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U 19-Frauen wollen in Lübeck und Büdelsdorf zum zehnten Mal zur EM-Endrunde

Maren Meinert und die U 19-Frauen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sind nur noch einen Schritt von der erneuten Teilnahme an der UEFA U 19-Europameisterschaft und damit der Verteidigung der im vergangenen Juli gewonnenen Trophäe entfernt. Doch dieser ist ein besonders großer. Bei einem Vierer-Turnier in Schleswig-Holstein soll gegen Schweden, Ungarn und Schottland die EM-Fahrkarte erworben werden. Die Teilnahme der U 19-Frauen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) an der Endrunde der UEFA Europameisterschaft hat Tradition. Seit der Einführung des Wettbewerbs zur Saison 1997/98 haben sich die deutschen Frauen stets für das Finalturnier qualifiziert. Auch in diesem Jahr will Maren Meinert, für die das Turnier in Island die dritte EM als verantwortliche DFB-Trainerin wäre, mit ihrer Mannschaft die Qualifikation schaffen. Dazu berechtigt alleine der Gewinn des Vierer-Turniers in der zweiten Runde der EM-Qualifikation. Nur der insgesamt beste Gruppenzweite darf ebenfalls zur EM. Gegner sind am 10. April Schweden in Lübeck (18 Uhr), am 12. April Ungarn in Büdelsdorf (18 Uhr) und am 15. April Schottland ebenfalls in Lübeck (14 Uhr). „Nur der Sieger des Turniers nimmt an der EM teil. Das ist unser Ziel. Da wollen wir hin“, sagt Maren Meinert.

Die Vorzeichen für eine erneute Teilnahme an der Endrunde sind günstig: Deutschland ist Titelverteidiger. Einige Spielerinnen, die im vergangenen Jahr den Titel gewannen, sind auch diese Saison noch für die U 19-Frauen spielberechtigt. Und das DFB-Team hat beim Vierer-Turnier ein Heimspiel, empfängt die Gegner im Gebiet des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes. Für Maren Meinert ein deutlicher Vorteil: „Wir wollten unbedingt dieses Turnier in Deutschland spielen“, erklärt die DFB-Trainerin, „in der Vergangenheit mussten wir viel reisen und auswärts antreten. Daher ist es für unsere Spielerinnen natürlich toll, vor eigenem Publikum anzutreten. Hier können wir uns präsentieren und hoffen natürlich auch darauf, dass uns die Zuschauer zum Turniersieg tragen.“

Die Mannschaft zeigte sich im Jahr 2007den Resultaten nach unbeständig. Beim Internationalen Turnier in La Manga verlor das Team 0:2 gegen Frankreich, trennte sich 0:0 von Dänemark und bezwang England 2:1. „Die Ergebnisse sind für mich zweitrangig. Die Spielerinnen machten insgesamt einen guten Eindruck. Man konnte deutlich erkennen, dass sie in der Winterpause an sich gearbeitet haben und in guter Verfassung sind.“ Zum Beweis können die Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr dienen: Da gelang Maren Meinerts Auswahl in drei Spielen kein einziger Treffer. Dass am Ende der EM-Titel geholt wurde, ist bekannt.

Das Ziel heißt EM-Ticket  Bongarts/Getty Images
Das Ziel heißt EM-Ticket

Derzeit plant die Weltmeisterin von 2003 mit einem Spektrum von 30 Spielerinnen. „Da sind auch Spielerinnen aus dem Jahrgang 1989 dabei, die vielleicht noch nicht für die Quali in Schleswig-Holstein in Frage kommen. Doch wir wollten ihnen schon mal die Gelegenheit geben, in die U 19 hineinzuschnuppern und Erfahrungen zu sammeln.“ Es ist eine gute Mischung. Zu den aufstrebenden Talenten gesellen sich auch Spielerinnen, die im vergangenen Jahr bereits Mitglieder der erfolgreichen U 19 waren und sogar an der U 20-Weltmeisterschaft in Russland teilnahmen. „In dieser Altersklasse sind Leistungsschwankungen normal. Daher ist es gut, wenn die Spielerinnen aus solchen Situationen lernen. Unsere erfahrenen Spielerinnen haben da schon ihre Qualitäten, die sich einbringen können und werden.“

Besonders brisant ist der Auftakt des Turniers. Der erste Gegner ist zugleich der vermeintlich stärkste. Schließlich gehört Schweden weltweit im Frauenfußball zu den führenden Nationen. „Das ist keine einfache Situation für uns. Solch ein Spiel kann darüber entscheiden, ob wir an der EM und WM teilnehmen. Aber wir kennen die Schwedinnen gut und wissen, dass wir uns gegen sie durchsetzen können. Außerdem bereiten wir die Spielerinnen auf die A-Nationalmannschaft vor. Dafür müssen die Spielerinnen sich diesen Herausforderungen stellen“, zeigt sich Maren Meinert optimistisch. Ungarn, den Gastgeber der U 19-EM 2005 kennen die deutschen Frauen gut. Damals siegte der DFB-Nachwuchs in Bük 2:0. „Ungarn ist ein Gegner, der tief in der eigenen Hälfte steht und spielstark in der Offensive agiert“, analysiert Maren Meinert, „aber auch ein Konkurrent, den wir schlagen müssen, wenn wir den Anspruch haben, an der EM und WM teilzunehmen.“ Schottland schließlich wirft traditionelle Qualitäten in die Wagschale. „Bekannt kampfstark und einsatzfreudig“, befindet die gebürtige Duisburgerin, „in der zweiten Quali-Runde des vergangenen Jahres haben wir 7:0 gewonnen. Geht Schottland allerdings in Führung, sind sie schwer zu überwinden. Wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen.“ Und hoffentlich mit einer guten Leistung bei der zweiten Qualifikationsrunde die zehnte Endrundenteilnahme seit 1997 sicherstellen.

Weitere Informationen zu U 19-Frauen des DFB erhalten Sie hier.

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