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Der SHFV wünscht ein gesundes neues Jahr 2008 mit Gedanken des SHFV Präsidenten Hans-Ludwig Meyer zum Fußballgeschehen in Schleswig-Holstein
Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund
für etwas Zukünftiges legen - denn Zukunft kann man bauen.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944, frz. Schriftsteller)
Als Einstimmung auf das zukunftsweisende Spieljahr 2008/09 möchten wir die Worte des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry zitieren.

In vielen Tätigkeitsfeldern haben sich zahlreiche Mitarbeiter mit der Zukunft unseres Fußballverbandes beschäftigt – exemplarisch seien hier nur die allgemein zukunftsweisenden Projekte im DFBnet oder die verschiedenen Themenfelder der Strukturreform, die ab der kommenden Saison greifen wird, genannt. Durch ihre Hilfe konnte der SHFV den Grund für einen zeitgemäß strukturierten Spielbetrieb stellen und somit eine eigene gesicherte Zukunft bauen.
In diesem Sinne wünschen wir allen Mitgliedern, Förderern, Gönnern, Mitarbeitern und Freunden des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes für das neue Jahr 2008 neben Gesundheit, Glück und Zufriedenheit vor allem Spaß, Spannung und Erfolg bei allen Tätigkeiten für oder innerhalb unseres Verbandes.
Gedanken zur Situation des Fußballs in Schleswig-Holstein zum Jahreswechsel finden Sie unter "mehr Informationen"
Hans-Ludwig Meyer Jörn Felchner
Präsident SHFV Geschäftsführer SHFV
Wer sich an einem Sonntag in den Stadtteilen, Kleinstädten oder Dörfern Deutschlands und natürlich auch bei uns in Schleswig Holstein auf einen Spaziergang begibt, der dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit der akustischen Symbolik einer landestypischen sportiven Alltagskultur begegnen. Auffordernde Laute wie "Geh" oder warnende Rufe wie "Hintermann" etwa, die von den Sportplätzen des Landes hervorstechend herüberschallen, machen eines deutlich: Der Sonntag steht in nicht unerheblichem Maße für viele Menschen im Zeichen des Amateurfußballs. Die dem hörbaren Eifer der Spieler entnehmbare offensichtliche Bedeutung dieser populären alltagskulturellen Praxis lässt sich in ihrer gesellschaftlichen Dimension durch nackte Zahlen belegen. Bundesweit nehmen ca. 176.000 Mannschaften aus ca. 26.000 Vereinen am organisierten Spielbetrieb teil. Geht man von einem durchschnittlichen Mannschaftskader von 18 Spielern/innen aus, wären 3.168.000 Personen als aktive Amateurfußballspieler/innen unterschiedlicher Alterklassen, unterschiedlichen Geschlechts und unterschiedlichen Leistungsniveaus zu verzeichnen. Da der DFB als größter Verband der Welt ca. 6,5 Millionen Mitglieder zählt, wären ungefähr 50% von ihnen aktiv. Die andere Hälfte, so lässt sich unterstellen, ist zumindest in großen Teilen im Rahmen des organisierten Wettbewerbs in irgendeiner Weise mit bestimmten, formellen, oder informellen Aufgaben betraut: sei es als SHFV - Präsident, als Kassierer eines Kreisliga-Vereins oder als Vater, der seinen Sohn samt dessen Sportkameraden zum Auswärtsspiel fährt.
Insgesamt stellt das Sozialphänomen des organisierten Amateurfußballs damit das weitaus größte alltagskulturelle Struktursegment nicht nur des Sports oder des Vereinswesens, sondern der gesamten Gesellschaft dar, wodurch dessen Dimensionen als soziale Organisationseinheit und differenziertes gesellschaftliches Interaktionsfeld vor Augen geführt wären.Gleichzeitig strömen Zigtausende von Zuschauern in die Bundesligastadien. Die höchste deutsche Spielklasse boomt wie nie zuvor, der DFB Pokal ist populärer denn je. Wer nicht vor Ort beim Spiel seiner Mannschaft sein kann, der fiebert am Radio oder per Liveübertragung mit …..
Diese Begeisterung allerorten zeigt, Fußball ist in unserem Land eindeutig der Volkssport Nummer eins. Millionen Fußballfans identifizieren sich mit dem Spiel. Über 40 Millionen Menschen sind fußballinteressiert. Eigentlich eine heile Welt des Fußballs in der wir leben, oder?
