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Eckernförde gewinnt Bundesfinale der Werkstätten für behinderte Menschen

Behinderte Menschen stärker in das gesellschaftliche Leben einzubinden ist das Ziel des Bundeswettbewerbs Fußball 2006 der Werkstätten für behinderte Menschen, dessen Bundesfinale bis Sonntag im SportCentrum Kamen-Kaiserau stattfand. Den Turniersieg konnten sich nach vier Turniertagen die Werkstätten Rendsburg-Eckernförde (9 Punkte) vor den Berliner Werkstätten für Behinderte (6), der Südpfalzwerkstatt (3) und HPZ RehaSport Irchenrieth (0) sichern. Rendsburg-Eckernförde (17:1 Tore) konnte alle drei Endrundenspiele souverän gewinnen und lag somit in der Abschlusstabelle mit 9 Punkten vorn.

Diesen in der Bundesrepublik Deutschland einmaligen Wettbewerb führte die Sepp-Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bereits zum siebten Mal gemeinsam mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS), der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG:WfbM) und Special Olympics Deutschland durch. Teilnehmer des Finales waren die jeweiligen Landessieger aus den 16 Bundesländern. Mehr als 200 Fußballerinnen und Fußballer mit Behinderung waren in das viertägige Turnier eingebunden, das in diesem Jahr offizieller Bestandteil der vierten INAS-FID Fußball WM 2006 der Menschen mit Behinderung war.

Auch prominente Gäste waren bei der offiziellen Eröffnung am Freitag dabei, unter anderem der ehemalige Außenminister Dr. Klaus Kinkel, der sich seit vielen Jahren in besonderer Weise um das Ansehen des Behindertensports in Deutschland verdient macht. "Es tut unserer Gesellschaft sehr gut, wenn etwas für die Integration von behinderten Menschen getan wird. Dazu ist Fußball im Allgemeinen und der Bundeswettbewerb Fußball der Werkstätten für behinderte Menschen im Besonderen die ideale Plattform. Ich freue mich sehr, dass sich die Sepp-Herberger-Stiftung und der DFB so stark für den Behindertensport einsetzen. Dieses Engagement für die Belange von behinderten Menschen ist enorm wichtig."

Auch DFB-Trainer Horst Hrubesch nahm an der Veranstaltung teil: "Wenn auch nicht alle Mannschaften ins Endspiel kommen können, sind doch alle Teilnehmer am Bundeswettbewerb Sieger. Was immer wieder begeistert, ist die Leidenschaft und die Fairness, mit der alle Spieler dieses Turnier bestreiten."

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Besuch aller Teilnehmer beim Endspiel der 4. INAS-FID Fußball WM 2006 der Menschen mit Behinderung in der BayArena Leverkusen.

In den etwa 700 deutschen Werkstätten für behinderte Menschen sind zur Zeit etwa 250.000 Menschen beschäftigt, die aufgrund ihrer geistigen, psychischen oder körperlichen Behinderung nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erwerbstätig sein können. Anlass und Ziel des Fußballwettbewerbs ist es, diese Menschen stärker in das gesellschaftliche Leben einzubinden. Der Fußball - Sportart Nr.1 in den Werkstätten - trägt dabei als arbeitsbegleitende Maßnahme zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Steigerung der individuellen Leistungsfähigkeit bei. Mit dem großen Bundeswettbewerb wird von einer oft noch als "unsichtbar" geltenden Bevölkerungsgruppe nachdrücklich mehr Emanzipation und eine stärkere gesellschaftliche Akzeptanz in der Öffentlichkeit eingefordert.

 

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