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Stellungnahme zur Frage der Zukunft bzw. Fortführung der Oberliga Nord aus Sicht des SHFV

Der Vorstand des Schleswig – Holsteinischen Fußballverbandes hat sich mit der Frage der Zukunft bzw. Fortführung der Oberliga Nord nochmals intensiv und nachhaltig befasst, insbesondere unter Berücksichtigung der Stellungnahmen einzelner Vereine, welche in den vergangenen Wochen an den Schleswig – Holsteinischen Fußballverband, wie an alle anderen Norddeutschen Landesverbände, herangetragen worden sind. Dabei war es einhelliger Tenor aller Vorstandsmitglieder, dass für die individuelle Sicht der geschilderten Vereinssituationen vollstes Verständnis vorhanden ist, und unter dieser Einzelfallbetrachtung sicherlich das Fortführen der Oberliga Nord nachvollziehbar wäre. Es ist aber die Aufgabe des Vorstandes im Schleswig – Holsteinischen Fußballverband, wie die aller Vorstände der anderen Norddeutschen Fußballlandesverbände, in einer Gesamtschau die Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen, und Risiken bzw. Zukunftstendenzen in die abschließende Bewertung miteinfließen zu lassen. Diese grundsätzlichen Ausführungen vorangestellt, ist der Vorstand des Schleswig – Holsteinischen Fußballverbandes zu folgender, einstimmiger Ansicht gelangt:

Der Vorstand des Schleswig – Holsteinischen Fußballverbandes hat sich mit der Frage der Zukunft bzw. Fortführung der Oberliga Nord nochmals intensiv und nachhaltig befasst, insbesondere unter Berücksichtigung der Stellungnahmen einzelner Vereine, welche in den vergangenen Wochen an den Schleswig – Holsteinischen Fußballverband, wie an alle anderen Norddeutschen Landesverbände, herangetragen worden sind. Dabei war es einhelliger Tenor aller Vorstandsmitglieder, dass für die individuelle Sicht der geschilderten Vereinssituationen vollstes Verständnis vorhanden ist, und unter dieser Einzelfallbetrachtung sicherlich das Fortführen der Oberliga Nord nachvollziehbar wäre. Es ist aber die Aufgabe des Vorstandes im Schleswig – Holsteinischen Fußballverband, wie die aller Vorstände der anderen Norddeutschen Fußballlandesverbände, in einer Gesamtschau die Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen, und Risiken bzw. Zukunftstendenzen in die abschließende Bewertung miteinfließen zu lassen. Diese grundsätzlichen Ausführungen vorangestellt, ist der Vorstand des Schleswig – Holsteinischen Fußballverbandes zu folgender, einstimmiger Ansicht gelangt:

1. Es steht fest, dass aufgrund der bereits beschlossenen strukturellen Veränderungen auf DFB – Ebene - Schaffung einer neustrukturierten dreigleisigen Regionalliga und der damit einhergehenden notwendigen Neubesetzung dieser Spielklasse -, egal wie auch immer sich der Norddeutsche Fußballverband hinsichtlich der Frage der Fortführung der Oberliga positionieren würde, die ersten fünf, wahrscheinlich sogar die ersten sechs der Tabelle in der Oberliga nach dem Spieljahr 2007/2008 automatisch das Startrecht in der neuen Regionalliga erhalten. Unterstellt, dass diese sechs Mannschaften die sportlich ambitioniertesten sind, wären sie definitiv bei der Fortführung der Oberliga nicht mehr für die Spielklasse der Oberliga verfügbar. Damit ist aber auch das immer wieder bemühte Argument einer notwendigen Talentförderung der Nachwuchsspieler nicht mehr in der Weise möglich, wie in der momentanen Konstellation der Oberliga, da aufgrund der Nichtverfügbarkeit der leistungsstärksten Oberligisten definitiv die sportliche Qualität nicht mehr diejenige wäre, wie momentan.

2. Die ebenfalls feststehenden, sich rapide verschärfenden organisationstechnischen Anforderungen an die Vereine der Oberliga, welche ebenfalls über den DFB an die Regionalverbände herangetragen werden würden, machen es für den Vorstand des Schleswig – Holsteinischen Fußballverbandes notwendig, sich bereits heute mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Vereine in Schleswig-Holstein überhaupt in der Lage wären, diese Erfordernisse zu erfüllen. Betrachtet man hierbei bereits die jetzt existente Situation, dass eine Vielzahl von Vereinen, welche grundsätzlich dazu berechtigt wären, sich für das Lizenzierungsverfahren des Norddeutschen Fußballverbandes zur potentiellen Teilnahme am Spielbetrieb der jetzigen Oberliga Nord zu bewerben, keinen Gebrauch davon machen, da sie hierzu aus verschiedenartigsten Gründen nicht in der Lage sind. Es wird zukünftig noch viel schwieriger sein, für eine verbleibende Oberliga ohne sportliche Attraktivität (siehe Argumente zuvor) bei gleich bleibend hohen Kosten, entsprechende Motivation zu generieren.

3. Der momentan gezahlte finanzielle Ausgleichbetrag von ca. € 13.500,00, welcher zumindest die Schiedsrichterkosten in der Oberliga Nord abdeckt, fällt ebenfalls ersatzlos weg. Alle Oberligisten müssten ohne jegliche finanzielle Unterstützungsleistung auskommen.

4. Im Sinne einer tatsächlichen Talentsicherung und Talentförderung kann es für zweite Mannschaften von Lizenzvereinen dauerhaft nur vernünftig sein, mit ihren zweiten Mannschaften in der neustrukturierten Regionalliga Nord zu spielen, um sich so von Mitkonkurrenten aus Hamburg, Bremen und Hannover abzusetzen. Eine Teilnahme in der sportlich geschwächten (siehe wie zuvor) Oberliga Nord, wäre sicherlich kein Alleinstellungsmerkmal.

Nach alledem muss der Vorstand des Schleswig – Holsteinischen Fußballverbandes auch im Sinne einer Fürsorgepflicht für seine Vereine Risiken dahingehend minimieren, dass es nicht, wie in der Vergangenheit leider allzu oft, zu wirtschaftlichen Kamikazeaktionen von Vereinen kommt. Aus diesen Gründen hat sich der Vorstand des Schleswig – Holsteinischen Fußballverbandes einstimmig, trotz des Verständnisses der geäußerten Individualinteressen von Einzelvereinen, für die Auflösung der Oberliga Nord ausgesprochen und wird mit dieser Beschlusslage in den außerordentlichen Verbandstag des Norddeutschen Fußballverbandes am 19. Mai 2007 gehen.

HLMSHFV

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