Ich stelle fest, die Sportart Fußball hat sich entwickelt und das gesamte gesellschaftliche und politische Umfeld hat sich verändert. Tatsächlich durchlebt Deutschland einen Wandel wie selten zuvor. Wir erleben das leider nicht immer nur positiv. Denn dort, wo der Wandel für uns greifbar wird, stehen Probleme im Vordergrund: Probleme am Arbeitsmarkt, Probleme mit dem Nachwuchs unserer Gesellschaft, Probleme im sozialen Bereich. Diese Probleme gehen natürlich auch am Fußballsport nicht ohne Spuren vorbei. Der Fußball unserer Tage ist nicht mehr der Fußball vergangener Jahrzehnte. Wir können uns dem Wandel nicht verschließen. Auch wir müssen unsere Strukturen und Angebote verändern und dem Wandel anpassen, ohne dabei alles über Bord zu werfen.Es ist kein Geheimnis, dass der Fußball in Deutschland vor großen Herausforderungen steht. Diese resultieren aus der demografischen Entwicklung in einem Land, dessen Einwohner weniger, älter, weiblicher, internationaler und in etlichen Bevölkerungsschichten ärmer werden, aus dem geänderten Freizeitverhalten und aus den beruflich bedingten Wanderungsbewegungen. Der Fußball steht mitten in dieser sich verändernden Gesellschaft. Deswegen sollten wir uns nicht einigeln, sondern offensiv die vielfältigen Herausforderungen annehmen. Als Leitfaden und als Steuerungsinstrument dient uns dabei der sogenannte Fußballentwicklungsplan, der auf dem DFB Bundestag in Mainz auf den Weg gebracht wurde. Bisher hat sich der Amateurbereich vor allem von der Basis entwickelt. Dagegen wird jetzt erstmals der Versuch einer systematisch gesteuerten Entwicklung für als besonders wichtig erachtete Aufgabenfelder vorgeschlagen. Dieses betrifft besonders den eher freizeitorientierten Fußball und den Übergang davon zum organisierten Wettbewerbsfußball, der auch in Zukunft das Rückrat des Vereinsfußballs bilden wird. Mit der vorgeschlagenen Strategie einher geht die Betonung der gemeinsamen Verantwortung von DFB, SHFV und Fuballkreise für gewollte Veränderungen in diesem Bereich und die noch stärkere Ausrichtung aller Organisationsebenen als Dienstleister für die Vereine und die Menschen in den Vereinen.
Veränderungen bedeutet Mut und Risikobereitschaft auf der einen und erfordert Überzeugungsarbeit auf der anderen Seite. Nicht immer sind die Vorteile von angestrebten Reformen für alle auf den ersten Blick offensichtlich.
Ziel ist es, mit der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen die exponierte Stellung und Bedeutung des Fußballs in Deutschland auch in Zukunft zu sichern, und insbesondere die Menschen weiterhin für den Fußballsport zu gewinnen.
Dieses ist besonders für den Schleswig-Holsteinischen Fußballverband von Bedeutung. Haben wir uns doch selbst aufgemacht, unsere Strukturen zu überprüfen und in die Zukunft gerichtet auszurichten. Mit vielen Dingen, die wir im SHFV basisdemografisch bereits auf den Weg gebracht haben, sind wir in der richtigen Spur. Vieles, mit dem wir noch ringen und erst noch zu entscheiden haben, ist im Fußballentwicklungsplan bereits nachzulesen. Fußball ist Zukunft, weil Fußball die Menschen verbindet, sie gleichermaßen begeistert, enttäuscht und ihnen wieder Mut macht zum Aufstehen. Fußball ist Zukunft, weil er von seiner Faszination nichts verloren hat.
Ich danke Ihnen für die hervorragende Arbeit in unseren Vereinen und Gremien. Mein Dank gilt aber auch Ihren Familien und Freunden, die Sie unterstützen, Ihnen den Rücken freihalten, indem Sie einiges zu Hause allein erledigen müssen, und die etliche Stunden und so manches Wochenende auf Ihre Partnerin und Ihren Partner, auf Ihre Mutter und Ihren Vater verzichten müssen.
Das kommende Jahr wird uns allen ganz bestimmt nicht weniger abfordern. Lassen Sie uns die vor uns liegenden Aufgaben gemeinsam bewältigen und den Schwung aus den positiven Veränderungen mitnehmen. Damit gehen wir gut aufgestellt in die Zukunft und können selbstbewusst unsere Erfolge feiern.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien für das neue Jahr alles Gute, viel private Zufriedenheit und vor allen Dingen Gesundheit.
Ihr Hans-Ludwig Meyer
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