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Zweite Ehrungsveranstaltung des SHFV für Frauen

„Die Zukunft des Fußballs ist weibllich“ – mit diesem Slogan versucht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Mädchen- und Frauenfußball voranzutreiben. Eigentlich scheint das garnicht erforderlich, denn jahrelanges vielfältiges Engagement und Ideenreichtum gibt es auch schon „in der Vergangenheit des Frauenfußballs“, der 1971 auf dem Bundestag des DFB in Travemünde eingeführt wurde. Diesen Eindruck vermittelte die zweite Ehrungsveranstaltung des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV), die von Erdmann Fischer, Präsident des SHFV, und Uwe Bachmann, dem SHFV-Landesehrenamtsbeauftragten, in Anwesenheit von Hannelore Ratzeburg, Vorsitzende des DFB-Frauenausschusses, und Sylvia Nowack, Vorsitzende des Frauenausschusses des Landessportverbandes Schleswig-Holstein, in der SHFV-Sportschule Bad Malente in einem würdigen Rahmen vorgenommen wurde. Ein Rahmen, der dem Engagement der „stillen Stars und Helferinnen“ im Alter von 24 bis 52 Jahre absolut angemessen war. In seiner allgemeinen Laudation umriß Uwe Bachmann die Ziele der Ehrung. Auch die Frauen tragen dazu bei, dass der Spielbetrieb von rund 80.000 Spielen von der Bundesliga bis zur „Pampers-Liga“ abgewickelt werde. Der Anteil der Frauen unter etwa 1 Million Ehrenamtlern im Fußball sei mit rund 9 Prozent noch gering. Das sei aber auch damit begründet, dass die Frauen in Familie und Haushalt mehr eingebunden seien. DFB und der SHFV haben aber erkannt, dass das „weibliche Element“ sich mehr und mehr stark einbringe. Das solle künftig gefördert und gebührend anerkannt werden. Diese Sonderehrung der Frauen sei ein erster Schritt in diese Richtung. Für den SHFV-Landesehrenamtsbeauftragten sei es durchaus denkbar, dass im alljährlich ausgelobten DFB-Wettbewerb „Club der 100 Besten“ auch vermehrt Frauen zu finden sein werden.Bei der Ehrung der 12 Kreissiegerinnen wurde die Bandbreite des Engagements der „stillen Stars“ deutlich. Sie umfasst Trainer- und Betreuertätigkeit, administrative Aufgaben, Werbung für den Mädchen- und Frauenfußball, Reinigung der Spielkleidung, Fahrdienste bis hin zur „Ersatzmutter am Spielfeldrand“ – und das teilweise über eine Vielzahl von Jahren. „Die Frauen sind mit den Männern in dieser Hinsicht auf gleicher Augenhöhe“, meinte SHFV-Präsident Erdmann Fischer.
Unser Bild zeigt:
Hintere Reihe(v.l.): SHFV-Verbandssportlehrer Michael Prus, Silvia Witt (TSV Nordhastedt/KFV Dithmarschen), Julia Möller (MTSV Olympia Neumünster/KFV Neumünster), Anja Oest (Rot-Weiß Kiebitzreihe/KFV Steinburg), Margret Bredahl (Büdelsdorfer TSV/KFV Rendsburg-Eckernförde), Christiane Bödiker (Fetihspor Kaltenkirchen/KFV Segeberg)
Untere Reihe (v.l.): Elke Lobindzus (Brunsbeker SV/KFV Stormarn), Bettina Thege (Freie Turnerschaft Preetz/KFV Plön), Renate Radau (Ratzeburger SV/KFV Herzogtum Lauenburg), Maren Ohde (TSV Kücknitz/KFV Lübeck), Ursula Rottscholl (MTV Dänischenhagen/KFV Kiel) und Britta Naeve (TSV Kropp/KFV Schleswig). Es fehlt Martina Hüttmann (Ballspielgemeinschaft Eutin/KFV Ostholstein). Foto: Müller
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