhne ebenso, wie von der seinerzeitigen Kameradschaft. Zwei Jahre nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn kehrte er zunächst noch einmal für vier Jahre als Trainer der Ligamannschaft, dann von 1975 bis 1977 als Mitglied des Vorstandes zu Holstein Kiel zurück, Im selben Jahr folgte er dem Ruf des Schleswig — Holsteinischen Fußballverbandes, bei welchem er über verschiedene Funktionen seit dem Jahre 1990 bis 1999 als 1. Vorsitzender verantwortlich zeichnete. Als Ehrenpräsident nimmt Peter Ehlers an allen Beirats-und Vorstandssitzungen des SHFV teil.
„Ich schätze sehr die Meinung von Peter Ehlers, da er für mich mit seinem Erfahrungsschatz ein wertvoller Berater für unseren, aber auch seinen Verband ist. Man kann Peter Ehlers aus meiner Sicht gut das Prädikat zuweisen ein positiver Querdenker zu sein“ schätzt SHFV Präsident Hans-Ludwig Meyer sehr die Nähe zu Peter Ehlers. Noch heute empfindet Peter Ehlers Dankbarkeit dafür, den Fußball durch seine Verbandstätigkeit, in der er stets eine sozialpolitische Aufgabe ersten Ranges gesehen hat, auch von einer anderen Seite kennen gelernt zu haben. Auch heute noch ist Peter Ehlers der Rekordspieler der KSV Holstein mit mehr als 700 Spielen, davon alleine 282 in der damaligen Oberliga Nord, in der er 37 Tore erzielte.
Bericht aus den Kieler Nachrichten vom 22.Januar 2008
Kiel – „Das Reden bei Veranstaltungen oder Geburtstagen ist mir immer recht schwer gefallen“, sagt Peter Ehlers. Heute muss der Rekordspieler der KSV Holstein nicht viele Worte verlieren, obwohl wieder mal ein Geburtstag ansteht. Es ist jedoch sein eigener, Peter Ehlers wird 75.
In Kiel ist er geboren, in Kiel hat er stets Fußball gespielt, für Union Teutonia von 1942 bis 1946, den VfB von 1946 bis 1953 und anschließend die „Störche“, für die er meistens als Außenläufer 620 Pflicht- und Freundschaftsspiele bestritt. Doch damit nicht genug: Von 1968 bis 1972 trainierte er die KSV („Das hat danach kein Trainer mehr geschafft“), ehe er Holstein auch noch zwei weitere Jahre als 2. Vorsitzender diente.
Diese Phase läutet schließlich seine zweite Karriere im Fußball ein. 1977 debütierte Ehlers als Beisitzer im Vorstand des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV), dessen Erster Vorsitzender er schließlich von 1990 bis 1999 sein durfte. Für Hans-Ludwig-Meyer, den aktuellen SHFV-Chef, ist Peter Ehlers einer der erfolgreichsten Fußballer, die Kiel zu bieten hatte. „Als ich als Jugendlicher ins Holsteinstadion gegangen bin, war der Spieler mit der Nummer vier mein Idol“, erinnert sich Meyer. Dass Ehlers als Ehrenpräsident die Vorstandssitzungen des Verbandes noch immer besucht, ist für Meyer ein absoluter Gewinn: „Bei kniffligen Fällen profitieren wir von seinem Erfahrungsschatz.“
Der Erfahrungsschatz des Fußballers Ehlers reicht locker aus, um mit ihm einen unterhaltsamen Abend zu verbringen. Ins Schwärmen gerät er beispielsweise, wenn er an jenen Mai-Sonnabend 1957 in Düsseldorf denkt, als die KSV auf dem Weg in die DM-Endrunde nach 2:0-Führung Kickers Offenbach 2:3 unterlag. „Dieses Spiel und die tagelange Vorbereitung in Hennef sind mir unvergessen geblieben“, behauptet er und bittet im gleichen Atemzug darum, auf eine andere denkwürdige Partie nicht angesprochen zu werden: „Kommen sie mir bloß nicht mit Gladbach …“
Diesen Wunsch können wir dem Jubilar an dieser Stelle leider nicht erfüllen. In Kürze dazu nur so viel: Am Ende der Saison 1964/65, in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga, stand es bis zur 90. Minute auf dem Bökelberg 0:0. In der Nachspielzeit foulte Ehlers einen gewissen Jupp Heynckes und musste zur allgemeinen Überraschung den ersten Platzverweis seiner Karriere hinnehmen. Es kam noch schlimmer: Den fälligen Freistoß köpfte Egon Milder zum Siegtreffer ein, und am Ende der Aufstiegsrunde fehlte den „Störchen“ dieses Remis, um mit Neu-Bundesligist Mönchengladbach punktgleich zu sein. Dennoch ist Peter Ehlers rückblickend „etwas stolz, dass ich 13 Jahre lang etwas für die Anerkennung von Holstein Kiel tun konnte“.
Schon lange lässt er die Kugel ruhen, was an seiner Frau Ingrid liegt. Die sagte vor einem knappen Vierteljahrhundert nach einem Prominentenspiel: „Peter, hör auf, es sieht nicht mehr gut aus.“ Folgsam mottete der Beamte im Wirtschafts- und Verkehrsministerium seine Kickstiefel ein und beschränkte sich bis zum Sommer 2007 auf die Rolle des Zuschauers. Doch seit dem Abstieg der „Störche“ aus der Regionalliga hat Ehlers um das Holsteinstadion einen großen Bogen gemacht. „Ich war am Ende der vergangenen Saison einfach zu frustriert“, gibt er zu. Mehr will er über den Absturz „seines“ Vereins nicht reden. Dabei gäbe es so viel zu sagen. „Über Holstein“, versichert der einmalige B-Nationalspieler, „könnte ich einen ganzen Roman erzählen.“
Von Gerhard Müller Kieler Nachrichten
Mitgliedschaft in Vereinen:
1. Union Teutonia Kiel: von 1942 bis 1946
2. VfB Kiel: von 1946 bis 1953
3. Holstein Kiel: von 1953 bis 1981
4. SV Friedrichsort: von 1981 bis heute
Ämter im Verein/Verband:
1. Holstein Kiel: Amt Beisitzer bzw. 2. Vorsitzender von 1975 bis 1977
2. SHFV: Hospitant von 1977 bis 1980
3. SHFV: Beisitzer von 1980 bis 1981
4. SHFV: 2. Vorsitzender von 1981 bis 1990
5. SHFV: 1. Vorsitzender von 1990 bis 1999
6. SHFV: Ehrenpräsident ab 2005
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