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„Die Zukunft des Fußballs ist auch weiblich“ Mädchenfußballtag in Gettorf
Mehr Mädchen in den Fußballsparten der Vereine - das ist das Ziel des „Mädchenfußballtags“, der am Sonnabend in Gettorf Station macht.
„Kleiner die Schritte und schneller beim Slalom durch die Stangen, dann den Ball annehmen und Schuss aufs Tor“, ruft Trainerin Marina Burath. Sie bricht die Übung kurz ab, ruft die Mädchen zusammen und erklärt in Ruhe, worauf es ihr ankommt. „Heute üben wir speziell Bewegungsabläufe, die man in jedem Fußballspiel braucht“, erklärt sie. Sie möchte zeigen, wie komplex die Sportart ist. Koordination, Schusstechnik, Ballannahme, Kopfballspiel, Dribbling und Laufkoordination - von allem etwas.Eigentlich trainiert Marina Burath die Kreisauswahl der D-Mädchen. Am „Mädchenfußballtag“ im Gettorfer Sportclub (GSC) hielt sie zusammen mit einigen Zweitligaspielerinnen von Holstein Woman zwei Stunden lang rund 20 Mädchen von neun bis 15 Jahren in Schach. Am Spielfeldrand beobachtete Uwe Bachmann, Vorsitzender des Kreisfußballverbandes und Initiator des Projekts „Mädchenfußballtag“, das Geschehen. „Der DFB hat sich 2005 auf die Fahnen geschrieben, den Mädchenfußball zu stärken“, erklärte er. Eine Umfrage habe gezeigt, dass sechs von zehn Mädchen tatsächlich Fußball spielen wollten, nur herrsche in vielen Vereinen noch immer die Auffassung, Fußball sei ein Männersport. „Seit 2005 gehen wir vom Kreisfußballverband nach dem Motto ‚die Zukunft des Fußballs ist auch weiblich’ ordentlich dagegen an“, so Bachmann. Im Kreis haben sie mit den Vereinen gesprochen und ihr Konzept eines Mädchenfußballtages mit qualifizierten Trainerinnen vorgestellt. In Todenbüttel, Rendsburg, der Region Borgstedt/Büdelsdorf und Eckernförde waren sie schon und sind nun in Gettorf. An Schulstandorten sei meist auch Potential, hat Bachmann festgestellt. „Bisher ist die Aktion sehr erfolgreich“, sagte er. Die Zahl der Mädchenmannschaften habe sich im Kreis von elf auf 24 mehr als verdoppelt.Kurt Arndt, Vorsitzender des GSC, ist ebenfalls von der Zukunft des Frauenfußballs überzeugt. „Heute wollen wir ausloten, was in unserem Verein mit den Mädchen möglich ist.“ Eine Frauenmannschaft hat der Verein bereits. Und etwa 20 Mädchen von neun bis 15 Jahren trainieren seit acht Wochen regelmäßig. „Das wollen wir auch nicht einschlafen lassen, sondern im Sinne des Kreisfußballverbandes nach vorne tragen“, machte Kurt Arndt deutlich.
Die 13-jährige Anni Griese ist eine von ihnen. Vom Training mit Marina Burath und den Frauen von Holstein Woman ist sie ganz begeistert. „Das bringt richtig Spaß und ist sehr lehrreich.“ Sie ist ein echter Fußball-Fan. Fast alle WM-Spiele habe sie sich im Sommer angeschaut, erzählte sie, und natürlich auch die Bundesliga-Spiele. In der Schule kickt sie in einer AG. „Im Punktspielbetrieb sind wir zwar noch nicht“, erzählte sie, „aber vielleicht ja in der zweiten Saisonhälfte“Heinrich Kimitta, der die Gettorfer Frauen trainiert und nun auch die Mädchen, beobachtete aufmerksam das Sondertraining. „Die Beteiligung ist gut heute“, stellte er erfreut fest. Über noch ein paar mehr Mädchen für seine Mannschaft, die Lust zum Fußball spielen haben, freue er sich immer. Training ist dienstags und donnerstags, 17 bis 18.30 Uhr auf dem Sportplatz am Ringweg.
Michaela Lauterbach Eckernförder Zeitung
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